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Grundlegung

  • Martin Leonhard
Chapter
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO)

Zusammenfassung

Der Katalog von einzelnen Themen der öffentlich geführten um-weltpolitischen Auseinandersetzung ist reichhaltig: im Jahre 1984 beherrschte vor allem das drastisch zunehmende Waldsterben, im Vorlauf die sauere Deposition und im Nachgang die Abgasentgiftung der Individualverkehrsmittel die Diskussion. Doch die Themenfolge ist rasch und von den jeweils aktuellen Schäden, Erkenntnissen und auch von publizistischer Hinwendung1* abhängig. Während die heftigen Auseinandersetzungen um die Kernenergie in den 70er Jahren oder der an die Struktur der inneren Ordnung rührende Streit um den Ausbau der Startbahn West des Frankfurter Flughafens von 1981 schon fast vergessen scheinen, sind im Herbst 1984 die Diskussionen um Dioxin, um die Malaise der Müllbeseitigung und um das Formaldehyd in Baustoffen noch in besserer Erinnerung. Insgesamt gesehen zeichnet sich aber eine erstaunliche Stabilität ab, mit der das Thema Umwelt auch dann seinen Stellenwert behält, wenn etwa die Arbeitslosigkeit oder die Auseinandersetzungen um die atomare Rüstung die öffentliche Diskussion dominieren.

