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Zambia

  • Goswin Baumhögger

Zusammenfassung

Bald nach der Jahreswende zeichnete sich ab, daß die so auffällige Zurückhaltung im Vorjahr hinsichtlich innenpolitischer Konfrontationen eine trügerische Ruhe gewesen war. Ermutigt durch die Umwälzungen in Osteuropa, begann die zügige Formierung einer Front von Kritikern des durch engste und verkrustete Verflechtung von Partei und Regierung gekennzeichneten Regimes. Durch die frühzeitige Vorgabe (31.12.89) von F. Chiluba, des populären Vorsitzenden des Gewerkschaftsdachverbandes ZCTU (Zambia Congress of Trade Unions), wurde die politische Stoßrichtung dieser oppositionellen Front auf die Forderung nach Wiedereinführung des 1973 abgeschafften Mehrparteiensystems ausgerichtet. Förderlich war zudem, daß die Oppositionellen schon bald eine günstige Gelegenheit — den alle sechs Jahre stattfindenden Nationalkonvent der Staatspartei UNIP — nutzen konnten, um ihren inhaltlichen Vorstellungen Gehör zu verschaffen. Die mit dem Ausbruch einer (bis Jahresende immer wieder aufflak-kernden) Choleraepidemie begründete Verschiebung des ursprünglichen Termins ließ den Nationalkonvent überdies zu einem Zeitpunkt stattfinden, als sich das Regime nachhaltig angeschlagen in der Defensive befand.

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© Leske + Budrich, Opladen 1990

Authors and Affiliations

  • Goswin Baumhögger

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