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Martin Heidegger: Ende und Anfang. Die Bedeutung von Nietzsches Philosophie für das Denken Heideggers

  • Johannes OberthürEmail author
Chapter

Zusammenfassung

Man kann der Frage, welche Bedeutung Nietzsches Philosophie im Denken Heideggers erlangt, auf zwei Ebenen nachgehen: Erstens lässt sich untersuchen, wie Heidegger Nietzsches Werk interpretiert. Demgemäß ist zu ermitteln, was Heidegger als den entscheidenden philosophischen Gehalt deklariert, an dem sich die beschreibbare Wirkung Nietzsches offiziell festmachen lässt. In diesem Sinn ist von der expliziten Wirkungsgeschichte zu sprechen. Zweitens kann man nach der Spur suchen, die Nietzsches Philosophie in Heideggers Denken gleichsam insgeheim hinterlassen hat, ohne dass das von Heidegger kenntlich gemacht, ja, ohne, dass es für ihn selber wirklich durchsichtig geworden wäre. Man berührt hier das, was Heidegger selber als das „Ungedachte“ (WhD, 42), auch als das „Ungesagte“ (Ni 1, 158) jeglichen Denkens ausgewiesen und stets besonders gewürdigt hat. Das trifft sich übrigens mit der Aussage Nietzsches, wonach der Denker, indem er nach Erkenntnis trachtet, sich selber notgedrungen ein fremdes Wesen bleibt. Kurzum, wir stoßen hier auf das, was als implizite Wirkungsgeschichte zu bezeichnen ist.

Literatur

  1. Nietzsche, Friedrich: Sämtliche Werke Kritische Studienausgabe in 15 Bänden. Hg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. München/Berlin/New York 1988 ff.Google Scholar
  2. Oberthür, Johannes: Lachendes Rätsel. Nietzsche und das Paradox der ewigen Wiederkehr, in: Günter Gödde/Nikolaos Loukidelis/Jörg, Zirfas (Hg.): Nietzsche und die Lebenskunst, Stuttgart 2016, 188–198.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.WesterstedeDeutschland

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