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Anmerkungen

Kapitel 1.1

  1. 1.
    Vgl. dazu etwa die Berichterstattung in der ‘Zeit1 oder im ‘Spiegel’; letztgenannter berichtete ausführlich über Umweltthemen in seinen Ausgaben 2, 24, 35, 37, 38, 41, 50 und 51 des Jahres 1984. In Zusammenhang mit der aktuellen Spiegel-Berichterstattung sind auch die Bände von J. Bölsche (Hrsg.), 1982, 1983 und 1984 zu den Themen Naturschutz, Landschaftszersiedelung und Bodenzerstörung zu sehen.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. zum Begriff des Politikfeldes und zur Bedeutung seiner unterschiedlichen Determinierung: W. Jann, 1981, auch W. Bruder, 1983, grundlegend dazu auch Th. J. Lowi, 1972.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. zu den unterschiedlichen politisch-theoretischen Positionen etwa den Band von M. Jänicke, 1978, der die linke Kritik an dem vorherrschenden umweltpolitischen Verständnis und an der umweltschützerischen Praxis zusammenfaßt. Einen Eindruck von ‘grünen’ Umweltpolitikkonzepten vermittelt etwa der Band von W. D. und C. Hasenclever, 1982. Über die friedenspolitische Erweiterung der Ökologiebewegung und die Grundlagen des ‘Ökopax’-Gedankens diskutieren eine Reihe von Autoren in: P. K. Kelly, J. Leinen (Hrsg.), 1982.Google Scholar
  4. 4.
    Einen zwar recht plakativ geratenen, aber weiterführenden Überblick bietet die Zusammenstellung von “Grundpositionen in der Umweltkontroverse” von G. Hartkopf und E. Bohne, 1983a, S. 58 ff.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. dazu den Band von K. G. Wey, 1982, mit dem eine umweltpolitisch-historische Perspektive eröffnet wird.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu G. Hartkopf, E. Bohne, 1983a, S. 4 ff., S. 22 ff. dies., 1983b, B 42, S. 3; außerdem K. Buchwald, W. Engelhardt (Hrsg.), 1978, S. 74 ff. und G. Olschowy (Hrsg.), 1978, S. 25 ff.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu auch G. Hartkopf, E. Bohne, 1983a, S. 118 ff.Google Scholar
  8. 8.
    W. Schöpfer, J. Hradetzky im ‘Forstwirtschaftlichen Cen-tralblatt’, September 1984, zitiert nach: ‘Die Zeit’, Dossier, Nr. 43, 19. Oktober 1984, S. 17.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. dazu J. W. Forrester, 1971a, 1971b und 1972.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. dazu D. L. Meadows et. al., 1972, Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit.Google Scholar
  11. 11.
    D. Senghaas, in: H. E. Richter, 1976, S. 35 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. dazu M. Mesarovic und E. Pestel 1974, 2. Bericht an den Club of Rome zur Weltlage.Google Scholar
  13. 13.
    Eine breit gefächerte Prognose der globalen Umweltentwicklung wird in Global 2000, 1981 (1980), vorgestellt.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. dazu E. Koch, F. Vahrenholt, 1983.Google Scholar
  15. 15.
    Umweltbundesamt (Hrsg.), Daten zur Umwelt, Berlin 1984b.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. dazu Global 2000, 1981 (1980), insbesondere die Ausführungen auf den Seiten 42 und 145 ff.Google Scholar
  17. 17.
    Zur Bedeutung des aus der physikalischen Wärmelehre stammenden Begriffs und der damit beschriebenen naturgesetzlichen Abläufe für die Ökologie äußern sich E. P. Odum, J. Reichholf, 1980, S. 62 ff.Google Scholar
  18. 18.
    Weitere Hinweise zur Einschätzung der umweltpolitischen Bedeutung von Entropie finden sich z.B. bei G. Hartkopf, E. Bohne, 1983a, S. 9, ebenso bei K. Buchwald, W. Engel-hardt (Hrsg.), 1978, S. 86 ff.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. dazu K. Buchwald, W. Engelhardt, 1978, S. 13.Google Scholar
  20. 20.
