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Qualitätsmanagement

  • Miriam Meckel

Zusammenfassung

Qualität ist in aller Munde — nicht erst seit dem einschlägigen Nachweis ihres Fehlens, den viele Medienkritiker in der Tradition Hans Magnus Enzensbergers (1988) vor allem am „Nullmedium“ Fernsehen festmachen. Das bietet aus dieser Sicht nämlich letztlich nichts mehr, schon gar keine Qualität. Fälscherskandale, Gefühlsfernsehen und Trash-TV à la Jerry Springer sind Indikatoren für nicht mehr als die „Wirklichkeit eines entfesselten Medienmarktes“ (Weischenberg 1997: 9), der sich um vieles sorgt, vor allem um Pecunia und Popularis, nicht aber um journalistische Qualität. „Der Köder muß dem Fisch gefallen und nicht dem Angler“ — so knapp und einfach hat RTL-Geschäftsführer Helmut Thoma dieses markt- und zeitgemäße Verständnis von Qualität (im Fernsehen) einmal auf den Punkt gebracht (zit. nach Schneider 1990: 19). Qualität ist dabei gleich Quote, oder anders formuliert: Qualität ist das, was dem Publikum gefällt. Man muß gar nicht an den lauten Protest erinnern, den eine solche Bemerkung und ihre auch in Programmformaten wie Tutti Frutti erkennbare Manifestation unter Medienkritikern und Wissenschaftlern hervorgerufen hat, um festzustellen, daß die Qualitätsdebatte eine der am vehementesten und kontroversesten geführten Diskussionen in Wissenschaft und Praxis der Medien überhaupt ist.

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Literatur

  1. 2.
    Vgl. das Interview mit Roger de Weck, Die ZEIT, Hamburg, Kap. 8.5.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Miriam Meckel

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