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Öffentliche Gespräche. Mit einer Chronologie

  • Michael SchwarzEmail author
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»Eine Überraschung bot auch Adorno selbst. Jeder seiner Sätze war vollkommen verständlich. Wenn er doch auch so schreiben würde wie er, unvorbereitet, spricht.« Das notierte DieWelt am 12. November 1962 zu einem Fernsehgespräch über PublicRelations. In Adornos Sammlung von Rezensionen steht dies Dokument nicht allein. Kritiker vermerken erleichtert, dass fasslicher, kommunikativer sei, was er gesprächsweise formuliere. Es habe nicht die Schwierigkeiten, die seine Texte dem unmittelbaren Verständnis entgegensetzen.

Adornos Wirkung ging in den 50er- und 60er-Jahren bei weitem nicht allein von Texten aus. Er war ein leidenschaftlicher Diskutant – nahm an vielen öffentlichen Gesprächs- und Diskussionsveranstaltungen teil, war auf Podien und an Roundtables präsent. Öfter noch war er in Radiogesprächen zu hören (Reichert 2010). Er sprach mit Philosophen und Theologen, Soziologen und Musikern, Kollegen und Schülern, Künstlern und Kritikern, Journalisten und Redakteuren, Gleichgesinnten...

Literatur

  1. Adorno, Theodor W./Gehlen, Arnold (1974): »Ist die Soziologie eine Wissenschaft vom Menschen? Ein Streitge­spräch«. In: Grenz, Friedemann: Adornos Philosophie in Grundbegriffen. Auflösung einiger Deutungsprobleme. Frankfurt a. M.: 224–251.Google Scholar
  2. Boll, Monika (2004): Nachtprogramm. Intellektuelle Gründungsdebatten in der frühen Bundesrepublik. Münster u. a.Google Scholar
  3. Peters, Günter (2004): »Radio-Noten. Adorno im Gespräch«. In: Adorno im Widerstreit. Zur Präsenz seines Denkens. Hrsg. v. Wolfram Ette/Günter Figal/Richard Klein/Günter Peters. Freiburg/München: 547–586.Google Scholar
  4. Reichert, Klaus (2010): »Adorno und das Radio«. In: Sinn und Form 62. H. 4: 454–465.Google Scholar
  5. Schwarz, Michael (2011): »›Er redet leicht, schreibt schwer‹. Theodor W. Adorno am Mikrophon«. In: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 8. H. 2: 286–294.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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