    Weitere Hinweise zum Artenschwund finden sich bei K. Buchwald, W. Engelhardt, 1978, S. 7; die besonderen Probleme der künftigen Entwicklung der Flora werden anschaulich beschrieben in: Global 2000, 1981 (1980), S. 689 ff.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. dazu J. Bölsche, 1982, S. 24.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. dazu Umweltbundesamt (Hrsg.), 1984b, S. 62 ff.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. dazu Umweltbundesamt (Hrsg.), 1984b, S. 72.Google Scholar
  24. 24.
    Eine Beschreibung solcher Entwicklungen findet sich bei S. Strieder, ‘Die grüne Hölle wird zur roten Wüste’, in: Bölsche, 1984, S. 133 ff.; vgl. zu den dramatischen Folgen auch Global 2000, S. 693.Google Scholar
  25. 25.
    Die ‘Waldschadenserhebung — 1984’ des Bundesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten klassifiziert die Schadensbilder in 4 Stufen, wobei insgesamt eine Intensivierung und massive Ausweitung der Schäden gegenüber dem Vorjahr festgestellt wird. Der Anteil der mit ‘abgestorben’ (Schadstufe 4) beurteilten Bäume bleibt dabei deswegen relativ gering, weil sich die Forstwirtschaft um einen ‘rechtzeitigen’ Einschlag der kranken Bäume bemüht.Google Scholar
  26. 26.
    Über die Entwicklung der Waldschäden in den USA berichtet ‘Die Zeit’, Dossier, Nr. 43, 19.10.1984, S. 19.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. J. Bölsche, 1984, S. 13 ff.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Ch. Peck, in: J. Bölsche, 1984, S. 43 ff.Google Scholar
  29. 29.
    J. Bölsche, 1982, S. 13.Google Scholar
  30. 30.
    A. Bauer, H. Paucke, 1976, S. 783 ff., zitiert nach V. Ronge, Staats- und Politikkonzepte in der sozio-ökologi-schen Diskussion, in: M. Jänicke, 1978. S. 232.Google Scholar
  31. 31.
    V. Ronge, Die Umwelt im kapitalistischen System, in: M. Glagow, 1972, S. 122.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. dazu W. Jäger, Politikwissenschaft und Umweltschutz, in: W. Jäger, H. 0. Mühleisen (Hrsg.), 1976, S. 22.Google Scholar
  33. 33.
    G. Hartkopf, E. Bohne, 1983b, S. 8 und dies., 1983a; vgl. dazu außerdem das Umweltprogramm der Bundesregierung, 1971, insbesondere die zusammenfassenden Thesen, S.6.Google Scholar
  34. 34.
    Über die Entwicklung der administrativen Bearbeitung von Umweltschutz berichten umfassend G. Hartkopf, E. Bohne, 1983a. Ein kompakter Überblick über die eher formalen Gegebenheiten bundesdeutscher Umweltpolitik im Vergleich zu den Besonderheiten anderer europäischer Staaten findet sich bei H. H. Bungarten, 1978.Google Scholar
  35. 35.
    Über die Vorläufer administrativ-umweltschützerischer Bemühungen berichtet K. G. Wey, 1982; vgl. insbesondere die Ausführungen zum Immissionsschutz, S. 105 ff.Google Scholar
  36. 36.
    In der Anwendungspraxis der gewerbepolizeilichen Vorschriften nahm man jedoch offenbar sorgsam darauf Bedacht, die Wirtschaft möglichst wenig zu behindern; vgl. dazu K. G. Wey, 1982, S. 109.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. zur Umweltprogrammatik deutscher Parteien E. R. Wiehn et al., 1978. Der Deutsche Gewerkschaftsbund beschäftigte sich Anfang der 70er Jahre in Zusammenhang mit der Diskussion um Lebensqualität auch mit Umweltschutz und verabschiedete 1974 schließlich ein Umweltprogramm. Der BDI bezog erst 1979 grundsätzlich zum Thema Umweltschutz öffentlich Stellung: BDI (Hrsg.), Umweltschutz und industrielle Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland; vgl. dazu ebenso: BDI (Hrsg.), Energiepolitik für die 80er Jahre, Zur Dritten Fortschreibung des Energieprogramms der Bundesregierung, 1981.Google Scholar
  38. 38.
    Einen Überblick über die Umweltgesetzgebung bieten etwa J. Salzwedel, W. Preusker, 1983; die wichtigen umweltrechtlichen Vorschriften finden sich in der Sammlung von M. Kloepfer, 1983. Vgl. zum Vollzugsdefizit vor allem die Ergebnisse der Untersuchung von R. Mayntz et al., 1978.Google Scholar
  39. 39.
    Eine Rangfolge politischer Themen und Aufgaben in der Bundesrepublik ergibt sich z.B. aus der im ‘Spiegel’ Nr. 43 und 44 vorgestellten repräsentativen Umfrage (Emnid) vom Herbst 1984.Google Scholar

