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Integration der Abfallentstehung und -entsorgung in die (kurzfristige) Produktionsprogrammplanung

  • Heinz Eckart Klingelhöfer
Chapter
Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Sind mit den Ausführungen des letzten Kapitels die Abfallentstehung und -entsorgung sowie die verschiedenen Arten von Beschränkungen der Produktion (insbesondere auch aus dem Bereich der Entsorgung i.w.S.) in die Produktionstheorie integriert, so soll in diesem Kapitel der schon in Abschnitt 3.1.1 in allgemeiner Form beschriebene Schritt der Bewertung vollzogen werden. Damit ist es möglich, aus den auf der Mengenebene erhaltenen Resultaten vor dem Hintergrund ihres jeweiligen Beitrags zur einzelwirtschaftlichen Zielerfüllung die im Rahmen einer Produktionsprogrammplanung optimalen Aktivitäten zu ermitteln.

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Literatur

  1. 2.
    Diese Annahme wird des besseren Verständnisses wegen eingeführt, in Abschnitt 4.1.3 aber wieder aufgehoben.Google Scholar
  2. 3.
    Vgl. Dyckhoff: Produktion, S. 122 f. Das Ungleichheitszeichen soll hier für jedes Element der betrachteten Vektoren stehen.Google Scholar
  3. 1.
    Vgl. Koopmans: Activities, S. 66; Wittmann: Produktionstheoric, S. 127 f. und S. 135–137; Nikaido: Theory, S. 185–187; Bol/Opitz: Aktivitätsanalyse, S. 214; Hildenbrand/Hildenbrand: Modelle, S. 37 f.; Dyckhoff: Aktivitätsanalyse, Sp. 63 f.; Dyckhoff: Produktion, S. 126–128 (in allgemeinerer Formulierung für konvexe Technologien) und S. 173–176. Zwar wird in den meisten Formulierungen des Effizienzpreistheorems von positiven Preisen ausgegangen, doch erfolgen die dortigen Darstellungen der Aktivität zumeist in Flußversion (d.h. nach dem Nettoprinzip). Wählt man wie hier die Bestandsversion (das Bruttoprinzip) mit nichtnegativen Objektmengen, so müssen die Vorzeichen über die Preise eingehen. Der Beweis des Effizienzpreistheorems läßt sich dann über die Dualitätstheorie mit Hilfe des auf den S. 422–423 dieser Arbeit noch erläuterten Preistheorems der linearen Optimierung führen (vgl. dazu z.B. Kistner: Kostentheorie, S. 118–121, der sich allerdings auf Produkte und Einsatzfaktoren i.e.S. beschränkt), wobei ausgebrachte Abfälle formal wie Einsatzfaktoren i.e.S. und eingesetzte Abfälle formal wie Produkte zu behandeln sind.Google Scholar
  4. 2.
    Vgl. Dyckhoff: Reduktion, Sp. 1461 f.Google Scholar
  5. 3.
    Zur Erwünschtheit des Einsatzes von Abfällen in der Produktion vgl. Abschnitt 3.1.1.Google Scholar
  6. 1.
    Vgl. zu diesem bereits die Dominanzanalyse erschwerenden Problem ausführlich Unterkapitel 3.3.Google Scholar
  7. 2.
    Vgl. hierzu Hax: Kostenbewertung, S. 204, S. 207 und das Ergebnis auf S. 210, Adam: Kostenbewertung, S. 53, Adam: Produktions-Management, S. 269 f., Heinen: Kostenlehre, S. 76 f., Riebel: Deckungsbeitragsrechnung, S. 411–413. Zu Schwierigkeiten der Kalkulation mit Opportunitätskosten in der Praxis vgl. außerdem Kern: Kalkulation.Google Scholar
  8. 3.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270.Google Scholar
  9. 4.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270. Zum Problem der Eignung von Wiederbeschaffungspreisen als Lenkpreise vgl. Adam: Bewertung, S. 44 f.Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270.Google Scholar
  11. 2.
    Sprungfixe Kosten als Sonderfall von (Gesamt-)Deckungsbeitragssprüngen sind Thema des Abschnitts 4.1.3.Google Scholar
  12. 3.
    Auf die in Unterabschnitt 3.1.2.2 besprochene Technologienebenbedingung und die in Unterkapitel 3.4 erläuterten produktionsexogen vorgegebenen Produktionsbeschränkungen als Nebenbedingungen der Produktionsprogrammplanung wird in Unterkapitel 4.3 noch näher eingegangen werden. Zur linearen Optimierung (häufig auch als ‘lineare Programmierung’ bezeichnet), dem zur Lösung verwendeten Simplexalgorithmus mit seinen Sonderformen und zur Dualitätstheorie vgl. beispielsweise Dantzig: Lineare Programmierung und Kistner: Optimierungsmethoden, S. 9–96 (beide inkl. Beweise für die folgenden Sätze), Ellinger/Beuermann/Leisten: Operations Research, S. 15–66, Hillier/Liebermann: Operations Research, S. 25–277 sowie Müller-Merbach: Operations Research, S. 88–178 und S. 228–237. Mit Änderung der Basislösung ändert sich ggf. die marginale Zuwachsrate ξγ des Gesamtdeckungsbeitrags.Google Scholar
  13. 1.
