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Umwelt- und Bodenbelastungen durch eine ökologisch nicht abgesicherte industriemäßig organisierte Tier- und Pflanzenproduktion

  • Hannsjörg F. Buck
Part of the Am Ende des realen Sozialismus book series (RSOZ, volume 4)

Zusammenfassung

In der SED-amtlichen Ausgabe des „Kulturpolitischen Wörterbuches“aus dem Jahre 1978 heißt es zum Thema „Natur“:

„Mit der Entwicklung des Kapitalismus und seiner gewaltigen Produktivkräfte < beschleunigte sich die Aneignung der Natur durch die menschliche Gesellschaft >. Die Ausnutzung der Naturkräfte und Naturreichtümer wurde dem kapitalistischen Profitstreben untergeordnet und führte zu einem hemmungslosen Raubbau an der Natur. Dadurch wurde der Naturreichtum verwüstet und die natürlichen Existenzgrundlagen der Menschheit untergraben. Die katastrophalen Auswirkungen des kapitalistischen Raubbaus an der Natur (Bodenerosion, Wassermangel, Verschmutzung der Luft und des Wassers, Ausrottung der Tierwelt u.a.) haben dazu geführt, daß die Forderung nach einem wirkungsvollen Umweltschutz in der kapitalistischen Welt immer stärker wurde und eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der Natur eingeleitet werden mußten. Aber das kapitalistische Gesellschaftssystem verhindert eine durchgreifende Lösung dieses Problems, weil das Profitstreben hierfür unüberschreitbare Grenzen setzt.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Kulturpolitisches Wörterbuch, zweite, erweiterte Auflage, Berlin (Ost) 1978, S. 527.Google Scholar
  2. 2.
    Hierzu gehörte auch die unter dem ZK-Sekretär für Landwirtschaft, Gerhard Grüneberg, Ende der 60er und während der 70er Jahre durchgesetzte rigorose Trennung und Spezialisierung der VEG und LPG in Betriebe für Tierproduktion einerseits und Betriebe für Pflanzenproduktion andererseits, durch die vorteilhafte, naturgegebene und ineinandergreifende Produktionsverbindungen zwischen der Tier- und Pflanzenproduktion auseinandergerissen wurden.Google Scholar
  3. Vgl. ergänzend den Artikel von Wolfgang, Müller, Umfassende Intensivierung der Landwirtschaft und effektivere Nutzung des Naturfaktors, in: Wirtschaftswissenschaft, Berlin (Ost), Heft Nr. 7/1985, S. 997–1008.Google Scholar
  4. 3.
    Vgl. hierzu Bernd Spindler, Ökologische Probleme der industriemäßigen Agrarproduktion in der DDR“, in: Agrarwirtschaft und Agrarwissenschaft in der DDR an der Schwelle der 90er Jahre, FS-Analysen Nr. 5/1989, hrsg. von der Forschungsstelle für gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen, Bonn, Berlin 1989;Google Scholar
  5. 3a.
    und Karl Hohmann, Hauptartikel Agrarpolitik, in: DDR Handbuch, hrsg. vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, 2 Bände, Band 1 A — L, Köln, Januar 1985, S. 13–21, hier S. 18ff.;Google Scholar
  6. 3b.
    Konrad Merkel und Karl Hohmann, Teil Landwirtschaft (DDR), in: Materialien zum Bericht zur Lage der Nation im geteilten Deutschland 1987, hrsg. vom Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen, Bonn, Mai 1987, S. 422ff.; und Adolf Weber, Ursachen und Folgen abnehmender Effizienz der DDR-Landwirtschaft, in diesem Band.Google Scholar
  7. 4.
