Advertisement

Rezeption und Diskussion von Literatur

  • Eva Kammler
Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series (IFTBSS)

Zusammenfassung

Das vorhergehende Kapitel hat gezeigt, daß zahlreiche der von den Moralischen Wochenschriften empfohlenen Autor(inn)en den Verfasserinnen von Romanen am Ende des Jahrhunderts noch bekannt sind, aber eine Auslese mit dem Schwerpunkt auf schöngeistiger Literatur, vornehmlich englischer und französischer Herkunft, stattfindet. Gleichzeitig zeichnet sich ein Widerspruch ab. In den Frauenromanen werden nicht nur lesende Heldinnen dargestellt, es wird auch vor Lektüre gewarnt und bestimmte Literatur zensiert. Helga Meise spricht in ihrer Arbeit „Die Unschuld und die Schrift“ von einer Entäußerung des Lesens, das in den Frauenromanen zur bloßen Belesenheit wird. Die Bibliothek, die Rosalie und ihre Freundinnen aus La Roches Roman „Rosalie und Cleberg auf dem Lande“ zusammenstellen, wird von ihr kommentiert:

„Aus dem sich am Gebrauch orientierenden Frauenzimmerbibliotheken der Moralischen Wochenschriften sind am Ende des Jahrhunderts Schrankinhalte geworden. Rosalie und Mariane begnügen sich mit der Vorstellung von Existenz und Inhalt der Bücher, um sich daran zu begeistern.“1

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Helga Meise, Die Unschuld und die Schrift, S.75Google Scholar
  2. 2.
    Unger, Melanie, S.68Google Scholar
  3. 3.
    Jakob und Wilhelm Grimm, Deutsches Wörterbuch, 10. Bd.,1.Abtlg. Bearbeitet von M. Heyne u.a., Leipzig: Hirzel 1905, Sp. 411Google Scholar
  4. 4.
    Fischer, Die Honigmonathe, S.18 f. Wihelmine an Julie: „Fahre nur so fort! und Du wirst bald eine zweite Elise werden. Gott! ist es nicht himmelschreiend? daß selbst Weiber unsere Ketten erschweren! - Kann man etwas abgeschmackteres und inkonsequenteres denken, als eben diese Elise wie sie seyn sollte?“ Ebd. S.30 f. Olivier an Reinhold: „Wollen da raisonniren! - wollen untersuchen, ob wir Recht haben die Herren zu spielen. Eine schöne Geschichte! - Recht oder Unrecht! genug, was wir sind, das sind wir, und werden wir, so Gott will, schon bleiben. So etwas ist unerhört - und noch dazu in unseren Zeiten! wo das Elisiren ordentlich Mode wird. - Das kommt von dem vermaledeiten Aufklären Könntet ihr dann nur zur rechten Zeit Einhalt thun.“Google Scholar
  5. 5.
    Christine Touaillon, Der deutsche Frauenroman, Wien-Leipzig 1919Google Scholar
  6. 6.
    Vg1. Unger, Gräfin Pauline II, S.42 f.Google Scholar
  7. Vgl. Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S. 321 und Ingrid Klöpper, Liebe, Ehe und Moral im deutschen Frauenroman Ende des 18.Jahrhunderts. Hausarbeit für das 1.Staatsexamen. Universität Bremen 1980Google Scholar
  8. B. Vgl. Wallenrodt, Heinrich Robers Begebenheiten H, S.358Google Scholar
  9. 9.
    Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S.312Google Scholar
  10. 10.
    Neuenhagen, Der Graurock I, S.99Google Scholar
  11. 11.
    Johann Wolfgang von Goethe, Berliner Ausgabe, Bd.17: Schriften zur Literatur, S.410 ff. S. auch Goethe, Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, Zürich 1949, Bd. 14, S.232 ff. Hier ist Friedrich Buchholz als vermeintlicher Verfasser angegeben.Google Scholar
  12. 12.
