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„Der Roman ist ein Tod“

  • Nora HallerEmail author
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Zusammenfassung

„Der Roman ist ein Tod“, heißt es bei Roland Barthes (1982: 48), „er macht aus dem Leben ein Schicksal, aus der Erinnerung einen nützlichen Akt und aus der Dauer eine gelenkte bedeutungsvolle Zeit.“ Und es mag sein, dass in diesem metaphorischen Verhältnis der Grund liegt, warum dem Tod durch fiktionale Narration in der heutigen Zeit am ehesten beizukommen ist. Immerhin, wie Freud schreibt, finden wir hier „noch Menschen, die zu sterben verstehen, ja, die es auch zustande bringen, einen anderen zu töten“ (Freud 2003a: 51). Wenn wir aber „hinter allen Wechselfällen des Lebens noch ein unantastbares Leben übrigbehielten“, dann können wir uns auch mit dem Lebensende auseinandersetzen. Letztendlich können wir uns nur auf diese Weise „mit dem Tode versöhnen“ (2003a: 51).

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Authors and Affiliations

  1. 1.MünchenDeutschland

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