Advertisement

Einwände gegen Laientätigkeit

  • Hildegard Müller-Kohlenberg

Zusammenfassung

Auch wenn man das Faktum erfolgreicher Laientätigkeit in sozialen und personenbezogenen Dienstleistungen aufgrund des reichen empirischen Materials nicht wird in Abrede stellen können, so sind doch Bedenken zu berücksichtigen, die sich auf eine mögliche Überforderung der Helfer beziehen, auf arbeitsmarkt- und professionspolitische Aspekte, auf die zusätzliche Diskriminierung von Frauen durch unbezahlte Tätigkeit, auf die Gefahr einer Instrumentalisierung spontaner sozialer Impulse, auch auf die Frage, ob Laien in die Probleme der Hilfsbedürftigen zu weit hineingezogen werden, so daß sie sich — ohne Distanz zu halten — mit dem Hilfsbedürftigen überidentifizieren und damit alles noch schlimmer machen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 19.
    Die Daten entstammen einer Bürgerbefragung des Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung/Sekundäranalyse, Köln/Speyer 1984 (N=1838)Google Scholar
  2. 20.
    Die Prozentaufgaben ergänzen sich auf 100 durch Frauen in der Ausbildung, Rentnerinnen, oder fehlende AngabenGoogle Scholar
  3. 21.
    Es handelt sich um die Studie von H.H. Strupp & S.W. Hardley: Spezific versus nonspecific factors in psychothérapie: A controlled study of outcome. In: Archives of General Psychiatry, 1979, S. 1125–1136. Grawe u.a. bezeichnen die durch die Laien („warmherzige Professoren ohne formelle Therapieausbildung“) erreichten Wirkungen als „Placebo-Effekt“ (vgl. S. 711), halten es jedoch für möglich, daß unspezifische Wirkfaktoren in nahezu optimaler Weise verwirklicht wurden, „einige davon, wie z.B. freundliches Interesse, vermutlich mehr als bei so manchem ausgebildeten Therapeuten“ (ebd.).Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Hildegard Müller-Kohlenberg

There are no affiliations available

Personalised recommendations