    Tatsächlich stattgefunden hat das Duell bei einer Gesellschaft zwischen Narziß - Ohlenschlager und dem Hauptmann. Dazu: Heinrich Funck (Hg.), Die schöne Seele. Bekenntnisse, Schriften und Briefe der Susanna Katharina von Klettenberg, Leipzig 1911.Google Scholar
  13. 13.
    Ebd. S. 10 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Helena Cornelia Theodora Jansen, Karoline Pichlers Schaffen und Weltanschauung im Rahmen ihrer Zeit, Graz 1936, S. 104Google Scholar
  15. 15.
    Zitiert nach Renate Baader, Die Literatur der Frau oder die Aufklärung der kleinen Schritte, in: Jürgen v. Stackelberg (Hg.), Neues Handbuch der Literaturwissenschaft, Bd.• 13, Wiesbaden 1980, S. 85Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S. 306 ff.Google Scholar
  17. 17.
    Hippel und Wollstonecraft wurden z.B. in Bertuchs „Journal des Luxus und der Moden “ erwähnt und als Freiheitsschwindel abgetan. Vgl. Sabine Schumann, Das ‘lesende Frauenzimmer’: Frauenzeitschriften im 18.Jahrhundert, in: Barbara Becker-Cantarino (Hg.), Die Frau von der Reformation bis zur Romantik, Bonn 1980, S. 159Google Scholar
  18. 18.
    Karin Strack, Klassenliebe, Frankfurt a.M. 1973, S. 44Google Scholar
  19. 19.
    Zitiert nach Gisela Dischner, Caroline und der Jenaer Kreis - Ein Leben zwischen bürgerlicher Vereinzelung und romantischer Geselligkeit, Berlin 1979, S. 30Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. dazu Rolf Allerdissen, Der empfindsame Roman des 18.Jahrhunderts, in: Helmut Koopmann (Hg.), Handbuch des deutschen Romans, Düsseldorf 1983, S. 197.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Gerhard Sauder, Empfindsamkeit. Voraussetzungen und Elemente, Stuttgart 1974, S.XI ff.Google Scholar
  22. 22.
    Folgende Übersetzungen liegen hier zugrunde: Jean Jacques Rousseau, Julie oder die neue Heloise. Brief zweier Liebenden aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen. Dt. Übersetzung von J.G.Gellius. Vollständig überarbeitet von D.Leube mit einem Nachwort von R.Wolff. München 0.J. Jean Jacques Rousseau, Emil oder über die Erziehung. Vollständige Ausgabe in neuer deutscher Fassung besorgt von Ludwig Schmidts. Paderborn 6.Aufl. 1983Google Scholar
  23. 23.
    vgl. Rousseau, Neue Heloise, S.777 ff.Google Scholar
  24. 24.
    Bandemer, Klara von Bourg I, S.272 „Rousseau fühlte dieses, da er seine Heloise sagen läßt: ‘O warum kann ich nicht meine ganze Seele in dir allein sammeln, und für dich eine Welt werden.“Google Scholar
  25. 25.
    Elisabeth Badinter vermutet, daß die enge Vaterbindung von Madame du Châtelet, der Übersetzerin von Newtons „Principia Mathematica“ und Lebensgefährtin Voltaires, und Madame d’Epinay, der Verfasserin von „Emilie“ - des weiblichen Gegenstücks zu Rousseaus „Emile“ - sehr zum ehrgeizigen wissenschaftlichen Anspruch beider Frauen beigetragen habe (Elisabeth Badinter, Emilie, Emilie Weiblicher Lebensentwurf im 18.Jahrhundert, München - Zürich 1984, S.41). Auch Bandemer hatte eine starke Vaterbindung. Dieser Eindruck wird jedenfalls durch ein Gedicht „An das Bildnis meines verstorbenen Vaters“ (Poetische und Prosaische Versuche, 1787, S.19 ff.) vermittelt. Die Vermutung liegt nahe, daß das Vater-Tochter-Verhältnis in der „Klara von Bourg“ autobiographische Züge trägt.Google Scholar
  26. 26.