    Vgl. hierzu u.a. das Gesetz über die planmäßige Gestaltung der sozialistischen Landeskultur in der DDR — Landeskulturgesetz — vom 14. Mai 1970. in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 12, S. 67 – 74, die Erste Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz — Schutz- und Pflege der Pflanzen- und Tierwelt und der landschaftlichen Schönheiten — (Naturschutzordnung) vom 14. Mai 1970, in: GBl. der DDR, Teil II, Nr. 46, S. 331–336; die Zweite Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz — Erschließung, Pflege und Entwicklung der Landschaft für die Erholung — vom 14. Mai 1970, ebenda, S. 336 – 339; und die Verordnung zum Schutz des land- und forstwirtschaftlichen Bodens und zur Sicherung der sozialistischen Bodennutzung — Bodennutzungsverordnung — vom 26. Februar 1981, in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 10, S. 105–114.Google Scholar
  8. 5.
    Vgl. hierzu den § 4 der Bodennutzungsverordnung, ebenda S. 106.Google Scholar
  9. 6.
    Vgl. zum Beleg das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, Berlin (Ost), S. 211.Google Scholar
  10. 7.
    Zur Bestätigung siehe das Ausmaß der Versäumnisse bei der Rekultivierung stillgelegter Braunkohlentagebaue in der kommentierten Tabelle Nr. 1.Google Scholar
  11. 8.
    8 Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, Material für die Beratung am Runden Tisch, hrsg. vom Institut für Umweltschutz und vom Zentrum für Umweltgestaltung, nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Berlin (Ost), erste Fassung vorgelegt für die 10. Sitzung des Runden Tisches am 29. Januar 1990, hier Fassung vom 15. Februar 1990, S. 23; dazu Helmut Kerles und Ewald Rose (Hrsgg.), Vom Runden Tisch zum Parlament, Bonn 1990, S. 91–109.Google Scholar
  12. 9.
    Vgl. die Anordnung über die effektive Nutzung der Hänge und Täler in unwettergefährdeten Gebieten in Mittelgebirgs- und Hügellandschaften vom 15. März 1983, in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 10, S. 101–103.Google Scholar
  13. 10.
    Vgl. hierzu u.a. Wolfgang Böttcher (Institut für Geographie und Geoökologie der Akademie der Wissenschaften der DDR), Aktuelle Vegetationsveränderungen in der Döllnitzaue (Mittelsächsisches Lößhügelland) und ihre ökologische und landeskulturelle Bewertung, in: Wissenschaftliche Mitteilungen, Heft Nr. 28, (Thema: Physisch-geographische Prozeßforschung zur Umweltbelastung und ihre Bewertung), hrsg. vom Institut für Geographie und Geoökologie der AdW der DDR, Leipzig 1988, S. 93–106.Google Scholar
  14. 11.
    Vgl. Karl, Marx, Das Kapital, Bd. I, in: Karl Marx, Friedrich Engels, Werke, MEGA, Bd. 23, Berlin (Ost) 1962, S. 529/30.Google Scholar
  15. 12.
    Vgl. hierzu auch die Materialien zum Bericht zur Lage der Nation im geteilten Deutschland 1987, Deutscher Bundestag, 11. Wahlperiode, Drucksache 11/11 vom 18. Februar 1987, S. 436; und Adolf Weber und Norbert Gebauer, Neue Tendenzen in der Agrarwirtschaft der DDR, in: Glasnost und Perestroika auch in der DDR, hrsg. von der Forschungsstelle für gesamtdeutsche und soziale Fragen, Berlin 1988, S. 88–125, hier S. 113.Google Scholar
  16. 13.
    Siehe zum Beleg Tabelle 2.Google Scholar
  17. 14.
    Vgl. Materialien zum Bericht zur Lage der Nation im geteilten Deutschland 1987, op. cit., a.a.O, S. 436–438.Google Scholar
  18. 15.
    Vgl. die Tabelle 3 und dazu die folgenden Untersuchungen und Berichte: Ökologische Sanierung und Entwicklung in den neuen Ländern, hrsg. vom Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Bonn, Stand: April 1993, S. 27/28; Umweltschutz in Deutschland, Nationalbericht der Bundesrepublik Deutschland für die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Brasilien im Juni 1992, hrsg. vom BMU, Bonn 1992, und Gunnar, Winkler, (Hrsg.), Sozialreport DDR 1990; Daten und Fakten zur sozialen Lage in der DDR, (abgeschlossen: 28. Februar 1990), Stuttgart, München, Landsberg 1990, S. 192.Google Scholar
  19. 16.
