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Sieger und Besiegter: Kriegsbedingte Wirtschaftsbeziehungen 1945 bis 1947/48

  • Manfred Lentz
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Part of the Forschungstexte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften book series (FWUS, volume 1)

Zusammenfassung

Die sowjetische Nachkriegspolitik zeigt deutlich den Versuch, die drei genannten Ziele realpolitisch umzusetzen. Dabei er­gaben sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten für die sowjeti­sche Führung dadurch, daß eine direkte Umsetzung dieser Ziele zwangsläufig die westlichen Verbündeten vor den Kopf gestoßen hätte. Die Schuld am damit zu erwartenden Zerfall der Anti­Hitler-Koalition wäre auf diese Weise der UdSSR zugefallen, eine Situation, die sie propagandistisch in eine wenig erfreu­liche Lage gebracht hätte. Sowjetische Politik mußte es ange­sichts dieser Situation sein, zum einen die strategischen Zie­le zu verfolgen, zum anderen aber die Verfolgung dieser Ziele so zu gestalten, daß ihr nicht eindeutig die Alleinschuld am Zerfall der Kriegskoalition zugeschrieben werden konnte. Ein vorsichtiges Taktieren mußte damit an die Stelle schneller Vorstöße zwecks Realisierung der strategischen Zielsetzungen treten. Die Tatsache, daß in den Jahren bis 1947/48 Form und Inhalt politischer Herrschaft in Osteuropa so weit auseinan­derfielen — antifaschistisch-demokratische Strukturen bei gleichzeitiger absoluter Verfügungsgewalt der UdSSR über die­se Gebiete — ist Ausdruck dieses Zwangs zu vorsichtigem Tak­tieren.

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Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Manfred Lentz

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