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Elite West — Elite Ost?

Eliten in den alten und den neuen Bundesländern
  • Ursula Hoffmann-Lange
Part of the Reihe: Der Bürger im Staat book series (BÜRG, volume 3)

Zusammenfassung

Die Verwerfungen in der politischen Entwicklung Deutschlands im 20. Jahrhundert blieben nicht ohne Rückwirkung auf die Struktur der deutschen Elite. Jeder politische Regimewechsel zog über kürzer oder länger auch eine grundlegende Elitentransformation nach sich. Denn unterschiedliche politische Regimetypen beeinflussen über die Regeln für den Erwerb und die Ausübung politischer Herrschaft hinaus auch die Art und Weise, wie in einer Gesellschaft Macht erworben, ausgeübt und in politischen Einfluss umgesetzt werden kann. Dementsprechend bildeten sich nach der 1945 erfolgten Teilung Deutschlands in der alten Bundesrepublik und in der DDR sehr unterschiedliche Eliteformationen heraus. In der alten Bundesrepublik entstand eine demokratische und pluralistische Elitestruktur, in der die Inhaber politischer Herrschaftspositionen mit den Repräsentanten der politischen Parteien, der Unternehmen, der unabhängige Medien sowie der zahlreichen frei gebildeten Interessengruppen zusammenwirken. Gleichzeitig entwickelte sich im Verlauf der Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg auch ein breiter Elitenkonsens über die demokratischen Spielregeln. Verschiedene Eliteuntersuchungen (vgl. Hofmann-Lange 1992) ergaben dementsprechend, dass die Eliteformation der alten Bundesrepublik dem Typus einer konsensuellen Elite mit einem hohen Maß an Elitenintegration entspricht.

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Literaturhinweise

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Ursula Hoffmann-Lange

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