Kapitel 1.2

  1. 1.
    Vgl. dazu die zu “Umweltbewußtsein, — Meinungen und Einstellungen der Bürger zu Umweltfragen” im Umweltgutachten 1978 des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen zusammengetragenen Ergebnisse von Meinungsumfragen der 70er Jahre, S. 444 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Zu den methodischen und theoretischen Schwierigkeiten der empirischen Erfassung von Umweltbewußtsein vgl. vor allem H.-J. Fietkau, N. Watts, M. Hassebruck, M. Vogt. W. Tischler, Umweltbewußtsein im internationalen Vergleich, 1979. Ergebnisse einer ersten Erhebungswelle in der BRD, in Großbritannien und in den USA dokumentiert der Band von H.-J. Fietkau, H. Kessel und W. Tischler, Umwelt im Spiegel der öffentlichen Meinung, 1982. Zur Klärung der Frage nach umweltschützerischem Engagement vermögen Erkenntnisse über ein verbreitertes Umweltbewußtsein nur bedingt etwas beizutragen. Die bei Umfrageforschung erhobene umweltschützerische Gesinnung ist sicher eine notwendige, aber keine hinreichende Voraussetzung für entsprechende politische BeteiligungGoogle Scholar
  3. 3.
    Eine Auseinandersetzung mit dem hier zugrunde gelegten pluralistischen Interessenbegriff findet sich sowohl bei H. Ryffel, Öffentliche Interessen als auch bei E. Fraenkel, Interessengruppen und Politik, beide in: P. Massing, P. Reichel (Hrsg.)» München 1977. Vgl. dazu auch die begrifflichen Überlegungen bei E. Buchholz, 1970, S. 74 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Entsprechende Aussagen und Belege wurden von R. Götze in einem Bericht des Deutschlandfunks vom 13. 07. 1984 zusammengetragen: Dazu zählen vor allem Interviews, insbesondere das mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Braunschweigischen Kohlebergwerke — dem Träger des Kraftwerkes und größten Arbeitgeber im betroffenen Gebiet.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. dazu die Ausführungen von J. Weber, 1977, von K. v. Beyme, 1981 oder auch von H. Schneider, 1979. Die Autoren schenken — bei durchaus unterschiedlichen theoretischen Prämissen — den umweltinteressierten Verbänden keine besondere Aufmerksamkeit; ganz zu schweigen von einer strukturellen Einordnung ihrer Existenz.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu P. C. Mayer-Tasch, 1981, S. 185 und Kl. v. Beyme, 1981, S. 90.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu vor allem die Beiträge in: H. Oberreuter (Hrsg.), 1981; insbesondere ist auf die Ausführungen von Oberreuter selbst hinzuweisen — auf sie ist im nachfolgenden Kapitel noch näher einzugehen.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. dazu etwa den Beitrag von M. Kaase, Partizipatori-sche Revolution — Ende der Parteien? in: J. Raschke, 1982, und die Ausführungen von Th. Ellwein, 1983, S. 120 ff.Google Scholar
  9. 9.
    H. Laski gilt als der Begründer einer radikal-pluralisti-schen Gruppentheorie, die, vor dem Hintergrund der Ignoranz britischer Staatlichkeit, den Staat in ein Reihe mit gesellschaftlichen Interessengruppen stellt. Vgl. dazu vor allem H. Laski, A Grammar of Politics, London 1938 (4.Aufl.) und seine drei Beiträge von 1915 bis 1938 in: F. Nuscheier, W. Steffani, 1976 (1972), S. 62 bis 81.Google Scholar
  10. 10.
    E. Fraenkel, 1976 (1960), S. 40.Google Scholar
  11. 11.
    Der Begriff findet in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung Verwendung und wird von E. Fraenkel aufgenommen.Google Scholar
  12. 12.
    In diesem Zusammenhang sind vor allem C. Schmitt und später auch E. Forsthoff zu nennen.Google Scholar
  13. 13.
    E. Forsthoff, 1971, S. 119.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. dazu vor allem die Ausführungen von W. Weber, 1958.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Th. Eschenburg, 1955.Google Scholar