    Rousseau, Emil, S.396Google Scholar
  27. 27.
    Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S. 227Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. dazu Gisela Dischner, Caroline und der Jenaer Kreis - ein Leben zwschen bürgerlicher Vereinzelung und romantischer Geselligkeit, Berlin 1979Google Scholar
  29. 29.
    Ulrich Janetzki (Hg.), Henriette Herz - Berliner Salon. Erinnerungen und Porträts, Frankfurt a.M./Berlin/Wien 1984, S. 49Google Scholar
  30. 30.
  31. 31.
  32. 32.
    Vgl. dazu Magdalene Heuser, Spuren trauriger Selbstvergessenheit, in: Albrecht Schöne (Hg.), Kontroversen, alte und neue, Tübingen 1986, S.32. Auch in dem 1988 erschienen Werk von Deborah Hertz „Jewish High Society in Old Regime Berlin“ wird erwähnt, daß Unger zwar einen literarischen Jour Fixe in ihrem Hause gehabt habe, aus ihrer Abneigung gegenüber den jüdischen Salons aber kein Hehl machte. (Deborah Hertz, Jewish High Society in Old Regime Berlin, New Haven and London 1988, S.163 ff.) Weder in Herbert Scurla, Rahel Varnhagen. Die große Frauengestalt der deutschen Romantik. Eine Biographie, Frankfurt a.m. 1980, noch in dem von Ulrich Janetzki herausgegebenen Band über Henriette Herz (s.Anm. 36) finden sich Verweise auf F.H.Unger.Google Scholar
  33. 33.
    Scurla, Rahel Vamhagen, S.35 ff.Google Scholar
  34. 34.
    Dieser Typus findet sich auch in Johanna Isabella Eleonore von Wallenrodts „Goldfritzel“ (1797) im Magister ConfuseliusGoogle Scholar
  35. 35.
    Zur Führung durch das „geistige Auge“ vgl. C.G.Carus, Neun Briefe über die Landschaftsmalerei, Villingen o.J., S.54. Hier werden die Prinzipien romantischer Malerei, die Unger karikiert, beschrieben. Carus war mit Caspar David Friedrich befreundet.Google Scholar
  36. 36.
    Auffällige Parallelen zu Helene von Gravenecks Ausführungen, sowohl in der Kritik an den zeitgenössischen Auseinandersetzungen als auch in der Wortwahl, finden sich in den von Christa Bürger zitierten Texten aus dem „Genius der Zeit“ und den „Annalen der leidenden Menschheit“: „ ‘Es scheint in der That dieser Ton der Inurbanität und Verletzung der Menschenwürde aus der Politik in die Philosophie und schöne Wissenschaften geschlichen zu seyn’ (Genius der Zeit, 1797, Nr.6, S.235) Oder: ‘Eben der Revolutionsgeist, welcher im Felde der Politik so viel Unheil angerichtet hat, äußert sich auch im Gebiete der Wissenschaften. Selbst die Mittel, sich geltend zu machen, und zur Alleinherrschaft zu gelangen, tragen das Gepräge ihres Vorbilds. Die Leidenschaften des Stolzes und selbstsüchtiger Eitelkeit treten mit einer gewissen sansculottischen Rohheit hervor, die sich über alle Begriffe von Sittlichkeit und Anstand hinaussezt’ (Annalen der leidenden Menschheit, 1797, Bd.3, S.407).“ (zitiert nach Christa Bürger, Literarischer Markt und Öffentlichkeit am Ausgang des 18.Jahrhunderts in Deutschland, in: Christa Bürger, Peter Bürger, Jochen Schulte-Sasse (Hg.), Aufklärung und literarische Öffentlichkeit, Frankfurt a.M. 1980, S. 169; s. hier auch den Abschnitt: „Gefährdung der Aufklärung durch Inurbanität“, ebd. S. 188 ff.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. dazu Eckart Kleßmann, Caroline. das Leben der Caroline Michaelis-Böhmer-SchlegelSchelling 1763–1809, München 2.Aufl. 1980, S. 201Google Scholar
  38. 38.
