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Eine nicht (nur) rationale Gesellschaft

  • Judith SiegmundEmail author
Chapter
Part of the Ästhetiken X.0 – Zeitgenössische Konturen ästhetischen Denkens book series (ÄZKäD)

Zusammenfassung

Anknüpfend an das vorherige Kapitel zur Philosophiegeschichte des Zweckbegriffs lässt sich formulieren, dass dieser Begriff sich von dem aristotelischen Verständnis des Begriffs als einem allgemeinen intrinsischen Prinzip bis in die Moderne des 20. Jahrhunderts zu einer Denkfigur der Ermächtigung des einzelnen Subjekts entwickelt hat. Für die Unbedingtheit dieser technizistischen rationalen Ermächtigungsfigur steht Max Webers Idealtypus des Zweckrationalen, der, wie schon gesagt, als Idealtypus nicht für die reale Bestimmung des Gesellschaftlichen stehen kann, aber doch für ein perspektivisches Ideal ihrer Betrachtung. Gerade Hannah Arendt und John Dewey zeigen im Rahmen dieser linearen Entwicklung des Begriffs aber auch, dass dem Begriff ‚Zweck‘ mindestens zwei Komponenten innewohnen.

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© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HMDK StuttgartStuttgartDeutschland

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