  16. 16.
    In Zusammenhang mit der im Jahre 1984 nicht nur von den Tarifpartnern, sondern auch in besonderem Maße von den Parteien geführten Auseinandersetzung um eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit brachte die FDP die Überlegungen zu einem Verbändegesetz erneut ins Spiel — vor dem Hintergrund eines kaum verhohlenen Unmuts über die Forderungen der Gewerkschaften. Unbeschadet aller Probleme und Gefahren, welche die gesetzliche Reglementierung der Verbände mit sich bringen würde, erhalten die entsprechenden Bemühungen wohl solange keine politische Relevanz, wie vor allem die CDU die “Einbeziehung der Kirchen in den Anwendungsbereich eines Verbändegesetzes” fürchtet und dies für nicht akzeptabel hält. (R. Herzog, Verbände und Bürgerinitiativen, in: B. Guggenberger, U. Kempf (Hrsg.), 1984 (1978), S. 234.)Google Scholar
  17. 17.
    E. Forsthoff, Die Bundesrepublik Deutschland, Ansätze einer Realanalyse, Merkur, XIV. Jg., Heft 9, Sept. 1960, S. 813, zitiert nach H. Kremendahl, 1977, S. 116.Google Scholar
  18. 18.
    E. Forsthoff, 1971, S. 120.Google Scholar
  19. 19.
    E. Forsthoff, 1971, S. 120.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. dazu H. Oberreuter (Hrsg.), 1981, S. 30.Google Scholar
  21. 21.
    J. Weber, Gefährdung der parlamentarischen Demokratie durch Verbände, in: H. Oberreuter, 1981, S. 193.Google Scholar
  22. 22.
    E. Fraenkel, Strukturanalyse der modernen Demokratie, 1969, Wiederabdruck in: F. Esche, F. Grube (Hrsg.), E. Fraenkel, Reformismus und Pluralismus, 1973., S. 404 ff.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. dazu W. Weber, 1958.Google Scholar
  24. 24.
    Th. Ellwein, 1983 S. 150.Google Scholar
  25. 25.
    H. Kremendahl, 1977, S. 115.Google Scholar
  26. 26.
    H. Kremendahl, 1977, S. 116; vgl. dazu auch J. Habermas, 1971.Google Scholar
  27. 27.
    Die Klassifizierung in ‘linke’ und ‘rechte’ Pluralismuskritik hat Eingang in den wisssenschaftlichen Sprachgebrauch gefunden. Die damit einhergehende Verkürzung der jeweils der einen oder anderen Seite zugerechneten, unterschiedlichen Kritik ist dabei unvermeidlich. Eine Zwischenbilanz der Pluralismusdiskussion bis zu Beginn der 70er Jahre findet sich im Sammelband von F. Nuscheier, W. Steffani, 1976 (1972). Vgl. danach vor allem H. Kremendahl, 1977.Google Scholar
  28. 28.
    R. P. Wolff äußert sich dazu unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in den USA in seinem 1966 erschienenen Beitrag: Jenseits der Toleranz, in: F. Nuscheler, W. Steffani, 1976 (1972), S. 216.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. dazu vor allem H. Marcuse, Repressive Toleranz, in: R. P. Wolff, B. Moore, H. Marcuse, 1966.Google Scholar
  30. 30.
    J. Bergmann et al., Herrschaft, Klassenverhältnis und Schichtung, in: Th. Adorno, 1969.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. dazu den Beitrag von C. Offe: Politische Herrschaft und Klassenstrukturen in: G. Kress und D. Senghaas, Frankfurt 1969 und den Auszug davon in: H. J. Varain, 1973.Google Scholar
  32. 32.
    Offe in: H. J. Varain, 1973, S. 368.Google Scholar
  33. 33.
    C. Offe in: H. J. Varain, 1973, S. 369.Google Scholar
  34. 34.
    C. Offe in: H. J. Varain, 1973, S. 369.Google Scholar
  35. 35.
    K. Sontheimer, Der Pluralismus und seine Kritiker, in: G. Doeker, W. Steffani (Hrsg.), 1973, S. 436.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. dazu M. Olson, 1968, (1965)Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. dazu die grundlegenden Arbeiten von R. Inglehart, The Silent Revolution in Europe: Integrational Change in Post-Industrial Societies, in: American Policy Science Review, 1971, sowie die später vorgelegte Erweiterung: The Silent Revolution, Changing Values and Political Styles Among Western Publics, 1977, vor allem aber R. Inglehart, 1979 und H. Klages, P. Kmieciak (Hrsg.), 1979.Google Scholar
