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Der Gerichtsvollzieher als „Basis-Implementeur“

  • Theo Rasehorn
Chapter
Part of the Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie book series (JRR, volume 11)

Zusammenfassung

Der Gerichtsvollzieher hat aufgrund der deutschen Tradition eine begrenzte Autonomie erhalten, weit begrenzter als die des englischen „Bailiff“ oder des französischen „Huissier“, die beide auch Verhandlungsvollmachten für die Vollstreckung haben1. Der deutsche Gerichtsvollzieher ist gedacht als nur ausführendes Organ. Über den einem Vollstreckungstitel vorausgegangenen Rechtsstreit ist er nicht informiert. Er erfährt lediglich, um welche Art Titel es sich handelt: Vollstreckungsbescheid, Vergleich, Kostenfestsetzungsbeschluß, Versäumnisurteil oder (streitiges) Urteil. Bei einem streitigen Urteil wird dem Gerichtsvollzieher in der Regel vom Gläubiger nur das „Deckblatt“ — Anschriften der Parteien mit Urteilsausspruch — übermittelt, nicht der Tatbestand und die Entscheidungsgründe.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Theo Rasehorn

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