    F.M. Klinger, Betrachtungen über verschiedene Gegenstände der Welt und Literatur. 3 Thle. Leipzig 1802–1805Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S.258Google Scholar
  40. 40.
    Ludwig Tieck, Leben und Tod der heiligen Genoveva, 1801 Ders., Kaiser Oktavianus, 1804Google Scholar
  41. 41.
    Unger kam in der Satire der Wirklichkeit sehr nahe. Dieser Art von Schwärmerei gab sich Rahel Varnhagen noch 1825 hin. Am B. Juli war sie mit Varnhagen bei Goethe zum Essen geladen. Sie kommt auf den Besuch bei Goethe in einem Brief zu sprechen: „Mir hat Goethe eine Feder schenken müssen und gerne geschenkt, womit er den Morgen des 8.Juli geschrieben hatte ‘Ich kann darauf schwören, daß ich noch diesen Morgen damit schrieb’, waren seine Worte. Nun muß ich noch ein Halstuch von ihm haben!“ (zitiert nach Scurla, Rahel Vamhagen, S. 301 )Google Scholar
  42. 42.
    Die „Bekenntnisse einer schönen Seele“ und „Melanie, das Findelkind“ wurden in der Jenaer Allgemeinen Literaturzeitung von Goethe rezensiert. Dabei ging er für die „Bekenntnisse“ von einem männlichen Verfasser ans, war sich für „Melanie“ offenbar über Ungers Verfasserschaft im klaren.Google Scholar
  43. 43.
    S. unter Pichler, Karoline. In: Brinker-Gabler/Ludwig/Wöffen, Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen, S.238Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Unger, Albert und Albertine, S.11Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. dazu D.Jenischs Kritik, über die Christa Bürger referiert: „Die von Jenisch beobachteten Entfremdungserscheinungen auf der Ebene der Schreibpraxis sucht er durch die Opposition von Gedankensteller und Schriftsteller zu erfassen: Die Gedankensteller, für die ihm Lessing als Vorbild gilt […], interessieren sich für die Verständlichkeit des Ausdrucks, weil sie vernünftige Gedanken in Umlauf setzen wollen, die ästhetische Form ist ihnen nur Mittel zur Erreichung dieses Ziels. Die Schriftsteller dagegen (in der negativen Bedeutung, die Jenisch dem Begriff gibt) unterwerfen sich widerstandslos der Warenform der Literatur: Sie nehmen zu allerlei ‘Kniffen und Griffen’ ihre Zuflucht, um durch die künstliche (mittels aufwendiger Sprachverwendungsstrategien erzeugte) Unverständlichkeit ihren Werken den Anstrich der Neuheit und der Genialität zu geben.“(Christa Bürger, Literarischer Markt und Öffentlichkeit am Ausgang des 18.Jahrhunderts in Deutschland, S. 180)Google Scholar
  46. 46.