  38. 38.
    Th. Ellwein, 1983 S. 126.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl, dazu auch S. Streeck, W. Streeck, Frankfurt 1972.Google Scholar
  40. 40.
    Th. Ellwein, 1983, S. 163.Google Scholar
  41. 41.
    K. Sontheimer, Der Pluralismus und seine Kritiker, in: G. Doeker, W. Steffani (Hrsg.), 1973, S. 441.Google Scholar
  42. 42.
    K. Sontheimer, 1973, S. 441, vgl. auch S. 436.Google Scholar
  43. 43.
    R. P. Wolff, Jenseits der Toleranz, 1965, in: F. Nuscheler, W. Steffani, 1976 (1972), S. 219.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. W. D. Narr, Leistungen, Grenzen und Probleme der pluralistischen Gesellschaft am Maßstab der Demokratie, 1969 und F. Scharpf, Komplexe Demokratietheorie, 1970, in: F. Nuscheier, W. Steffani (Hrsg.), 1976 (1972).Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. dazu F. Lehner, Pluralistische Interessenvermittlung und staatliche Handlungsfähigkeit: Eine ordnungspolitische Analyse in: U. v. Alemann, E. Forndran (Hrsg.), 1983, S. 103.Google Scholar
  46. 46.
    Th. Ellwein, 1983, S. 163.Google Scholar
  47. 47.
    F. Lehner in: U. v. Alemann, E. Forndran (Hrsg.), 1983, S. 108.Google Scholar
  48. 48.
    U. v. Alemann, Interessenvermittlung in Westeuropa: Die Diskussion um Korporatismus in der vergleichenden Politik, in: U. v. Alemann, E. Forndran (Hrsg.), 1983, S. 123.CrossRefGoogle Scholar
  49. 49.
    Einen Überblick über den jeweiligen Zwischenstand der Diskussion bieten U. v. Alemann, R. G. Heinze (Hrsg.), 1979 sowie U. v. Alemann (Hrsg.), 1981. Vgl. zur neueren, internationalen Diskussion auch den Beitrag von G. Lehmbruch, Introduction: Neo-Corporatism in Comparative Perspektive, in: G. Lehmbruch, Ph. Schmitter (Hrsg.), 1982.Google Scholar
  50. 50.
    R. G. Heinze, 1981, S. 138 ff.Google Scholar
  51. 51.
    B. Guggenberger, 1980, S. 26.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. dazu W. Rüdig, Bürgerinitiativen im Umweltschutz, Eine Bestandsaufnahme der empirischen Befunde in: V. Hauff (Hrsg.), 1980, S. 119 ff.Google Scholar
  53. 53.
    Th. Ellwein, 1983, S. 129 ff.; Vgl. dazu auch den Beitrag von M. Kaase, Partizipatorische Revolution — Ende der Parteien?, in: J. Raschke, 1982, S. 183 ff.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. dazu F. Lehner, in U. v. Alemann, E. Forndran (Hrsg.), 1983, S. 114.Google Scholar
  55. 55.
    K. v. Beyme, Zwischen Bürgerinitiativen und Parteiorganisation, in: B. Guggenberger, U. Kempf (Hrsg.), 1984, S. 369.Google Scholar
  56. 56.
    Im Gegensatz dazu schätzt K. v. Beyme die Umstände für eine “Parteibildung in der Öko-Szene nicht eben günstig” ein, K. v. Beyme in: B. Guggenberger, U. Kempf (Hrsg.), 1984, S. 372.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. dazu W. Rüdig, in: V. Hauff (Hrsg.), 1980, S. 144. Die zum Teil beträchtlichen Unterschiede zwischen den quantitativen Ergebnissen der von Rüdig aufbereiteten Studien beruhen zum einen auf den verschiedenen Untersuchungsansätzen und zum anderen auf den mitunter massiven Schwierigkeiten bei der Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes.Google Scholar
  58. 58.
    Bislang wurde auf eine genaue Differenzierung von ‘Verein’ und ‘Verband’ verzichtet, was nicht zuletzt daran liegt, daß sich über eine trennscharfe Abgrenzung nur bedingt Einigung erzielen läßt. Vereine treten in der vorliegenden Untersuchung vorwiegend als Verbändebasis in Erscheinung und sollen mit der gebotenen Vorsicht von den ‘Interessenverbänden’ dergestalt unterschieden werden, daß sie “vorwiegend gesellige bzw gemeinschaftsbezogene” (vgl. dazu E. Buchholz, 1970, S. 222), mithin soziale Bedürfnisse befriedigen und nicht — zumindest nicht vorwiegend — auf Interessenrepräsentation und -vermittlung angelegt sind. Der Zusammenschluß solcher Vereine in Dachverbänden, die sehr wohl — oftmals sogar ausschließlich -Interessenvermittlung zu betreiben suchen, verdeutlicht die Problematik der Unterscheidung; auf sie ist noch zurückzukommen. Vgl. zu den ‘Vereinen’ auch den Beitrag von H. J. Siewert, in: R. Voigt (Hrsg.), 1984, S. 472 ff., mit weiteren Hinweisen.Google Scholar
