Advertisement

„[…] und erklärte die weißen Pünktlein, die kaum zu sehen waren“. ‚Täfelchen‘ und ‚Nullpunkt‘ als perspektivische Größen in Stifters Kazensilber

  • Elmar LocherEmail author
Chapter
Part of the Abhandlungen zur Literaturwissenschaft book series (ABLI)

Zusammenfassung

Der Beitrag befasst sich mit der perspektivischen Bedeutung der „Täfelchen“ in Stifters Werk, speziell in der „Einleitung“ der Bunten Steine und in der Erzählung Kazensilber. An den „Täfelchen“ verhandelt die Erzählung Fragen der Wahrnehmung und Größenbrechung, somit Fragen des Scheins, des Werts und des Preises. Als Hilfsmittel der perspektivischen Darstellung strukturieren sie den geometrischen Raum und dienen zur Bestimmung und Zuordnung der Größe und des Maßes. Als Motive werden sie in eine Vielzahl von Vergleichsperspektiven eingespannt, zu denen neben dem perspektivischen Raum die Schreibfläche, über die Homonymie von Tafel auch der Bereich der Gabe und des Gastrechts sowie des Pakts gehört. Letztere wird auf intrikate Weise verknüpft mit der Frage nach Tausch- und Geldwert, wie sie vor allem die Binnengeschichten rund um die rätselhafte Herkunft des braunen Mädchens verhandeln. Diese stellt einen „Nullpunkt“ der Erzählung im Jenseits des kulturellen Raums dar, den die Perspektivierungen über die schillernden Bedeutungen der Täfelchen nicht einzuholen vermögen.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.St. PaulsItalien

Personalised recommendations