    Jansen, Karoline Pichlers Schaffen, S.150 f.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. dazu Pichler, Frauenwürde II, S.7 ff.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. dazu Volker Hoffmann, Elisa und Robert oder das Weib und der Mann wie sie sein sollten. Anmerkungen zur Geschlechtercharakteristik der Goethe-Zeit, in: Klassik und Moderne. Festschrift für W.Müller-Seidel, Stuttgart 1983, S.90. „Noch enger als im Fall der ambivalenten Bewertung der synthetisierenden Frauenfigur folgt die goethezeitliche Literatur der dichotomisch-polaren Geschlechtercharakteristik hinsichtlich ihrer Befähigung zu Kunst und Kunstausübung. Während dem Mann Spitzenleistungen vorbehalten bleiben, produziert die Frau nur Durchschnittskunst, ‘sehr mittelmäßige Sachen’, ’Künste des Hauses’, weil ihr das ’wahrhaft schaffende Vermögen’ abgeht. Diese Verteilung spiegelt sich überall in der goethezeitlichen Literatur: Virtuosen und Spitzenkünstler sind - mit Ausnahme der Vokalmusik, die in den Bereich der natürlichen, nicht der künstlichen Kunst gehört - nur Männer. Wenn Frauen künstlergleich solitär für sich zu schaffen versuchen, produzieren sie nur bedenkliche Wechselbälge (Arnim: Isabella von Ägypten; Hoffmann: Klein Zaches, genannt Zinnober) oder eben mittelmäßige Durchschnittskunst, so sehr diese gegenüber der männlichen Spitzenkunst auch menschen-und lebensfreundlicher sein mag (Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi).“Google Scholar
  49. 49.
    Touaillon, Der deutsche Frauenroman, S.259Google Scholar
  50. 50.
    Hans-Wolf Jäger, Gegen die Revolution. Beobachtungen zur konservativen Dramatik in Deutschland um 1790, in: Jahrbuch der deutschen Schiller-Gesellschaft 22 (1978), S.363Google Scholar
  51. 51.
    Corona Schröter (1751–1802). Hippolyte Clairon (1723–1803): Verfasserin der „Mémoires d’Hippolyte Clairon et réflexions sur l’art dramatique“ (1798–1799).Google Scholar
  52. 52.
    Barbara Becker-Cantarino, Der lange Weg zur Mündigkeit. Frau und Literatur 1500–1800, Stuttgart 1987. Hier: Von der Prinzipalin zur Prima Donna: Frauen am Theater, S.303 ff.Google Scholar
  53. 53.
    Friedrich Schiller, Werke in drei Bänden, München 1966, Bd. I, S. 722Google Scholar
  54. 54.
    Es handelt sich um F.M.Klingers „Medea in Korinth“ (1787)oder die Fortsetzung „Medea auf dem Kaukasos“ (1791)Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. Becker-Cantarino, Der lange Weg zur Mündigkeit, S.333 ff.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. Unger, Melanie, S.60Google Scholar
  57. 57.
    Neuenhagens Held Karl Berner bildet sich auch theoretisch für den Beruf des Schauspielers (Neuenhagen, Graurock I, 251). Er hat folgende Werke gelesen: G.E.Lessings Hamburgische Dramaturgie 1767–69. J.J.Engel, Ideen zu einer Mimik, 2 Thle. Berlin 1804. Diderot, Dyon. Oeuvres de Théàtre, 2 vols. Berlin 1762 bzw.Diderot, Theater a.d. Fr. v. Lessing, Berlin 1781. L.S.Mercier, Neuer Versuch über die Schauspielkunst. Mit einem Anhang: Etwas aus J.W.Goethes Brieftasche, Leipzig 1776Google Scholar
  58. 58.
    Von Josef II. war bekannt, daß er sich in die Angelegenheiten des Theaters einschaltete. Vgl. Becker-Cantarino, Der lange Weg zur Mündigkeit, S.329 f.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. G.C. Parthey, Die Mitarbeiter an Friedrich Nicolai’s Allgemeiner Deutscher Bibliothek nach ihren Namen und Zeichen in zwei Register geordnet. Ein Beitrag zur deutschen Literaturgeschichte, Berlin 1842. Nachdruck Hildesheim 1973 und Karl Bulling, Die Rezensenten der Jenaer Allgemeinen Literaturzeitung, Weimar 1962. Frauen betätigten sich nur ausnahmsweise als Rezensenten.Caroline Schlegel-Schelling hat neben ihren Briefen vor allem Rezensionen und Übersetzungen als Dokumente ihrer Arbeit hinterlassen. Wahrscheinlich wurden Rezensionen von Frauen verfaßt, aber unter dem Namen des Ehemanns veröffentlicht.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Wallenrodt, Das Leben der Frau von Wallenrodt in Briefen an einen Freund, 1797, Bd.2, S.607 f.Google Scholar
  61. 61.
