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Anlage und Probleme der Empirischen Untersuchung

  • Martin Leonhard
Chapter
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO)

Zusammenfassung

Die Auswahl derjenigen Verbände, die in besonderer Weise interessieren und zunächst auf ihre institutionelle Struktur zu befragen sind, konnte sich kaum auf Erkenntnisse zur Beschaffenheit des hier zur Debatte stehenden Teils der Verbändelandschaft stützen. Umweltverbandliche Interessenorgani sation lag bislang weitgehend außerhalb der einschlägigen Forschungsaufmerksamkeit. Insbesondere war das Gesamtfeld zu Beginn der Untersuchung nicht zu überblicken.1* Neben dem, was an Erkenntnis über einzelne Verbände vorliegt, mußte sie die Selektion zunächst nach der sichtbar werdenden überlokalen, zentralen Präsenz von Umweltverbänden richten, mithin auch an der öffentlichen Beteiligung orientieren. Insbesonde re war zu berücksichtigen, welche Verbände bei den zuständigen Ministerien in Bonn und dem Umweltbundesamt in Berlin interessenvertretend aufgefallen sind, wer zum Kreise der anerkannten Naturschutzverbände zählt oder auch staatliche Förderung erhält. Dabei war die Überlegung bestimmend, möglichst diejenigen Verbände miteinzubeziehen, die eine große Zahl von Mitgliedern zusammenschließen, bzw ‘wirksam’ organisiert sind.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Die Angaben zur Industriedichte und zur Wohnbevölkerung entstammen dem Statistischen Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland von 1980.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu die neueren inhaltsanalytisch angelegten Studien zur Presseberichterstattung; G. Rager, 1982, bietet dazu einen Überblick über bislang vorgelegte Arbeiten zur Einschätzung der Lokalpresse.Google Scholar
  3. 3.
    Einen detaillierten Überblick über die theoretischen Grundlagen und die methodischen Probleme der Inhaltsanalyse und der sich daran anlehnenden Forschungstechniken sowie die Aufarbeitung der dazu geführten wissenschaftlichen Diskussion der letzten Jahrzehnte bietet K. Merten, 1983.Google Scholar
  4. 4.
    Neben der Erörterung solcher und ähnlicher Probleme betont K. Herten, 1983, auch die erhebliche Spannweite inhaltsanalytischer Verfahren und weist auf die letztlich noch ungeklärten Probleme hin — trotz der seit geraumer Zeit intensiv geführten Diskussion. Grundlegend sind in diesem Zusammenhang die Arbeiten von B. Berelson, 1941 – 1959, die von H. Lasswell, 1925 – 1952 sowie die von P. F. Lazarsfeld 1941 – 1972. Gemessen an den methodischen Problemen weitreichender Inhaltsanalysen sind die Schwierigkeiten, die sich mit der gewählten Analysetechnik in der vorliegenden Arbeit verbinden, eher begrenzt. Der Verzicht auf eine intensive Erörterung der theoretischen Implikationen erscheint demnach vertretbar.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. die hauptsächlich von G. Almond, 1966, erarbeitete Klassifizierung von Interessengruppen, ‘interests groups’.Google Scholar
  6. 6.
    Auskunft über den Stand der Forschung zu den Bürgerinitiativen geben etwa D. Rucht, 1982, oder U. Thaysen, 1982. Eine Aufarbeitung der definitorischen Probleme findet sich bei B. Guggenberger, 1980. Als Beispiel für empirische Studien mag die von W. Andritzky und U. Wahl-Terlinden, 1978, stehen. W. Rüdig, 1980, faßt die Ergebnisse der empirischen BI-Forschung der 70er Jahre zusammen. Eine Einschätzung der Besonderheiten der politischen Beteiligungsformen Bürgerinitiative und Verband gibt Th. Ellwein, 1984 (1978).Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu die grundlegenden Ausführungen von R. Zoll, 1974, zur Analyse von regionaler Presse. Die Ergebnisse der Presseanalyse in Wertheim werden — aktualisiert und ergänzt — bei Th. Ellwein, R. Zoll, 1982, nochmals vorgestellt.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1986

Authors and Affiliations

  • Martin Leonhard

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