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Die natürlichen Bedingungen des Staates Bombay sowie die agrarwirtschaftlichen und gesetzlichen Voraussetzungen der Landbewirtschaftungs-Genossenschaften

  • Forschungsinstitut für Internationale Technische Zusammenarbeit an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (FIZ)
  • Johannes Gwildis
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW)

Zusammenfassung

Der Staat Bombay10 liegt im Westen des indischen Subkontinents. Er hat an drei großen Naturräumen teil, nämlich an den West-Ghats und dem westlichen Küstensaum, an dem zentralen Deccan-Hochland und an den Tiefländern von Kutch, Gujarat und der Halbinsel Saurashtra (Kathiawar) (Abb. 1). Die Hauptkette der West-Ghats, des bedeutendsten und höchsten Gebirges Westindiens, bildet gewissermaßen das »Rückgrat« des ganzen Gebietes. Die West-Ghats erstrecken sich in einer Länge von 1500 km in nord-südlicher Richtung parallel zur Küste vom Tapti-Becken bis zum Nilgiri-Gebirge in Südindien. Ihre Gipfel erheben sich im Staate Bombay bis 1645 m ü. N. N. (Kalsubai). Dem Steilabfall zur Küste hin ist ein schmaler Küstensaum (Konkan) wechselnder Breite (40 bis 80 km) vorgelagert, der durch kurze Flüsse und Höhenrücken unterbrochen wird. Wie die West-Ghats besteht auch der Untergrund des Konkan aus Deccan-Trapp, das von jüngeren Sedimenten überlagert ist, die im südlichen Teil oft von lateritartiger Beschaffenheit sind. Von den West-Ghats zweigen in östlicher und südöstlicher Richtung zahlreiche Hügelketten ab, die, von tiefen Tälern durchfurcht, abgestufte Plateaus bilden und dadurch der Landschaft ein eigentümliches, treppenartiges Aussehen verleihen. Diese Höhenrücken leiten von dem bergigen Westteil allmählich zu dem welligen Hochland von Deccan über, das den größten Teil des Staates Bombay einnimmt.

