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Dorf pp 27-31 | Cite as

Kulturgeografie

  • Peter Dirksmeier
Chapter

Zusammenfassung

Kulturgeografische Interpretationen des Dörflichen sind in ein fachspezifisches Aufmerksamkeitsraster eingebettet, das sich in eine Vorder- und Rückseite einteilen lässt (Hannah 2015). Die Vorderseite dieser Aufmerksamkeit verbindet sich mit dem klassischen Topos der Ländlichkeit, der seit der Genese der wissenschaftlichen Kulturgeografie im 19. Jh. Teil ihres OEvres war. Verschiedene Ausprägungen von Ländlichkeit als eine Landschaft ohne urbane Insignien oder als eine Idylle, verbunden mit der imaginierten Gemeinschaft eines Dorfes, sind wichtige Bestandteile dieser kulturgeografischen Vorderseite des Dörflichen. Die verschiedenen physiognomischen Formen des Dorfes, ob Gewanndorf, Fehnkolonie, Straßendorf, Moorhufendorf oder Rundling, haben Generationen von Kulturgeografinnen und Kulturgeografen bis weit in die 1970er Jahre hinein beschäftigt, um die distinkten Ausprägungen der Siedlungsformen in kausale Beziehung zur natürlichen Umwelt und den geschichtlichen Pfaden der sie besiedelnden Ethnien zu bringen. Diese Vorderseite der kulturgeografischen Dorfforschung kam ohne größeres Abdriften in Kultur- oder Sozialtheorien aus und fand ihre Antworten in der Regel im Einklang mit dem klassischen Paradigma der Geografie, das den Menschen als in höchstem Maße von den natürlichen Bedingungen abhängig betrachtet, die der jeweilige Lebensraum bietet (Bahrenberg 1992).

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Authors and Affiliations

  • Peter Dirksmeier
    • 1
  1. 1.HannoverDeutschland

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