Advertisement

87 Rezeption der Prosa im deutschen Sprachraum

  • Axel Diller
  • Manfred Mittermayer

Zusammenfassung

Thomas Bernhards Prosa gehört zur Weltliteratur, was u. a. daran erkennbar ist, dass seine Werke inzwischen in rund 50 Sprachen übersetzt worden sind. Ein Indiz für seine Bedeutung im deutschsprachigen Raum war auch die 2002 von Marcel Reich-Ranicki initiierte Aufnahme des Romans Holzfällen in den Kanon der aus Sicht des Kritikers 20 wichtigsten Romane der deutschsprachigen Literatur – neben Werken von Größen wie Goethe, Fontane, Thomas Mann, Musil, Kafka und Joseph Roth; auch die Erzählung Die Mütze wurde von Reich-Ranicki unter die kanonischen Erzählungen in deutscher Sprache gereiht. In Deutschland ist Bernhard zwar nie – im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen wie Heinrich Böll, Friedrich Dürrenmatt oder Max Frisch – zu einem ›Schulautor‹ (das heißt: zu einem über Jahre hinweg im schulischen Deutschunterricht präsenten Schriftsteller) avanciert. In Österreich sind seine Werke hingegen – trotz oder vielleicht auch wegen seiner Bekanntheit als notorischer ›Staatsfeind‹ und ›Nestbeschmutzer‹ (s. Kap. IV.86) – sehr häufig in der Schule Bestandteil des Faches Deutsch.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Améry, Jean: Morbus Austriacus. Bemerkungen zu Thomas Bernhards Die Ursache und Korrektur. In: Merkur 30 (1976), 91–94.Google Scholar
  2. Baumgart, Reinhard: Die vergrauste Komödie. Thomas Bernhards Prosakunststück Alte Meister. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.9.1985.Google Scholar
  3. Becker, Peter von: Triumph der pauschalen Polemik. In: Die Zeit, 7.9.1984.Google Scholar
  4. Bentz, Oliver: Thomas Bernhard. Dichtung als Skandal. Würzburg 2000.Google Scholar
  5. Blöcker, Günter: Nie endende Passion. Thomas Bernhards Erzählung Ungenach. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.9.1968.Google Scholar
  6. Blöcker, Günter: Aus dem Zentrum des Schmerzes. In: Anneliese Botond (Hg.): Über Thomas Bernhard. Frankfurt a. M. 1970, 89–92. (1970a)Google Scholar
  7. Blöcker, Günter: Wie Existenznot durch Sprachnot glaubwürdig wird. In: Merkur 24 (1970), 1181–1187. (1970b)Google Scholar
  8. Blöcker, Günter: Ein paar Totenköpfe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.9.1982Google Scholar
  9. Dittmar, Jens (Hg.): Thomas Bernhard. Werkgeschichte. Frankfurt a. M. 1990.Google Scholar
  10. Dittmar, Jens (Hg.): Sehr gescherte Reaktion. Leserbriefschlachten um Thomas Bernhard. 2. verschlechterte [aufgrund von Klagsdrohungen veränderte] Ausgabe. Wien 1993 [1. Aufl.: Sehr geschätzte Redaktion. Leserbriefe von und über Thomas Bernhard. Wien 1991].Google Scholar
  11. Gamper, Herbert: Tödliche Zusammenhänge. In: Die Weltwoche (Zürich), 4.10.1968.Google Scholar
  12. Gamper, Herbert: Utopie des Gestern. Zur neuen Prosa von Thomas Bernhard. In: Die Weltwoche (Zürich), 9.1.1970.Google Scholar
  13. Hoell, Joachim: Thomas Bernhard. München 2000.Google Scholar
  14. Hoell, Joachim/Honold, Alexander/Luehrs-Kaiser, Kai (Hg.): Thomas Bernhard – eine Einschärfung. Berlin 1998.Google Scholar
  15. Höller, Hans: Thomas Bernhard. Reinbek bei Hamburg 1993.Google Scholar
  16. Huber, Martin: »schrieb und schrieb und schrieb ...«. Erste Anmerkungen zu Nachlaß und Arbeitsweise Thomas Bernhards. In: Wissenschaft als Finsternis? Jahrbuch der Thomas-Bernhard-Privatstiftung 2002, 195–205.Google Scholar
  17. Huber, Martin: Von Schwarzach St. Veit nach Weng. Zur Vorgeschichte von Thomas Bernhards literarischem Durchbruch mit seinem Roman Frost. In: Thomas Bernhard Jahrbuch 2005/06, 35–44.Google Scholar
  18. Huguet, Louis: Chronologie. Johannes Freumbichler, Thomas Bernhard. Weitra o. J. [1995].Google Scholar
  19. Jahraus, Oliver: Die Wiederholung als werkkonstitutives Prinzip im OEuvre Thomas Bernhards. Frankfurt a. M. u. a. 1991.Google Scholar
  20. Jelinek, Elfriede: Der Einzige. Und wir, sein Eigentum. In: Sepp Dreissinger (Hg.): Thomas Bernhard. Portraits, Bilder & Texte. Weitra 1991, 159–165.Google Scholar
  21. Kathrein, Karin: Die Hinwendung zum Du. In: Die Presse, 11.9.1985.Google Scholar
  22. Korte, Hermann: Dramaturgie der »Übertreibungskunst«. Thomas Bernhards Roman Auslöschung. Ein Zerfall. In: Text + Kritik 43: Thomas Bernhard. Hg. von dems. München 1991, 88–103.Google Scholar
  23. Marquardt, Eva: Wortwörtlich. Formen der Wiederholung im Werk Thomas Bernhards. In: Carola Hilmes (Hg.): Dasselbe noch einmal. Die Ästhetik der Wiederholung. Opladen u. a. 1998, 229–243.CrossRefGoogle Scholar
  24. Moser, Joseph W.: Literaturskandal als Dialog mit der Öffentlichkeit. Der Fall Thomas Bernhard. In: Stefan Neuhaus/Johann Holzner (Hg.): Literatur als Skandal. Fälle – Funktionen – Folgen. Göttingen 2007, 503–512.Google Scholar
  25. Reich-Ranicki, Marcel: Finstere Wollust aus Österreich. Die Erzählungen des Thomas Bernhard. In: Die Zeit, 25.10.1968.Google Scholar
  26. Reich-Ranicki, Marcel: Der Sieg vor dem Abgrund. Thomas Bernhards Buch Wittgensteins Neffe – Eine Freundschaft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5.2.1983.Google Scholar
  27. Reich-Ranicki, Marcel: Thomas Bernhard. Aufsätze und Reden. Zürich 1990.Google Scholar
  28. Peymann, Claus: Thomas Bernhard auf der Bühne. In: Alfred Pittertschatscher/Johann Lachinger (Hg.): Literarisches Kolloquium Linz 1984: Thomas Bernhard. Materialien. Weitra 1994, 187–200.Google Scholar
  29. Zuckmayer, Carl: Ein Sinnbild der großen Kälte. In: Die Zeit, 21.6.1963.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Axel Diller
    • 1
  • Manfred Mittermayer
    • 2
  1. 1.Universität SiegenSiegenDeutschland
  2. 2.Universität SalzburgSalzburgAustria

Personalised recommendations