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Literatur

  1. 10.
    In den Grenzen von 1956.Google Scholar
  2. 11.
    Govt, of Bombay, Bombay Gazetteer, Bombay 1885, S. 3.Google Scholar
  3. 12.
    K. N. Rao, Hydrometeorological Studies in India, Symposia Darcy, Dijon 1956, S. 253 ff.Google Scholar
  4. 13.
    Govt, of Bombay, Statistical Atlas of Bombay State, Bombay 1950, nach Abb. 12.Google Scholar
  5. 14.
    Nach H. Walter, (in Ber. Deutsch. Bot. Ges., 68, S. 331–344, 1955); auf Grund von unveröffentlichtem Material des Meteorological Centre Bombay-Colaba berechnet und zusammengestellt.Google Scholar
  6. 15.
    Govt, of Bombay, Statistical Atlas of Bombay State Bombay 1950, S. 7.Google Scholar
  7. 16.
    Quelle : Govt, of Bombay, Department of Agriculture, Season and Crop Report of the Bombay State for the Year 1955/56, Bombay 1958.Google Scholar
  8. 17.
    Jedes Dorf hat einen oder mehrere Brunnen, die der Trinkwasserversorgung dienen — die meisten Brunnen sind aber zur künstlichen Bewässerung gegraben worden. Der Brunnenbau im Deccan ist mit besonderen Schwierigkeiten und Risiken verbunden, denn nicht immer wird eine wasserführende Schicht getroffen. Außerdem ist das Gestein manchmal so hart, daß die Bauarbeiten eingestellt werden müssen. Mann berichtet aus dem Deccan, daß selbst in Dörfern mit günstigen Verhältnissen über 40 v. H. der Bohrungen erfolglos verlaufen. (H. H. Mann, Land and Labour in a Deccan Village, No. 2, London 1921, S. 27.)Google Scholar
  9. 18.
    Das Schlachten von Rindern ist in den Staaten Madhya Pradesh, Mysore, Punjab, Uttar Pradesh, Jammu und Kashmir, Himachal Pradesh und in den Territorien Manipur, Tripura und Delhi sogar gesetzlich verboten.Google Scholar
  10. 19.
    Quelle: Govt, of India, The Economic and Statistical Adviser, Ministry of Agriculture, All-India Lifestock Census 1956, Delhi 1958.Google Scholar
  11. 20.
    Entspricht etwa der Gruppe der Pächter.Google Scholar
  12. 21.
    Quelle: Govt, of India, Census of India 1951, Vol. IIa.Google Scholar
  13. 22.
    Quelle: Govt, of Bombay, Census of Agricultural Holdings in the State of Bombay as in 1952/53, Bombay 1957.Google Scholar
  14. 23.
    Quelle: Govt, of Bombay, Census of Agricultural Holdings in the State of Bombay as in 1952/53, Bombay 1957.Google Scholar
  15. 24.
    Versuche wurden seit 1847 durch Peile, Beyts, Pedder, Nairne u. a. unternommen, die in den Gesetzen über die Bhagdari- und Narwadari-Pacht 1862, die Maleki-Pacht 1865, die Talukdari-Pacht 1866, die Khoti-Pacht 1873–1880 und über die Mehwasi-Pacht 1873–1886 verankert wurden.Google Scholar
  16. 25.
    Quelle: Govt, of Bombay, Bulletin of Economics and Statistics, Bd. IV, No. 1, S. 67.Google Scholar
  17. 26.
    1. Bombay Bhagdari und Nanvadari Tenures Abolition Act 1949, für die gesamte Provinz Bombay in Kraft gesetzt am 5. 8. 1949. 2. Panch Mahals Mehwasi Tenure Abolition Act 1949, in Kraft gesetzt am 15. 3. 1950. 3. Bombay Maleki Tenure Abolition Act 1949, am 1. 3. 1960 im Distrikt Kaira in Kraft gesetzt. 4. Bombay Talukdari Tenures Abolition Act 1949, für die Distrikte Ahmed abad, Kaira, Broach und Panch Mahal. 5. Bombay Khoti Abolition Act 1949, in den Distrikten Ratnagiri und Colaba in Kraft gesetzt am 15. 5. 1950.Google Scholar
  18. 27.
    Frühere Land- und Pachtgesetze treten in ihrer Bedeutung für die heutige Situation zurück, weil sie sich mehr mit der Konsolidierung der Interessen der Grundsteuerbehörde und weniger mit der Regelung der Pachtverhältnisse und der Beziehungen zwischen Verpächter und Pächter befassen. Diese früheren Verordnungen sind die Bombay Regulation of 1793 und der Bombay Land Revenue Code of 1879.Google Scholar
  19. 28.
    Zitiert bei H. B. Shivamaggi, Agrarian Reforms in Bombay State, Diss. Bombay 1955, unveröffentlicht, S. 218.Google Scholar
  20. 29.
    Dieses Gesetz wurde am 28. 12. 1948 für den gesamten Staat Bombay in Kraft gesetzt, 1950, 1951 und 1953 verbessert und 1955 in wesentlichen Punkten abgeändert.Google Scholar
  21. 30.
    Die Gesetzesänderung von 1953 verschiebt eine so begründete Kündigung um ein Jahr, wenn das fragliche Jahr eine Mißernte gebracht hat.Google Scholar
  22. 31.
    V. M. Dandekar and G. J. Khudanpur, Working of Bombay Tenancy Act 1948, Poona 1957, S. 4.Google Scholar
  23. 32.
    H. B. Shivamaggi, a. a. O., S. 286.Google Scholar
  24. 33.
    Dandekar und Khudanpur geben den Anteil des von Pächtern gekauften Landes an der gesamten in Maharashtra und Karnatak von 1948/49 bis 1952/53 verkauften Fläche mit 3,2 v. H. an; a. a. O., S. 107ff. M. B. Desai erwähnt, daß in der Zeitperiode von 1952 bis 1955 12 760 Pächter im Staate Bombay von Grundeigentümern Land gekauft haben. Das sind 7,1 v. H. der Pächter im Jahr 1951. (Desai, Report on an Enquiry into the Working of the Bombay Tenancy and Agricultural Lands Act 1948 in Gujarat, Bombay 1958, S. 60.)Google Scholar
  25. 34.
    Dandekar und Khudanpur, a. a. O., S. 107ff.Google Scholar
  26. 35.
    Quelle: Govt, of Bombay, Legislative Assembly Question No. 1102 und 1953.Google Scholar
  27. 36.
    M. B. Desai, Report on an Enquiry, S. 69.Google Scholar
  28. 37.
    Quelle: Govt, of Bombay, Bombay Legislative Assembly Debates, Vol. 18, S. 1542/ 43, vom 14.3.1951.Google Scholar
  29. 38.
    Dandekar und Khudanpur, a. a. O., S. 88 u. 90.Google Scholar
  30. 39.
    M. B. Desai, ebenda, S. 69.Google Scholar
  31. 40.