  59. 59.
    B. Armbruster, R. Leisner, 1975. S. 251.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. dazu Th. Ellwein, 1983, S. 121; die dort vorgestellten Ergebnisse stützen sich auf Erhebungen aus dem Jahre 1981.Google Scholar
  61. 61.
    Th. Ellwein, 1983, S. 122.Google Scholar
  62. 62.
    Kl. v. Beyme, 1980, S. 89.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. dazu U. Kempf, in: B. Guggenberger, U. Kempf (Hrsg.), 1984, S. 420.Google Scholar
  64. 64.
    Kl. v. Beyme, 1980, S. 89.Google Scholar
  65. 65.
    U. Kempf, in: B. Guggenberger, U. Kempf, 1984, S. 421.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. dazu die Ausführungen bei G. Hartkopf, E. Bohne, 1983, S. 164: “Ein Teil der Bürgerinitiativen ist in Dachverbänden wie dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland etc. organisatorisch zusammengefaßt, die bundesweit operieren”.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. G. Hartkopf, E. Bohne, 1983, S. 164. Was man zu unterscheiden versucht, wird anschließend deutlicher, indem den ‘Bürgerinitiativen’ Organisationen wie der Deutsche Heimatbund, der Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine etc gegenübergestellt werden; auf die letztgenannten wird später noch näher einzugehen sein.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. dazu J. Weber, 1977, S. 149.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. dazu K. G. Wey, 1982, S. 168.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. P. Raschke, 1978, S. 78 sowie seine Anmerkung 10, S. 240.Google Scholar
  71. 71.
    Th. Ellwein, 1983, S. 157.Google Scholar
  72. 72.
    Vgl. dazu H. Schneider, 1979 (1965).Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. dazu Th. Ellwein, 1973, Bd.48, S. 23; zuletzt auch 1983, S. 152.Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. dazu etwa Th. Ellwein: “Diese Typologie kommt der Selbstdarstellung vieler Verbände weit entgegen, nicht jedoch der Realität in der es, ob man das nun schön findet oder nicht, immer schwerfällt, zwischen materiellen und ideellen Interessen klar zu unterscheiden”. (1973 Bd.48, S. 23).Google Scholar
  75. 75.
    Vgl. dazu auch die Beiträge in: H. Eckstein (Hrsg.), 1964 sowie S. Finer, 1966.Google Scholar
  76. 76.
    Vgl. dazu Kl. v. Beyme, 1969, sowie die überarbeitete Neuausgabe von 1980.Google Scholar
  77. 77.
    Zur Einschätzung amerikanischer Umweltschutzorganisationen habe ich im April 1984 eine Reihe von Gesprächen in den USA geführt; hervorzuheben ist hier das Interview mit Dr. S. Fleishman, editor of Environmental an Energy Study Conference, Congress of the United States, Washington, D.C.Google Scholar
  78. 78.
    Zu einer terminologisch gleichen Unterscheidung von Umweltverbänden kommt auch J. M. Zürcher (1978) im Verlauf seiner Analyse der Umweltverbändeszene in der Schweiz. Er bezeichnet “Neugründungen (...) als primäre Umweltverbände, die Umwandlung und den Zusammenschluß bestehender ‘unpolitischer’ Organisationen zu Umweltschutz-Pres-sure-Groups (...) als sekundäre Umweltverbände”. Der wesentliche Unterschied zu der von mir vorgenommenen Unterteilung besteht darin, daß die Kategorie der sekundär umweltinteressierten Verbände solche Organisationen kennzeichnen soll, die gerade nicht ‘uneingeschränkt’ als umweltpolitische Pressure-Groups anzusehen sind.Google Scholar