    Ruth Ellen Boetcher-Joeres, Frauenfrage und Belletristik. Zu Positionen deutscher sozialkritischer Schriftstellerinnen im 19.Jahrhundert, in: Frauen sehen ihre Zeit. Katalog zur Literaturausstellung des Landesfrauenbeirates Rheinland-Pfalz, Mainz 1984, S. 32Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. z.B Ludwig, Die Familie Hohenstam I, Vorrede; Wolzogen, Agnes von Lilien II, S. I VGoogle Scholar
  63. 63.
    Christa Bürger, Literarischer Markt und Öffentlichkeit am Ausgang des 18.Jahrhunderts in Deutschland, S.192Google Scholar
  64. 64.
  65. 65.
    Unger, Julchen Grünthal II, S.68 f.; ebd. S.88 f.Google Scholar
  66. 66.
    Unger, Melanie, 147Google Scholar
  67. 67.
    Christa Bürger, Literarischer Markt und Öffentlichkeit, S. 172Google Scholar
  68. 68.
    Kastinger Riley vermutet in La Roches Darstellung ebenfalls eine Kritik der Tugendlehre. Vgl. Helen M. Kastinger Riley, Die weibliche Muse. Sechs Essays über künstlerisch schaffende Frauen der Goethe-Zeit, Columbia /SC 1986, S.27 ff.Google Scholar
  69. 69.
    Die zeitgenössischen Kritiken zur „Natürlichen Tochter“, die sich in Julius W.Braun (Hg.) „Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen (1802–1812)“ finden, lassen vermuten, daß Unger die Kritiken studiert hat. Zwar finden sich kaum direkte Parallelen, aber bestimmte Formulierungen des Urteils lassen es als möglich erscheinen, daß ihr sowohl die Kritik der Allgemeinen Literatur-Zeitung, Halle und Leipzig 1804, 2. und 3. Januar (Braun, a.a.O., S. 72 ff. und hier besonders S. 74) als auch die Rezension in der Neuen Allgemeinen Deutschen Bibliothek, Berlin und Stettin, 1804, 88.Bd. 2.Stück, pag. 466–467 (Braun, a.a.O., S. 97 ff.) bekannt waren. (Julius W.Braun, Goethe im Urtheile seiner Zeitgenossen (1802–1812), 3.Bd.,Nachdr. Hildesheim 1969) Erstaunlicherweise finden sich auch Parallelen zu einem im 20.Jahrhundert geschriebenen Kurzkommentar, der Mirabellas grundsätzliche Überlegungen zur „Natürlichen Tochter“ bis in dieses Jahrhundert aktuell erscheinen läßt. So schreibt 1965 der Kommentator der Insel-Ausgabe von Goethes Werken: „’Die natürliche Tochter’ hat auf der Bühne (seit 1803) stets nur einen Achtungserfolg errungen. Sie nahm auf Bedürfnisse und Neigungen des Publikums keinerlei Rücksicht. Aber sie stellt genau die Form dar, in der allein Goethe mit der Revolution abzurechnen berufen war. Shakespeare und Schiller hätten die ungeheure Erscheinung viel unmittelbarer gefaßt; bei Goethe erleben wir sie aus der Seele einer edlen Frau […]“.(Goethe, Werke in sechs Bänden, Insel Ausgabe, o.O.,1965, Bd.2, S.681)Google Scholar
  70. 70.
    Goethe, Berliner Ausgabe, Bd. 17, S. 419Google Scholar
  71. 71.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1992

Authors and Affiliations

  • Eva Kammler

There are no affiliations available

Personalised recommendations