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Überlegungen zur Implementation von Scheidungsurteilen

  • Gerhard Struck
Chapter
Part of the Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie book series (JRR, volume 11)

Zusammenfassung

Implementation von Gerichtsentscheidungen war bisher in dieser Zuspitzung der Themenstellung keine eigene Forschungsdisziplin. Dementsprechend besteht wohl insgesamt eine Schwierigkeit darin, die Konzepte der anderswo fortgeschritteneren Implementationsforschung in diesen Bereich zu übertragen und ihre Fruchbarkeit zu testen. Für Scheidungsurteile gilt dies noch stärker als für andere Urteile. Hier liegen zwar zu einielnen Scheidungsfolgenbereichen empirische Erkenntnisse vor1, aber man kann nicht sagen, daß für Scheidung im engeren Sinne und alle weiteren Scheidungsfolgen ein fortgeschrittener Entwicklungsstand der Forschung zu konstatieren wäre.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. namentlich zu Bereich elterliche Sorge die anderen Beiträge in diesem Bande; ferner: Caesar-Wolf u. a., Die gerichtliche Ehelösung nach dem neuen Scheidungsrecht — Normstruktur und Verfahrenspraxis, Zeitschrift für Rechtssoziologie 1983, S. 202 ff., hier insbes. S. 237.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu Blankenburg ZfRsoz 1983, S. 298Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch der Bundesrepublik Deutschland 1983, S. 78: 1981: 109520 Scheidungen.Google Scholar
  4. 4.
    Caesar-Wolf u. a. (Fn. 1), S. 237.Google Scholar
  5. 5.
    Caesar-Wolf u. a. (Fn. 1), z. B. S. 242; diese Hauptlinie des Textes wird allerdings an einzelnen Stellen relativiert.Google Scholar
  6. 6.
    So auch Caesar-Wolf u. a. (Fn. 1), S. 241 u.Google Scholar
  7. 7.
    Caesar-Wolf, Referat zu dieser Tagung, Ms., (überarbeitet in diesem Band): Obertragungen von Rentenanwartschaften, also die Mehrheit der Fälle, werden verwirklicht; Ausgleichsformen, die aktuelle Geldzahlungen nötigmachen, werden häufig nicht verwirklicht.Google Scholar
  8. 8.
    Caesar-Wolf u. a. (Fn. 1), S. 223.Google Scholar
  9. 9.
    BVerfGE 31, 67; 36, 161.Google Scholar
  10. 10.
    S. BVerfGE 45, 112, 123; die hier gemachte Aussage bedürfte allerdings noch ausführlicherer Ableitung, die an dieser Stelle nicht geleistet werden kann.Google Scholar
  11. 11.
    Dafür spricht z.B. die Tatsache, daß viele Probleme schon materiellrechtlich nicht ausdiskutiert sind; vgl. Dt. Familiengerichtstag (ed): Fünfter Dt. Familiengerichtstag, Bielefeld 1983, S. 112.Google Scholar
  12. 12.
    Probleme derselben Struktur stellen sich auch im materiellen Unterhaltsrecht, vgl. Beckmann FamRZ 1983, S. 863.Google Scholar
  13. 13.
    Die Rechtsprechung arbeitet mit der größten Generalklausel des BGB, nämlich § 138 I BGB; siehe: BGHZ 86, 82; vgl. auch z.B. OLG Zweibrücken FamRZ 1983, S. 930.Google Scholar
  14. 14.
    Caesar-Wolf u. a. (Fn. 1), S. 237.Google Scholar
  15. 15.
    Nw. z. B. Derleder Alternativkommentar BGB § 1603 Randziff. 13.Google Scholar
  16. 16.
    Nw. z. B. Soergel/Siebert/Häberle, BGB-Kommentar, 11. Aufl. § 1578 Randziff. 17.Google Scholar
  17. 17.
    S. z.B. Derleder (Fn. 15), § 1603 Randziff. 12.Google Scholar
  18. 18.
    Dazu jetzt Lempp, Referat zu dieser Tagung, Ms., (überarbeitet in diesem Bande); Hoefnagels/van Wamelen, in diesem Band.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. dazu Simitis u. a., Kindeswohl, Frankfurt 1979, S. 76 ff. und die in Fn. 18 genannten Beiträge.Google Scholar
  20. 20.
    Empirisches Material dazu in den in Fn. 18 genannten Beiträgen.Google Scholar
  21. 21.
    Lempp (Fn. 18).Google Scholar
  22. 22.
    Eindrückliche Beispiele bei Lempp (Fn. 18).Google Scholar
  23. 23.
    Häberle (Fn. 16), § 15 HausratsVO.Google Scholar
  24. 24.
    Einschlägige Rechtsprechung findet sich nur dazu, vgl. z.B. Häberle (Fn. 16), § 15 HausratsVO.Google Scholar
  25. 25.
    S. Lautmann, Justiz — Die stille Gewalt, Frankfurt 1972, S. 121 ff.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Schubert JZ 83, S. 939; seine These, die Hausratsverordnung sei so gut wie unbeeinflußt von nationalsozialistischem Gedankengut (S. 943) bedarf weiterer Diskussionen.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Gerhard Struck

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