    Vgl. zum Beleg Tabelle 4; und Materialien zum Bericht zur Lage der Nation im geteilten Deutschland 1987, op. cit., a.a.O. S. 441/442.Google Scholar
  20. 17.
    Vgl. Klaus Ahrends, Richard Heinrich und Margrit Rack, Wechselbeziehungen zwischen umfassender Intensivierung und Reproduktion der natürlichen Ressourcen in der Landwirtschaft, in: Wirtschaftswissenschaft, Berlin (Ost), 38 Jhg., Heft Nr. 3/1990, S. 342–359, hier S. 350.Google Scholar
  21. 18.
    Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, op. cit., a.a.O., S. 24.Google Scholar
  22. 19.
    Bei Wirtschaftsflügen in der Land- und Forstwirtschaft waren die Agrarflugzeuge der DDR 1989 insgesamt 97 393 Flugstunden im Einsatz. Vgl. Statistisches Jahrbuch der DDR 1990, S. 258.Google Scholar
  23. 20.
    Vgl. hier das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 221.Google Scholar
  24. 21.
    Zum Ausmaß der Gewässerverschmutzung und Gewässervergiftung siehe die ausführliche Analyse bei Hannsjörg F. Buck, Umweltpolitik und Umweltbelastung, in: Eberhard Kuhrt (Hrsg.) in Verbindung mit Hannsjörg F. Buck und Gunter Holzweißig, Die wirtschaftlicheGoogle Scholar
  25. und ökologische Situation der DDR in den achtziger Jahren, hrsg. im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, Opladen 1996, S. 223–266, hier S. 238–249.Google Scholar
  26. 22.
    Näheres siehe im Statistischen Jahrbuch der DDR 1990, S. 221.Google Scholar
  27. 23.
    Vgl. u.a. Klaus, D. Aurada, Die Nutzung und Bewirtschaftung des Wasserdargebotes in der DDR, in: Geographische Berichte, VEB Verlag Hermann Haack, Gotha, 107. Jhg., Heft Nr. 2/1983, S. 73–91, hier S. 82.Google Scholar
  28. 24.
    Siehe Hannsjörg, F. Buck, Bernd Spindler und Hans Georg Bauer, Wasserversorgung, Wasserverbrauch und Gewässerbelastungen im Einzugsgebiet des Flußsystems Elbe, Analysen und Berichte Nr. 2/1989, hrsg. vom Gesamtdeutschen Institut, Bonn, 14. Februar 1989, S. 23; und Nachrichtenblatt für den Pflanzenschutz in der DDR, Heft Nr. 4//1987, S. 82ff.Google Scholar
  29. 25.
    Vgl. zum Beleg Dokument 1; und Gunnar Winkler (Hrsg.), (s.o. Anm. 15), S. 192.Google Scholar
  30. 26.
    Vgl. Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Konzeption für die Entwicklung der Umweltpolitik, nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Berlin (Ost), 2. März 1990, S. 39.Google Scholar
  31. 27.
    Vgl. Institut für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR, Zur Umweltsituation in der DDR, Broschüre, nicht im Buchhandel, Berlin (Ost), ohne Jahresangabe (1990), S. 24; und damit übereinstimmend Gunnar Winkler (Hrsg.), s.o. Anm. 15, S. 191.Google Scholar
  32. 28.
    Siehe Ministerium für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Konzeption für die Entwicklung der Umweltpolitik, op. cit., a.a.O., S. 42.Google Scholar
  33. 29.
    Neben diesen Güllemengen mußten jedes Jahr noch 25 Millionen Tonnen Stalldung in der Landschaft untergebracht werden.Google Scholar
  34. 30.