Kapitel 1.3

  1. 1.
    J. Bölsche, 1982, S. 13.Google Scholar
  2. 2.
    J. Bölsche, 1982, S. 27.Google Scholar
  3. 3.
    Einen Überblick bietet dazu etwa J. H. Kaiser, 1978, S. 181 ff.; in jüngerer Zeit auch J. Weber, 1977 und Th. Ellwein, zuletzt 1983 sowie Kl. v. Beyme, 1980.Google Scholar
  4. 4.
    BUND-Funktionär H. Weiger, zitiert nach J. Bölsche, 1982, S. 31.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. dazu Th. Ellwein, 1983, S. 161; außerdem auch Kl. v. Beyme, 1981 S. 102 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Eine andere Auffassung vertritt H. Tallert, der es für möglich hält, daß, für den Fall eines Scheiterns der Grünen, das ‘Potential1 der organisierten Umweltschützer “stark genug” sei, “jederzeit neue Listenverbindungen oder Kleinparteien hervorzubringen.”Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. dazu H. G. Schumacher, der die Überparteilichkeit des BBU betont. Gleichzeitig macht er aber deutlich: “Überparteilichkeit kann jedoch nicht mit politischer Enthaltsamkeit verwechselt werden, sondern gestattet durchaus Parteinahme für Kandidaten und deren Ziele, wenn diese denen des BBU und seinen Mitgliedsgruppen entsprechen” in: R. Brun (Hrsg.), 1978, S. 69.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. dazu auch die Ausführungen in Kapitel 2.1.1 zur Auswahl der in dieser Analyse besonders interessierenden und damit eingehend berücksichtigten Umweltverbände.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. dazu die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO), Teil I, § 61 und 62 und auch Teil II, § 23.Google Scholar
  10. 10.
    Die Regelung der GGO, nur mit Spitzenverbänden in Kontakt zu treten, verstärkt den Druck zur Herausbildung hierarchischer Verbandsorganisation; letztere konfligiert jedoch mit den spezifisch umweltpolitischen Fazilitäten, auf die bereits mehrfach hingewiesen wurde.Google Scholar
  11. 11.
    Die kapitalorientierten Verbände beschäftigen etwa 120.000 hauptamtliche Mitarbeiter, die Gewerkschaften etwa 9.000 (Kl. v. Beyme, 1981 (1979), S. 113.)Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. dazu auch die Ergebnisse der Untersuchung von P. Ackermann, 1970, insbesondere die Ausführungen auf S. 77; darüber hinaus auch V. G. v. Bethusy-Huc, M. Besch, 1971.Google Scholar
  13. 13.
    Darauf deuten die in die öffentliche Diskussion eingebrachten Berichte und Untersuchungsergebnisse des Umweltbundesamtes, die nicht auf der regierungsoffiziellen Linie liegen. Bsp.: Die Aussagen über eine entscheidend emissionsmindernde Auswirkung einer Tempobegrenzung für Kraftfahrzeuge (in: UBA (Hrsg.), Der Einfluß der Fahrgeschwindigkeit auf den Schadstoffausstoß von Kraftfahrzeugen, 1984a) deckten sich nicht mit der Auffassung des Bundesinnenministers und des Verkehrsministers, die zu diesem Zeitpunkt und zumindest öffentlich die Wirksamkeit einer Tempobegrenzung bezweifelt haben und ihr ablehnend gegenüberstanden.Google Scholar
  14. 14.
    Der Beirat wurde aufgrund eines Erlasses des Landwirtschaftsministers vom 9. Juli 1973 ins Leben gerufen. Die Zahl der dort vertretenen Experten soll 15 nicht übersteigen.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. dazu nochmals die Ergebnisse von Mayntz et al., 1978.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. dazu auch die Ausführungen von R. Stich in K. Buchwald, W. Engelhardt, 1980, S. 115 ff.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. dazu § 29, Abs. 1 des BNatG.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. dazu § 29, Abs. 2 des BNatG.Google Scholar
  19. 19.
    Dies trifft zum Beispiel für die Jäger zu, die über die Jagdbeiräte vielfach über gefestigte Beziehungen zur Verwaltung verfügen.Google Scholar
  20. 20.
    Die Grundlage zur Bildung von Jagdbeiräten ergibt sich aus § 37 BJagdG und aus den einschlägigen Vorschriften des Landesjagdrechtes in allen Bundesländern.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. zu dem Problemkreis der umweltrechtlichen Bürgerbeteiligung auch die Diss, von U. Graffe, 1980, der die entsprechenden Möglichkeiten systematisch darstellt und auf die verfahrensspezifischen Abläufe eingeht.Google Scholar
  22. 22.
    Zur Illustrierung sei hier auf die Herausbildung nicht nur von Bürgerinitiativen, sondern auch von Verbänden und verbandlichen Zusammenschlüssen während der Auseinandersetzung um den Ausbau des Frankfurter Flughafens (‘Startbahn West’) hingewiesen.Google Scholar

Kapitel 1.4

  1. 1.
    Vgl. dazu J. Raschke, 1977, K. Schlagenhauf, 1977 und B. Luckmann, 1970;Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. dazu die Ausführungen zum Stand der verbandstheoretischen Überlegungen von R. G. Heinze, 1981.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. dazu die entsprechenden Ergebnisse der Studie zur Gemeinde Wertheim von Th. Ellwein und Ralf Zoll, insbesondere R. Zoll, Wertheim III, München 1974; später werden diese Ergebnisse allerdings relativiert (Th. Ellwein, R. Zoll, Wertheim, 1982).Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. dazu die einschlägigen Ergebnisse bei Th. Ellwein, R. Zoll, 1982, oder bei G. Rager, 1982.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. zu den umweltpolitischen ‘Akteuren’ auch G. Hartkopf, E. Bohne, 1983a, S. 129 ff.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1986

Authors and Affiliations

  • Martin Leonhard

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