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Probleme und Risiken des Modernisierungsprozesses in der stoffumwandelnden Produktion Schlußfolgerungen aus Betriebsfallstudien

  • Elmar Witzgall
Chapter
Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 122)

Zusammenfassung

Bis in die 80er Jahre hinein wurde die Modernisierung der Industriearbeit vor allem als Rationalisierungsprozeß mit den Kriterien “Automatisierungsgrad” und “Auswirkungen auf die Produktionsarbeit” betrachtet (s.a. die Diskussion über “Automationsarbeit” im Rahmen der Arbeitsgruppe PAQ 1978). Die stoffumwandelnde Produktion bildete einen Bezugspunkt dieser Diskussionen, weil hier schon sehr früh — ab den 60er Jahren — Informationstechnologien zur Führung des Produktionsprozesses Verwendung fanden und ab den 70er Jahren das Ziel der “Vollautomatisierung ante portas” zu liegen schien (s. Kern/Schumann 1984, 235ff.). Der Einbruch der Mikroelektronik in die industrielle Anwendung bekräftigte zunächst einmal diese Orientierung auf die Automatisierungstechnik, führte gleichzeitig aber zur einer stärkeren Akzentuierung von Anwendungsproblemen in der Fertigungstechnik (Speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrieroboter, CNC und CAD usw.) zulasten der Verfahrenstechnik. Im Zuge breiterer Anwendungserfahrungen und der in den 80er Jahren aufflammenden CIM-Diskussion wurde jedoch immer deutlicher, daß nicht nur das Niveau der angestrebten Automatisierung, sondern vor allem das damit verbundene Konzept der Einbindung menschlicher Arbeit in das technisch-organisatorische Fabriksystem und in dessen Weiterentwicklung für das Gelingen von Modernisierung maßgeblich zeichnet.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Elmar Witzgall

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