    Eine Tonne Öl ist mit einem Kubikmeter Gas oder einem Megawatt Strom zunächst nicht zu vergleichen. Auf der Mengenebene ist eben keineswegs klar, ob eine Steigerung des Gas- und/oder Ölverbrauches die Senkung des Stromverbrauchs ausgleicht, so daß bei gleicher Ausbringung mehrere Kombinationen der Mengen dieser drei Energieträger effizient sein können. Erst das Anlegen eines Wertmaßstabes erlaubt, Aussagen darüber zu treffen, ob einige (und wenn ja, welche) der technisch effizienten Kombinationen besser als andere sind.Google Scholar
  14. 2.
    Diese Annahme wird des besseren Verständnisses wegen eingeführt, in Abschnitt 4.1.3 aber wieder aufgehoben.Google Scholar
  15. 3.
    Vgl. Dyckhoff: Produktion, S. 122 f. Das Ungleichheitszeichen soll hier für jedes Element der betrachteten Vektoren stehen.Google Scholar
  16. 1.
    Vgl. Koopmans: Activities, S. 66; Wittmann: Produktiunstheoric, S. 127 f. und S. 135–137; Nikaido: Theory, S. 185–187; Bol/Opitz: Aktivitätsanalyse, S. 214; Hildenbrand/Hildenbrand: Modelle, S. 37 f.; Dyckhoff: Aktivitätsanalyse, Sp. 63 f.; Dyckhoff: Produktion, S. 126–128 (in allgemeinerer Formulierung für konvexe Technologien) und S. 173–176. Zwar wird in den meisten Formulierungen des Effizienzpreistheorems von positiven Preisen ausgegangen, doch erfolgen die dortigen Darstellungen der Aktivität zumeist in Flußversion (d.h. nach dem Nettoprinzip). Wählt man wie hier die Bestandsversion (das Bruttoprinzip) mit nichtnegativen Objektmengen, so müssen die Vorzeichen über die Preise eingehen. Der Beweis des Effizienzpreistheorems läßt sich dann über die Dualitätstheorie mit Hilfe des auf den S. 422–423 dieser Arbeit noch erläuterten Preistheorems der linearen Optimierung führen (vgl. dazu z.B. Kistner: Kostentheorie, S. 118–121, der sich allerdings auf Produkte und Einsatzfaktoren i.e.S. beschränkt), wobei ausgebrachte Abfälle formal wie Einsatzfaktoren i.e.S. und eingesetzte Abfälle formal wie Produkte zu behandeln sind.Google Scholar
  17. 2.
    Vgl. Dyckhoff: Reduktion, Sp. 1461 f.Google Scholar
  18. 3.
    Zur Erwünschtheit des Einsatzes von Abfällen in der Produktion vgl. Abschnitt 3.1.1.Google Scholar
  19. 1.
    Vgl. zu diesem bereits die Dominanzanalyse erschwerenden Problem ausführlich Unterkapitel 3.3.Google Scholar
  20. 2.
    Vgl. hierzu Hax: Kostenbewertung, S. 204, S. 207 und das Ergebnis auf S. 210, Adam: Kostenbewertung, S. 53, Adam: Produktions-Management, S. 269 f., Heinen: Kostenlehre, S. 76 f., Riebel: Deckungsbeitragsrechnung, S. 411–413. Zu Schwierigkeiten der Kalkulation mit Opportunitätskosten in der Praxis vgl. außerdem Kern: Kalkulation.Google Scholar
  21. 3.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270.Google Scholar
  22. 4.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270. Zum Problem der Eignung von Wiederbeschaffungspreisen als Lenkpreise vgl. Adam: Bewertung, S. 44 f.Google Scholar
  23. 1.
    Vgl. Adam: Produktions-Management, S. 270.Google Scholar
  24. 2.
    Sprungfixe Kosten als Sonderfall von (Gesamt-)Deckungsbeitragssprüngen sind Thema des Abschnitts 4.1.3.Google Scholar
  25. 3.
