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Sozialer Wandel und kulturelle Identitäten im Museum

  • Dieter Kramer

Zusammenfassung

Neigt die Kulturdiskussion mit und nach der Postmoderne dazu, menschliche Welt als Konstruktion zu begreifen, so legitimiert dies zunächst die Arbeit der kulturellen Institutionen: Sie konstruieren auf ihre Art Wirklichkeit mit Bildern von ihr. Nur unterscheidet sich ihre Situation grundlegend von dem, was die Individuen tun. Diese richten sich in ihren Konstruktionen materiell ein und wissen, daß sie Fehlinterpretationen teuer bezahlen müssen. Das Risiko tragen sie selbst, und sie zahlen mit der Substanz ihres Lebens. Beim Theaterintendanten dagegen zahlt der Steuerzahler, und oft genug schadet ein Publikumsmißerfolg nicht einmal der Karriere. Auch der Museologe muß nicht wirklich in seiner konstruierten Welt leben — er stellt sich mit seinen Vorschlägen und Konstruktionen nur der Kritik der Öffentlichkeit von Medien, Fachkollegen und Besuchern.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Anläßlich eines Workshop über Stadt-und Sozialgeschichte im Museum in Istanbul (28.-30. Juni 1995).Google Scholar
  2. 2.
    Ich verzichte hier auf die eigentlich notwendige Differenzierung der Begriffe.Google Scholar

Literatur

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Copyright information

© Verlag Leske + Budrich, Leverkusen 1996

Authors and Affiliations

  • Dieter Kramer

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