    Über das für die Umwelt Ostdeutschlands entstandene Gefahrenpotential durch ungelöste Entsorgungsprobleme bei der Beseitigung der Fäkalien und Abprodukte aus der DDR-Massentierhaltung siehe Hannsjörg F. Buck, Bernd Spindler und Hans Georg Bauer, (s.o. Anm. 24), S. 23ff.Google Scholar
  35. 31.
    Nach DDR-Angaben wurde die im Zeitraum von 1985–1989 aus Haushaltsabwässern anfallende Fäkalienmenge auf 18 bis 19 Millionen Kubikmeter pro Jahr geschätzt. Tatsächlich abgefahren wurde dagegen von den Entsorgungsbetrieben der Kommunen und Kreise rund 11 bis 14 Millionen Kubikmeter. Vgl. das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 154.Google Scholar
  36. 32.
    Vgl. Klaus Ahrends, Richard Heinrich und Margrit Rack, (s.o. Anm. 17), S. 350 und 356.Google Scholar
  37. 33.
    Näheres über die Umweltschutzqualität des in der DDR gebauten Güllelagerraumes siehe im Lagebericht des Ministeriums für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR: „Umweltbericht der DDR, (Information zur Analyse der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen)“, mit einem Vorwort von DDR-Minister Dr. Peter Diederich, überarbeitete und erweiterte Ausgabe des Berichtes vom Januar und Februar 1990, nicht im Buchhandel, als Manuskript vervielfältigt, Berlin (Ost und West), vorgelegt im März 1990, S. 45.Google Scholar
  38. 34.
    Festgestellt nach Ermittlungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Vorort in den neuen Bundesländern. Siehe dazu Eckwerte der ökologischen Sanierung und Entwicklung in den neuen Ländern, Bonn, November 1991, S. 20/21.Google Scholar
  39. 35.
    Vgl. § 4 der Bodennutzungsverordnung a.a.O., S. 106.Google Scholar
  40. 36.
    Der BSB5-Wert gibt den biochemischen Sauerstoffbedarf an (O2 in mg), welcher benötigt wird, um 1 Liter Abwasser von organischen Verschmutzungen (Abwasserinhaltsstoffen) durch Ab- und Umbauprozesse innerhalb einer bestimmten Zahl von Tagen (hier 5 Tage) bei 20 Grad C zu reinigen.Google Scholar
  41. 37.
    Bis zur Verfütterung fallen in der Regel je Kubikmeter Silomischfutter, das als Futterreserve gespeichert wird, 150 Liter Silosickersaft an. Ende der 80er Jahre wurden nach DDR-Angaben pro Jahr rd. 1,5 bis 2,0 Millionen Kubikmeter Silage erzeugt. Hierdurch entstand jedes Jahr ein hochgefährliches Gewässerbelastungspotential von 225–300 Millionen Liter Silosickersaft.Google Scholar
  42. 38.
    Vgl. Gunnar Winkler (Hrsg.), (s.o. Anm. 15), S. 193; dieser Sachverhalt wird dem vollen Wortlaut nach auch durch die Wissenschaftler des Instituts für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR bestätigt. Siehe hierzu die Broschüre „Zur Umweltsituation in der DDR“(1990), a.a.O., S. 26.Google Scholar
  43. 39.
    Vgl. Friedrich Engels, Dialektik der Natur, in: Karl Marx, Friedrich Engels, Werke, (MEGA), Band 20, Berlin (Ost) 1962, S. 452/53.Google Scholar
  44. 40.
    Dazu gehören u.a. Pflugtraktoren, Pflanz-, Bearbeitungs-, Mäh-, Ernte-, Dresch- und Bindemaschinen.Google Scholar
  45. 41.
    Vgl. H. Weinitschke, Naturschutz und Landnutzung, Jena 1987, S. 96Google Scholar
  46. 42.
