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Zur Position ‚Asylsuchender‘ und ihren Kämpfen in modernen Gesellschaften

  • Arash Dosthossein
  • Narges Nasimi
Chapter
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Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert die gesellschaftliche Position Asylsuchender, die in Anlehnung an Hannah Arendt und Gorgio Agamben als Figuren totaler Exklusion begriffen werden: Asylsuchende leben „an den ‚Rändern‘ der Gesellschaft“ und werden „systematisch unsichtbar gemacht“. Dabei gelten den Autor*innen vor allem drei Faktoren als Gründe für diese Positionierung: erstens der strukturelle und systematische Rassismus europäischer Gesellschaften; zweitens die kapitalistischen Verwertungslogiken, nach deren Maßgaben Asylsuchende als unproduktiv und überflüssig oder als billige Arbeitskraft gelten sowie drittens und vor allem das Konzept von Staatsbürger*innenschaft, das an die Unterscheidung von Citizens und Non-Citizens gebunden ist. Diese Dichotomie zu überwinden, halten sie für das wichtigste Ziel der Refugee-Bewegungen und den konsequenten Kampf für ein ‚Recht zu bleiben‘ für den wichtigsten Schritt auf diesem Weg.

Literatur

  1. Agamben, Giorgio: Wir Flüchtlinge. In: Bauwelt 48 (2006), 14–19. https://www.bauwelt.de/themen/bw_2006-48_Wir_Fluechtlinge-2116452.html (2.6.2019).

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2020

Authors and Affiliations

  • Arash Dosthossein
    • 1
  • Narges Nasimi
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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