    Auf die in Unterabschnitt 3.1.2.2 besprochene Technologienebenbedingung und die in Unterkapitel 3.4 erläuterten produktionsexogen vorgegebenen Produktionsbeschränkungen als Nebenbedingungen der Produktionsprogrammplanung wird in Unterkapitel 4.3 noch näher eingegangen werden. Zur linearen Optimierung (häufig auch als ‘lineare Programmierung’ bezeichnet), dem zur Lösung verwendeten Simplexalgorithmus mit seinen Sonderformen und zur Dualitätstheorie vgl. beispielsweise Dantzig: Lineare Programmierung und Kistner: Optimierungsmethoden, S. 9–96 (beide inkl. Beweise für die folgenden Sätze), Ellinger/Beuermann/Leisten: Operations Research, S. 15–66, Hillier/Liebermann: Operations Research, S. 25–277 sowie Müller-Merbach: Operations Research, S. 88–178 und S. 228–237. 1 Mit Änderung der Basislösung ändert sich ggf. die marginale Zuwachsrate ξ γ des Gesamtdeckungsbeitrags.Google Scholar
  26. 1.
    Liegt eine (primale) Entartung des Primalproblems in der Optimallösung vor, kann der Fall (φε opt = 0 eintreten. Es gibt dann möglicherweise mehrere optimale Lösungen des Dualproblems mit gleichem Zielfunktionswert (d.h., die Schattenpreise ξγopt der Restriktionen müssen nicht eindeutig sein). Vgl. Gal: Optimierung, S. 139–144 und S. 152–154.Google Scholar
  27. 2.
    Umgekehrt dürfte man, solange kein Basiswechsel eintritt, bis zu ξγopt ≥ 0 Geldeinheiten zusätzlich zu den bisher berücksichtigten pagatorischen Kosten für jede weitere Einheit der beschränkten Menge bγ bezahlen, ohne daß der erzielte Gesamtdeckungsbeitrag gegenüber der ermittelten Optimallösung sinkt.Google Scholar
  28. 1.
    Im Falle der (primalen) Entartung des Dualproblems in der Optimallösung kann ξγ opt = 0 sein, und es gibt evtl. mehrere optimale Produktionsprogramme mit gleichem Zielfunktionswert ((φε opt muß also nicht eindeutig sein). Vgl. Gal: Optimierung, S. 154–158.Google Scholar
  29. 2.
    Vgl. ebenso Souren: Reduktion, S. 113. So können etwa Mengensteigerungen einer eigentlich positiv bewerteten Objektkomponente über das erwünschte Maß hinaus dazu führen, daß der Objektpreis keineswegs mehr im gleichen Maße steigt, sondern ggf. sogar wieder fällt.Google Scholar
  30. 1.
    Vgl. dazu auch Dyckhoff: Produktion, S. 85. Zur zusätzlichen Berücksichtigung der Technologienebenbedingungen in der Produktionsprogrammplanung vgl. außerdem den Ansatz bei Kistner: Kostentheorie, S. 262.Google Scholar
  31. 2.
    Vgl. ähnlich Dyckhoff: Produktion, S. 176 f.Google Scholar
  32. 3.
    Ähnlich wie bisher werden allerdings im folgenden häufig beide Schreibweisen von Zielfunktion und Nebenbedingungen angegeben werden, um einerseits den Zusammenhang zur ursprünglichen, auf Objekten basierenden Fassung aufzuzeigen und andererseits die für die Lösung des linearen Optimierungsproblems vorteilhaftere und in der Praxis häufig wichtigere, sich auf die Steuerung der Prozesse beziehende Darstellung zu erhalten. Dies ist insbesondere für den anschließenden Abschnitt von Bedeutung, wo die Mengen eines Objektes in Teilmengen aufgespalten werden und die analogen Formulierungen vielleicht nicht immer unmittelbar klar wären.Google Scholar
  33. 1.
    Vgl. zum Nachstehenden Dyckhoff: Produktion, S. 177; vgl. außerdem Kampkötter: Produktionstheorie, S. 123 i.V.m. S. 118 f. und S. 113 f.Google Scholar
  34. 2.
    Vgl. Dyckhoff: Produktion, S. 177. Da neutrale Objekte (Beifaktoren und Beiprodukte) einen Preis von null haben, fallen sie in der Gesamtdeckungsbeitragsfunktion weg.Google Scholar
  35. 3.
    Ein solcher Fall wird im Abschnitt 4.3.2 im Zusammenhang mit den Ausführungen zu den Auswirkungen der Produktionsbeschränkungen des Unterkapitels 3.4 bei deren Integration als Nebenbedingungen der Produktionsprogrammplanung diskutiert werden.Google Scholar
  36. 1.
    Zu (Gesamt-)Deckungsbeitragssprüngen vgl. Adam: Programmplanung.Google Scholar
  37. 2.
