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Kaiserreich/Deutschland – Film und Kino, Geschlecht und Sexualität

  • Christiane KönigEmail author
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Part of the Szene & Horizont. Theaterwissenschaftliche Studien book series (STHOTHST, volume 5)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel wird der Fokus auf die Konstituierung von (geschlechtlicher, sexueller und race- sowie class-bedingter) Identität durch das Medium Film von 1896 bis 1910 in der Methodik medialer differenzialer Relationalität, inklusive filminterner Differenzen vorgestellt. Konkret werden die zeitgenössischen Phänomene von Nummernprogrammen bis hin zum Langfilm und deren Einfluss auf die Herausbildung von Identitäten erläutert. Deutlich wird hierbei, dass der filmische Apparat Identität eben nie ‚realitätsgetreu‘ abbildete, sondern als stets in Differenz zu bereits bestehenden Konzepten von Identität oder anderen Formen der Identität existierende konstituierte. Zugleich wurde daran arbeitete, die geschlechtliche und sexuelle Identität als heterosexuelle Geschlechterbinarität in den Apparat zu installieren. Speziell in Bezug auf queere Männlichkeit konnte dies aufgrund des in jeglicher Konstituierung von Männlichkeit wirksamen double bind von ‚gleich‘ und ‚anders‘ sowie ‚homo‘ und ‚hetero‘ bei den Wieder-aufführungen nie vollständig gelingen.

Schlüsselwörter

Identität Geschlechterbinarität Serials Langfilm Kino der Attraktionen Narratives Kino 

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Medienkultur und TheaterUniversität zu KölnKölnDeutschland

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