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Einführung zu den Beiträgen

  • Günter Gödde
  • Jörg Zirfas

Zusammenfassung

In den Human-, Sozial- und Kulturwissenschaften und in der Philosophie hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend eine Lösung aus den engen Grenzen eines methodischen und konzeptuellen Individualismus vollzogen. So wird dafür plädiert, das subjektivistische Leitbild der Aufklärung und das individualistische Leitbild der Romantik zu relativieren, wenn die Fähigkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, aufgrund ungünstiger Entwicklungsbedingungen in Kindheit und Jugend oder prekärer Lebensbedingungen im Erwachsenenalter eingeschränkt ist. Der Mensch ist, und darauf hat die Antike schon eindringlich hingewiesen, ein zoon politikon, ein soziales Wesen; und Bezugstheoretiker wie Martin Buber, Emmanuel Lévinas, Axel Honneth oder auch Michael Tomasello haben dieser anthropologischen Grundposition in ihren Werken unterschiedliche Geltung verschafft. Auch Tzvetan Todorov erinnert in seinem Buch über die Abenteuer des Zusammenlebens, das im Untertitel als Versuch einer Allgemeinen Anthropologie angekündigt wird, an diesen elementaren Sachverhalt: Menschen sind von Anfang an soziale Wesen, die auf die Fürsorge und Anerkennung Anderer fundamental angewiesen sind (Todorov 1996).

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  • Günter Gödde
  • Jörg Zirfas

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