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Traumprotokolle

  • Stefan Müller-DoohmEmail author
Chapter

Es ist paradox. Adorno wäre es im Traum nicht eingefallen, Autobiographisches über sein privates Leben öffentlich zu machen. Lautet doch seine Maxime: Befindlichkeiten des Autor-Subjekts sind sekundär gegenüber dem objektiven Gehalt des Textes. Dennoch hat er mit Fleiß seine Träume zu Papier gebracht. Nicht nur für sich als persönliche Dokumente zur Selbstanalyse, sondern mit der Perspektive, das Notierte zu veröffentlichen, wie vereinzelt schon 1942 in der New Yorker Emigrantenzeitung Aufbauund jetzt gesammelt in Buchform geschehen. Über drei Jahrzehnte nach dem Tod Adornos kann man sich nun ein Bild machen, was ihn neben der Philosophie umgetrieben und bewegt hat. In dieser Edition des Theodor W. Adorno-Archivs ist selbstredend nur ein geringer, eben der von Adorno ausgewählte Teil jener Träume in chronologischer Reihenfolge zusammengestellt, die ihn während seines ereignisreichen, aber kurzen Lebens im Schlaf glückhaft oder angstvoll begleitet haben. Adorno litt zuweilen unter...

Literatur

  1. Adorno, Theodor W. (2005): Traumprotokolle. Hrsg. v. Christoph Gödde und Henri Lonitz. Nachwort v. Jan ­Philipp Reemtsma. Frankfurt a. M. Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.OldenburgDeutschland

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