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Die Situation von Ausländern in Deutschland

  • Claudia Mitulla

Zusammenfassung

Fremde in Deutschland, das umfaßt eine ganze Reihe von verschiedenen, selbst zum Teil wieder recht heterogenen Gruppen von Menschen. Angehörige aus Staaten der Europäischen Union, ausländische Flüchtlinge, Kontingentflüchtlinge, Gastarbeiter, Aussiedler, ausländische Studierende, nichtdeutsche Ehepartner in binationalen Ehen. Bis vor kurzem gehörten auch eine größere Anzahl alliierter Soldaten und deren Familienangehörige dazu, und damit ist die Liste noch lange nicht beeendet (vgl. Gugel 1991). Bis auf die Gruppe der Aussiedler, die zwar auch Fremde in Deutschland sind, aber einen deutschen Paß besitzen, werden sie alle als Ausländer bezeichnet.

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Literatur

  1. 1.
    Quelle: Statist. Jahrbuch 1995. Stand vom 31.12.1993Google Scholar
  2. 2.
    vgl. Bade (1992b): „Deutsche im Ausland-Fremde in Deutschland“Google Scholar
  3. 3.
    Boehncke (1991) zeigt in seiner Schilderung vom Asyl in Bahrsfelden anschaulich, was auch bei wohlwollendem Umgang miteinander alles schief-und natürlich auch gut gehen kann, und welche Veränderungen eine Asylbewerberunterkunft am Rande eines kleinen Ortes mit sich bringen kann.Google Scholar
  4. 4.
    Quelle: Statistisches Jahrbuch 1995Google Scholar
  5. 5.
    Ulrich Bielefeld (1994) spricht in diesem Zusammenhang von der Fiktion einer ethnischen Homogenität der Deutschen, die im Widerspruch steht zur Realität einer ethnisch heterogenen Gesellschaft (S.176f). Diese Fiktion manifestierte sich nach Bielefeld bereits im Staatsangehörigkeitsrecht von 1913, das die Staatsangehörigkeit einer Person ausschließlich über ihre Herkunft festschrieb. Als Abwehrrecht drückte es den politischen Willen Preußens aus, zu einem ethnisch homogenen Staat zu werden, was dieser 1913 keineswegs war. Die Bundesrepublik hat dieses Recht übernommen und führt damit auch die Fiktion der ethnisch homogenen Gesellschaft fort.Google Scholar
  6. 6.
    Zur schwierigen Situation von Aussiedlern vgl. Bade 1992b und 1994.Google Scholar
  7. 7.
    Während unserer Untersuchung legten wir den befagten Kindern Fotos vor. Auf diesen Fotos waren jeweils ein deutsches und ein türkisches Kind abgebildet. Sie wurden von uns benannt und es wurde eine Geschichte über die beiden erzählt. Obwohl die Ethnie nicht direkt angesprochen wurde, hieß es oft: Da sitzen ja ein deutsches und ein ausländiches Kind zusammen“. Die Ethnie war für diese Kinder aascheinend ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung der Beziehung zwischen zwei Kindern.Google Scholar
  8. 8.
    Quelle: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie: Grund-und Strukturdaten 1994/95. Der Anteil von neun Prozent bezieht sich auf die ganze Bundesrepublik. Die Zahlen schwanken je nach Bundesland stark. Sie liegen in den neuen Bundesländern unter einem Prozent, in den alten Landern zwischen 5 (Schleswig-Holstein) und 18% (Hamburg). Die Zahlen schwanken auch je nach Wohngegend. Vor allem in ländlichen Gegenden ist der Ausländeranteil eher gering. Andererseits gibt es in Großstädten wie Berlin Schulklassen, die ausschließlich von ausländischen Kindern besucht werden.Google Scholar
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    Quelle: Statist. Veröffentl. der Kultusministerkonferenz (1994).Google Scholar
  10. 10.
    Quelle: Grund-und Strukturdaten 1994/95: Schulabgänger nach Art des Abschlusses in Prozent der gleichaltrigen Bevölkerung.Google Scholar
  11. 12.
    Quelle: Statistische Veröfffentlichungen der Kultusministerkonferenz 1994.Google Scholar
  12. 13.
    Die Schüler wurden gebeten, sich aus einer Gruppe von fünf „Gastarbeitergruppen“ einen Freund/eine Freundin auszusuchen. Als Antwortmöglichkeit war ausdrücklich die Wahl einer anderen Nationalität und auch „keine davon“ vorgegeben.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Claudia Mitulla

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