Advertisement

Zimbabwe

  • Goswin Baumhögger

Zusammenfassung

Schon bald nach Abschluß des Parteikongresses der neuen ZANU PF (22.12.89), der die Verschmelzung der beiden größten Parteien ZANU und ZAPU besiegelt hatte, liefen die Vorbereitungen für die fälligen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen an. Nach der offiziellen Präsentation des Berichtes der Wahlkreiskommission (9.2.), die im Zuge der Zusammenlegung von Abgeordnetenhaus und Senat eine grundlegende Neueinteilung der nunmehr 120 (bisher 80) Wahlkreise erarbeitet hatte, wurden zunächst Neu- bzw. Nachwahlen für zahlreiche Vorstandspositionen der ZANU-Provinzverbände abgehalten (10.–11.2.), erforderlich geworden wegen des in der neuen Parteisatzung verankerten Verbots der Mehrfachfunktionen von ZK-Mitgliedern. Überraschend — wenn auch im Vorjahr bereits indirekt angedeutet — war die gleichzeitige Ankündigung von Vorwahlen zur Bestimmung der ZANU-Parlamentskandidaten. Delegierte der in den Wahlkreisen bestehenden unteren Parteigliederungen konnten hierbei über nach Belieben antretende Kandidaten abstimmen (17.–18.2.). Zwar bedeutete dies einen wesentlichen Schritt im Sinne einer innerparteilichen Demokratisierung, doch ergaben sich infolge der nicht optimal vorbereiteten und zudem überhasteten Abwicklung heftige Auseinandersetzungen. Als das ZK von der von vornherein offengehaltenen Möglichkeit zu Korrekturen Gebrauch machte, schlug der Gesamteindruck, jedenfalls in der öffentlichen Wahrnehmung, vollends ins Negative um, so daß sich der — so pauschal keineswegs zutreffende — Nachgeschmack eines großangelegten Manipulationsmanövers festsetzte. So wurde im Falle eines Provinzverbands die gesamte Vorwahlrunde für ungültig erklärt und zugleich der Vorstand entlassen (23.2).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Goswin Baumhögger

There are no affiliations available

Personalised recommendations