    Gab es 1967 noch 548 VEG mit einer landwirtschaftlichen Nutzflläche von durchschnittlich 782 Hektar pro Betrieb, so verminderte sich ihre Zahl bis 1975 auf 463 Betriebe. Auf jedes dieser Staatsgüter entfiel 1975 im Durchschnitt eine zu bearbeitende Fläche von 1.023 Hektar. Vgl. das Statistische Jahrbuch der DDR 1980, S. 158/59.Google Scholar
  47. 43.
    Vgl. zum Beleg das Statistische Jahrbuch der DDR 1990, S. 212.Google Scholar
  48. 44.
    Vgl. Dieter Graf, Zum Widerspruch zwischen Wirtschafts- und Umweltpolitik in der DDR, in: Armin Beckmann (Hrsg.), Umweltpolitik in der DDR. Dokumente des Umbruchs. Werkstattberichte des Instituts für Landschaftsökonomie an der TU Berlin, Heft Nr. 32, Berlin 1991, S. 64–72, hier S. 70.Google Scholar
  49. 45.
    Vgl. zur Bestätigung den Lagebericht des Ministeriums für Naturschutz, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Konzeption für die Entwicklung der Umweltpolitik, op. cit., a.a.O., S. 39.Google Scholar
  50. 46.
    Siehe hierzu die Untersuchungen von D. Ermich und B. Hofmann, Was den Boden schont, ist uns willkommen, in: Neue Deutsche Bauernzeitung, Berlin (Ost), Heft Nr. 11/1984, S. 4.Google Scholar
  51. 47.
    Vgl. Klaus Ahrends, Richard Heinrich und Margrit Rack, Wechselbeziehungen zwischen umfassender Intensivierung und Reproduktion der natürlichen Ressourcen in der Landwirtschaft, (s.o. Anm. 17), S. 353.Google Scholar
  52. 48.
    So erhöhte sich beispielsweise das Gewicht des in der DDR-Landwirtschaft hauptsächlich verwendeten Mähdreschers (Serie E) von der ersten bis zur dritten Generation um 83 vH von 5.300 kg (Typ E 175) auf 9.700 kg (Typ E 516).Google Scholar
  53. 49.
    Vgl. Ministerium für Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR, Information zur Entwicklung der Umweltbedingungen in der DDR und zu weiteren Maßnahmen, op. cit., a.a.O., S. 24.Google Scholar
  54. 50.
    Grüneberg war in der SED-Führung als ZK-Sekretär fast 21 Jahre für die Agrarpolitik der DDR zuständig (1960–1981).Google Scholar
  55. 51.
    Vgl. Alfred Kosing, Natur und Gesellschaft, in: Einheit, hrsg. vom ZK der SED, 39. Jhg., Heft Nr. 11/1984, S. 1018–1023, hier S. 1021.Google Scholar
  56. 52.
    Zu den staatseigenen Kombinaten der Land- und Nahrungsgüterwirtschaft gehörten vor allem die „Kombinate industrielle Mast“(KIM) und die Kombinate der Milch- und Fleischindustrie sowie der Getreide- und Zuckerwirtschaft. Eine herausgehobene Rolle bei der Tierproduktion spielten die nach Nutztierarten spezialisierten KIM. Sie waren als Vorbild- und teilweise als Versuchsbetriebe errichtet worden. 1976 bestanden 30 und 1988/89 32 dieser Betriebskomplexe für die massenhafte Aufzucht, Haltung, Verwertung und den Absatz von Nutztieren. Die Großanlagen der KIM umfaßten nicht selten Viehbestände von über 2 000 Kühen, 10.000 bis 14.000 Mastbullen, 20.000–50.000 Mastschweinen und 500.000 Hühnern.Google Scholar
  57. 53.
    Vgl. Klaus Ahrends, Richard Heinrich und Margrit Rack, (s.o. Anm. 17), S. 358/59.Google Scholar
  58. 54.
