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Grundlagen der Untersuchung

  • Hans Zopp
Chapter
Part of the Schriften zur Handelsforschung book series (3428, volume 31)

Zusammenfassung

Der Einzelhandel hat die Aufgabe, die Güter, die letztlich der menschlichen Bedürfnisbefriedigung dienen, dem Konsum näherzubringen. Seine Leistung ist die des Warenumsatzes. Für ihn gilt — wie für jeden Wirtschaftenden — das ökonomische Prinzip. Dies bedeutet, daß das gesetzte Ziel — die optimale Versorgung der Konsumenten — mit geringstem Mitteleinsatz zu erreichen ist. Entscheidend hierfür ist nach Seyffert „das Verhältnis zum Dienstleistungs- und Wirtschaftlichkeitsprinzip, die für jeden Betrieb gelten“1. Das Wirtschaftlichkeitsprinzip, bedeutet die Forderung nach objektiver Ökonomie. Wirtschaftlich ist der Betrieb, der durch die sorglichste Nutzung aller seiner Möglichkeiten die höchste ihm mögliche Leistung im Dienste einer vernunftsmäßigen Bedarfsdeckung erzielt2. Das Dienstleistungsprinzip, das gleichbedeutend neben dem erstgenannten Prinzip steht, besagt, „daß alles, was die Betriebe leisten, unter der Zweckausrichtung zu werten ist, die durch die Betriebsaufgabe gegeben ist“3, d. h. Dienen durch Leistungen. Der Handel insgesamt kann sich aber nur dann in den Distributionsprozeß wirtschaftlich einschalten, wenn die Handeltreibenden — in erster Linie somit die Handlungen — ihre Aufgabe nach dem ökonomischen Prinzip erfüllen. Würde jeder Handeltreibende das ökonomische Prinzip befolgen, wäre es für den gesamten Bereich der Distribution erfüllt. Von der Wirtschaftlichkeit ist aber jeder Betrieb mehr oder weniger weit entfernt. Es soll jedoch im Bestreben aller Wirtschaftenden liegen, sich dieser möglichst zu nähern. Eine Verkürzung der Strecke zur Wirtschaftlichkeit ist aber nur dann möglich, wenn man einmal die Ursachen der Unwirtschaftlichkeit erkennt und zum anderen sucht, die letztlich die betriebliche Leistung schmälernden Einflüsse zu beseitigen. Dies setzt jedoch voraus, daß die Komponenten der Leistung bekannt sind. Der Zweck der vorliegenden Untersuchung liegt in einer Analyse eben der Komponenten der Leistung des Einzelhandels bzw. der Einzelhandlungen. Es dürfte dabei im Rahmen der hier gestellten Aufgabe nicht genügen, auf den sekundären Merkmalen der Leistungsbereitschaft und der Leistungserfüllung aufzubauen, wie sie beispielsweise in den Handlungskosten gegeben sind 4, sondern es scheint erforderlich, auf die primären Grundelemente der betrieblichen Leistung zurückzugehen. Diese sind jedoch so mannigfaltig und in so vielfältiger Weise kombiniert, daß es Vermessenheit wäre, wollte die Untersuchung sich das Ziel setzen, den optimalen Betrieb, den Betrieb, in dem alle leistungsbestimmenden Größen in einem optimalen Verhältnis stehen, zu finden. Es werden lediglich die Haupteinflußelemente dargestellt werden können und in ihrer Auswirkung zu erörtern sein.

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1965

Authors and Affiliations

  • Hans Zopp

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