    Dandekar und Khudanpur (a. a. O., S. 69) kommen zu dem Schluß: »... that the Tenancy Act had left the market in land, at any rate upto 1952/53, very much unaffected both in respect of the volume of business and in respect of its character as a free market.«Google Scholar
  32. 41.
    In Gebieten mit besonderen Naturalpachtsystemen hat die Staatsregierung Bombay in den Jahren 1950–1953 die Naturalpacht zugunsten einer Pachtzahlung in bar verboten. Darunter fallen verschiedene Taluka (entspricht etwa einem Landkreis) im Distrikt Baroda und die Distrikte Sabarkantha, Ahmedabad und Surat. Für Maharashtra und Karnatak wird der Flächenanteil unter Naturalpacht mit 63,5 v. H. und der unter Geldpacht mit 29,3 v. H. (- Rest: andere Pachtarten — gesamte Pachtfläche = 100) angegeben (Dandekar und Khudanpur, a. a. O., S. 112). In Gujarat sind von 100 Pachten 53 Naturalpachten und 45 Geldpachten; Rest andere Pachtarten (M. B. Desai, a. a. O., S. 76).Google Scholar
  33. 42.
    »It will be seen that there are more cases where the rents were enhanced than they were reduced ; in the case of share tenancies there are twice as many cases of enhancement of rent as of reduction and in the case of cash tenancies, they are as many as three times.« (Dandekar und Khudanpur, a. a. O., S. 121.)Google Scholar
  34. 43.
    Ebenda, S. 113.Google Scholar
  35. 44.
    Dandekar und Khudanpur weisen darauf hin, daß in der Mehrzahl der in Maharashtra und Karnatak untersuchten Fälle die jährlichen Pachtabgaben ungefähr die Höhe einer Rate decken, so daß häufig mit dem Wert von zehn Jahrespachtabgaben die gesetzlich festgesetzte Kaufsumme erbracht werden kann (a. a. O. S. 117).Google Scholar
  36. 45.
    Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Vol. II, Bombay 1954, S. 96.Google Scholar
  37. 46.
    Die Bildung dieser genossenschaftlichen Aufbereitungsbetriebe ging aus einem Boykott der privaten Fabrikanten hervor, die einen höheren Satz (ginning charge) für genossenschaftlich vermarktete Rohbaumwolle durchsetzen wollten.Google Scholar
  38. 47.
    Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Vol. II, S. 100.Google Scholar
  39. 48.
    Govt, of India, Planning Commission, Report on Rural Marketing and Finance, Delhi 1947.Google Scholar
  40. 49.
    Govt, of India, Indian Agriculture in Brief, Delhi 1958, S. 76.Google Scholar
  41. 50.
    Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Vol. I—III, Bombay 1954.Google Scholar
  42. 51.
    Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Bombay 1954, S. 101.Google Scholar
  43. 52.
    Govt, of India, Report of the Foodgrains Enquiry Committee 1957, Delhi 1957, S. 119.Google Scholar
  44. 53.
    Die am häufigsten vorkommenden Unsitten sind: Veränderung der Gewichte und Waagen zuungunsten des Erzeugers ; das Entnehmen größerer Mengen der Verkaufsgüter als »Proben«, bevor gewogen wird; ein willkürlicher Abzug vom Endpreis für »wohltätige« oder »religiöse« Zwecke; das sogenannte »hata«-System, wonach der Preis zwischen dem Agenten des Verkäufers und dem Käufer unter einem Tuch ausgehandelt wird, wobei der Verkäufer über die Vorgänge im unklaren bleibt; das Fehlen von Möglichkeiten, im Streitfall die Rechte des Erzeugers zu verteidigen; die Tendenz des vom Erzeuger beauftragten Agenten (Maklers), den Käufer zu begünstigen, weil sich Agent und Käufer öfters treffen und sich daher besser kennen.Google Scholar
  45. 54.
    Govt, of Bombay, Report of the Enquiry into Regulated Markets in the Bombay State, Bombay 1952.Google Scholar
  46. 55.
    Marktbevollmächtigte, von der Marktbehörde als Aufsichtspersonen eingesetzt.Google Scholar
  47. 56.
    Reserve Bank ot India, All-India Rural Credit Survey, Vol. II, Bombay 1954, S. 427.Google Scholar
  48. 57.
    M. B. Desai, Indian Journal of Agricultural Economics, Vol. XIX, No. 2, S. 30.Google Scholar
  49. 58.
    Auf eine detaillierte Darstellung der Situation, besonders auf dem Getreidesektor, in: Govt, of India, Report of the Foodgrains Enquiry Committee 1957, Delhi 1957, wird verwiesen.Google Scholar
  50. 59.
    Govt, of India, Report of the Foodgrains Enquiry Committee, Delhi 1957, S. 86.Google Scholar
  51. 60.
    Bei dieser Verteilung bewirtschafteter Konsumgüter spielten auch die Kreditgenossenschaften eine wichtige Rolle. Nach Naik waren 1948/49 von 10 138 Genossenschaften 4392 daran beteiligt. (K. N. Naik, The Cooperative Movement in the Bombay State, Bombay 1953, S. 31.)Google Scholar
  52. 61.
    Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Vol. II, Bombay 1954, S. 230.Google Scholar
  53. 62.
    Vgl. auch Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Bombay 1954, S. 219.Google Scholar
  54. 63.
    Vgl. auch Reserve Bank of India, All-India Rural Credit Survey, Bombay 1954, S. 106.Google Scholar
  55. 64.
    Reserve Bank of India, The Integrated Scheme of Rural Credit, Bombay 1958.Google Scholar
  56. 65.
    Vgl. Sir M. Darling, Report on Certain Aspects of Cooperative Movement in India, Planning Commission, Delhi 1957.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1962

Authors and Affiliations

  • Forschungsinstitut für Internationale Technische Zusammenarbeit an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (FIZ)
    • 1
  • Johannes Gwildis
    • 1
  1. 1.Institut für Agrarpolitik und Sozialökonomik des LandbausLandwirtschaftlichen Hochschule Stuttgart-HobenbeimDeutschland

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