    Vgl. hierzu Dieter Graf, Zum Widerspruch zwischen Wirtschafts- und Umweltpolitik in der DDR, a.a.O., S. 70; dazu die Erste Durchführungsbestimmung zur Naturschutzverordnung -Schutz von Pflanzen- und Tierarten — (Artenschutzbestimmung) vom 1. Oktober 1984, in: GBl. Der DDR, Teil I, Nr. 31, S. 381–386 (einschließlich Anlagen); ferner den Kommentar Artenschutzbestimmung für Pflanzen und Tiere, in: Presse-Informationen des Presseamtes beim Vorsitzenden des Ministerrates der DDR, Nr. 140 vom 29. November 1984, S. 5/6 und das Dokument Nr. 2.Google Scholar
  59. 55.
    In den alten Bundesländern bestanden zur gleichen Zeit (1990) etwa 3 300 Naturschutzgebiete. Sie bedeckten gegenüber der DDR einen etwas höheren Flächenanteil des Staatsterritoriums der Bundesrepublik Deutschland (= 1,48 vH).Google Scholar
  60. Vgl. Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Raumordnungsbericht 1991 der Bundesregierung, Bonn, September 1991, S. 117 – 120.Google Scholar
  61. 56.
    Zum formalen Naturschutzrecht der DDR siehe die Erste Durchführungsverordnung zum Landeskulturgesetz — Schutz und Pflege der Pflanzen- und Tierwelt und der landschaftlichen Schönheiten — (Naturschutzverordnung) vom 14. Mai 1970, in: GBl. der DDR, Teil II, Nr. 46, S. 331ff. und die Mitte 1989 erlassene neue Fassung dieser Verordnung vom 18. Mai 1989, in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 12, S. 159ff.Google Scholar
  62. 57.
    Vgl. hierzu § 13 des Landeskulturgesetzes vom 14. Mai 1970 (GBl. der DDR, Teil I, Nr. 12, S. 67ff.) in der Fassung des Wassergesetzes vom 2. Juli 1982, in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 26, S. 467ff.; dazu § 9 der Naturschutzverordnung vom 14. Mai 1970, in: GBl der DDR, Teil II, Nr. 46, S. 331ff.; und Ellenor Oehler (Leitung und Gesamtredaktion des Autorenkollektivs), Landeskulturrecht, Berlin (Ost) 1986, S. 110ff.Google Scholar
  63. 58.
    Vgl. Statistisches Jahrbuch der DDR 1990, S. 149Google Scholar
  64. 59.
    Zum Beleg siehe Dokument 3.Google Scholar
  65. 60.
    Vgl. das Umweltrahmengesetz vom 29. Juni 1990, in: GBl. der DDR, Teil I, Nr. 42, S. 649ff.Google Scholar
  66. 61.
    Vgl. den Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands — Einigungsvertrag vom 31. August 1990, in: BGBL, Teil II, S. 889ff.; Näheres zum Prozeß der Anpassung des Umweltschutzrechts der DDR an die westdeutschen Rechtsnormen siehe bei Michael Kloepfer, Umweltrecht im geeinten Deutschland, in: Deutsches Verwaltungsblatt, 106. Jhg., Heft Nr. 1/1991, S. 1–7.Google Scholar
  67. 62.
    Die Schutzprojekte beziehen sich in Brandenburg auf die Gebiete „Nuthe-Nieplitz-Niede-rung“und „Unteres Odertal“, in Mecklenburg-Vorpommern auf die Gebiete „Peenetal/Pee-ne-Haff-Moor“, Ostrügensche Boddenlandschaft“und den „Schaalsee“, in Sachsen auf die Gebiete „Presseier Heidewald- und Moorgebiet“und die „Teichlandschaft Niederspree — Hammerstadt“, in Sachsen-Anhalt auf das „Drömling“-Gebiet und in Thüringen auf die „Muschelkalkhänge im Mittleren Saaletal“und auf den „Kyffhäuser“.Google Scholar
  68. 63.
    Vgl. den Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit, vorgelegt vom Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der neuen Länder am 13. Oktober 1999“, Deutscher Bundestag, Drucksache Nr. 14/1825 vom 18. Oktober 1999, S. 37.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1999

Authors and Affiliations

  • Hannsjörg F. Buck

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