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Regulierung als Problem der optimalen Kontrolle

  • Gudrun Bobzin
Chapter
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Das vorliegende Kapitel weist einen dreigeteilten Aufbau auf, wobei die Regulierung der Unternehmen den zentralen Aspekt darstellt. Entsprechend erfolgt im ersten Teil ein Überblick über die Theorie der Regulierung. Hier wird der Begriff der Regulierung definiert. Ferner werden Argumente für und wider eine Regulierung diskutiert und exemplarisch einige Regulierungsinstrumente vorgestellt. Damit ist der ökonomische Kontext in Bezug auf das Thema der Arbeit vorgegeben. Der zweite Teil ist technischer Art und dient dazu, die Methoden der Kontrolltheorie vorzustellen, die sich zur Optimierung dynamischer Prozesse anwenden lassen. Die Verfahren werden zunächst losgelöst vom ökonomischen Problem der Regulierung dargelegt. Schließlich erfolgt im dritten Teil die Übertragung der vorgestellten technischen Methoden auf die Regulierung von Unternehmen. Zum einen wird dargelegt, inwiefern die Berücksichtigung dynamischer Aspekte in der Regulierung von Belang ist. Zum anderen werden alternative Modellierungen des Regulierungsprozesses entsprechend dem Instrumentarium der Kontrolltheorie aufgezeigt. Das Kapitel dient in seiner Gesamtheit dazu, die Grundlagen für die Theorie der Regulierung sowie für die Kontrolltheorie zu legen, um den Zugang zu den speziellen Problemen der intertemporalen Regulierung zu erleichtern, die im dritten Kapitel behandelt werden.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. zum Beispiel Mitnick (1980), Francis (1993), Seite 5, Breyer, MacAvoy (1998) sowie die Übersicht über alternative Definitionen in Spulber (1989), Seite 22 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Die statische Kostenfunktion eines Unternehmens gibt die minimalen Kosten der Produktion einer Menge x bei gegebenen Faktorpreisen q an und wird üblicherweise mit c(q, x) bezeichnet. Im Folgenden wird die Abhängigkeit der Kostenfunktion von den Faktorpreisen q bei der Schreibweise der Funktion unterdrückt, da die Abhängigkeit der Funktion vom Output im Vordergrund der Diskussion steht und die Faktorpreise nicht variiert werden.Google Scholar
  3. 3.
    Wie Machlup (1965) betont, stimmt die Kostenfunktion im Fall des Monopols nicht zwingend mit der Situation bei vollständiger Konkurrenz überein (vgl. Machlup (1965), Seite 439). Um die Vergleichbarkeit der Monopolsituation mit dem fall der vollständigen Konkurrenz sicherzustellen, wird angenommen, dass die aggregierte Grenzkostenkurve vieler kleiner Anbieter der Grenzkostenkurve des Monopolisten entspricht (vgl. Schumann, Meyer, Ströbele (1999), Seite 281.).Google Scholar
  4. 4.
    Um die Vergleichbarkeit der beiden Situationen sicherzustellen, wird angenommen, dass die aggregierte Grenzkostenkurve vieler kleiner Anbieter mit der Grenzkostenkurve des Monopols übereinstimmt.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. hierzu auch Föllinger (1994b), Seite 9, der darauf hinweist, dass eine treffendere Übersetzung der angelsächsischen Begriffe control, feedforward control, feedback control zum Beispiel die Verwendung des Wortes Steuerung als Oberbegriff, sowie Vorwärtssteuerung und Rückführsteuerung, anstelle der üblichen Bezeichnungsweise mit Kontrolle als Oberbegriff und der Unterscheidung in Steuerung und Regelung ist.Google Scholar
  6. 6.
    Die Übertragung des hier vorgestellten Instrumentariums der Kontrolltheorie auf ökonomische Anwendungen, insbesondere das Problem der Regulierung von Unternehmen, erfolgt im Rahmen des Abschnitts 3.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Gudrun Bobzin

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