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53 Dramolette

  • Hannes Schweiger

Zusammenfassung

Die Dramolette scheinen eine Marginalie im Werk Thomas Bernhards zu sein, zu der es in der Forschungsliteratur kaum eingehende Analysen gibt. Sie können aber auch als »Konzentrat seiner 18 großen Bühnenstücke« gelesen werden, die »nicht einfach als Gelegenheitsarbeit[en] unterschätzt werden« dürfen – so eine Rezension zur Buchausgabe der drei ›Peymann-Dramolette‹ (Falter 20/1990, 10), die Claus Peymanns Wechsel von Bochum (wo er das Schauspielhaus leitete) nach Wien im Jahr 1986, seine Ankunft in Wien und seine Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr als Direktor des Burgtheaters zum Inhalt haben. Auch Wendelin Schmidt-Dengler lädt in seiner Besprechung dazu ein, »Bernhard als Meister dieser kleinen Form zu entdecken«, und sieht eine Parallele zur Kurzprosa in den Bänden Ereignisse und in Der Stimmenimitator (Radiosendung »Ex libris«, ORF/Ö1, 15.4.1990). Im Unterschied zu ihrer Randständigkeit in der Bernhard-Forschung zählen die Dramolette beim Lese- und Theaterpublikum zu den erfolgreichsten und beliebtesten seiner Stücke.

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Literatur

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  • Hannes Schweiger
    • 1
  1. 1.Institut für GermanistikUniversität WienWienAustria

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