    Dabei soll im Falle der Rabatte und der Werbemaßnahmen der Einfachheit halber vorausgesetzt sein, daß eine Steigerung des Absatzes oder des Einkaufs mit einer gleichen Steigerung der Produktion einhergeht und nicht aus Lagerbeständen bedient oder zur Lagerbestandsauffüllung verwendet wird.Google Scholar
  38. 1.
    Während dies bei Anlaufkostcn wahrscheinlich unmittelbar einsichtig ist, sei zu den Stillegungskosten eine kurze Erläuterung angefügt: Eine Senkung der zu produzierenden Menge φε unter die zur Stillegung einer Maschine führende kritische Menge ist häufig mit Kosten für die Konservierung der betroffenen Maschine, für das Umlegen von Fließbändern usw. verbunden. Der Gewinn fällt also mit dem Unterschreiten dieser Grenze sprungartig. Bezogen auf Abbildung 4.1 heißt dies, daß von rechts kommend (φε sinkt) der Gesamtdeckungsbeitrag GDB mit Wegschalten der zweiten Maschine ebenfalls sprungartig sinkt. Oder umgekehrt: Eine Produktion von φε oberhalb der kritische Menge (d.h. bei noch zugeschalteter zweiter Maschine) führt im Vergleich zu niedrigeren Mengen zu einem sprungartig höheren Gesamtdeckungsbeitrag. (Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang freilich auf das Problem der Kostenremanenz: Ausgangspunkt der hier geführten Betrachtung war eine Produktion von φε oberhalb der kritische Menge. Eine Mengensteigerung ausgehend von einer Produktion unterhalb der — für das Zuschalten gegenüber der Stillegung außerdem oftmals anderen — kritischen Menge hingegen wird häufig nicht mit einem Gesamtdeckungsbeitragssprung in gleicher Höhe verbunden sein. Zur Kostenremanenz vgl. etwa Schwinn: Betriebswirtschaftslehre, S. 502–504 und S 514 f.)Google Scholar
  39. 2.
    In Abbildung 4.2 ist dies nicht berücksichtigt. Die untere gestrichelte Linie startete dann ebenfalls bei den sprungfixen Kosten der Werbemaßnahme, hätte aber wegen des geringeren Stückdeckungsbeitrags einen flacheren Anstieg. Der Gesamtdeckungsbeitragssprung für das Überschreiten der kritischen Menge (die untere gestrichelte Linie geht dort in die durchgezogene über) wäre noch größer.Google Scholar
  40. 1.
    Außerdem wird im späteren Unterkapitel 4.3 zu den Auswirkungen abfallpolitischer Instrumente auf die Produktionsprogrammplanung mehrfach auf die formale Darstellung von Gesamtdeckungsbeitragssprüngen zurückgegriffen werden.Google Scholar
  41. 2.
    Vgl. zur Näherung einer Preis-Absatz-Funktion Jacob: Planung, S. 571–573.Google Scholar
  42. 3.
    Für den Grenzübergang, d.h. für marginal kleine Produktmengen, wird die diskrete Näherung zur Grenzerlöskurve, und die Summe der Produkte von diskretisierten Grenzerlösen und zugehörigen Mengen wird zum Integral.Google Scholar
  43. 4.
    Sprungfixe Kosten wie Anlauf- und Stillegungskosten werden weiter unten berücksichtigt.Google Scholar
  44. 5.
    Durch die Verwendung der Ausdrücke ‘positive partielle Grenzdeckungsbeiträge’ und ‘negative partielle Grenz-deckungsbeiträge’ soll klargestellt werden, daß es nur um die unmittelbare und isolierte Auswirkung einer zusätzlichen Einheit (φε des jeweiligen Objektes auf den Gesamtdeckungsbeitrag GDB(φ) geht (mathematisch also um die partiellen ersten Ableitungen ∂GDB(φ)/∂ φε der Gesamtdeckungsbeitragsfunktion).Google Scholar
  45. 1.
    Da nach wie vor jeweils das gleiche e-te Objekt mit den gleichen Basisprozessen hergestellt wird und sich somit die Technologiematrix M nicht ändert (lediglich die Prozeßniveauvektoren λ müssen formal durch Aufspaltung an die Teilmengen φε,h angepaßt werden), gilt für die zu φε,h gehörige Zeile: M φε,h = M φε.Google Scholar
  46. 1.
    Vgl. Jacob: Planung, S. 571–573.Google Scholar
  47. 2.
    Zu Überstunden vgl. Albach: Produktionsplanung, S. 71 f., Jacob: Produktionsplanung, S. 227–230 und Mül-ler-Merbach: Operations Research, S. 162 f. Häufig wird in der Literatur nicht direkt mit den Preisen der Überstunden, sondern mit Überstundenzuschlägen gerechnet, um die (multipliziert mit der Zahl der Überstunden) der in diesem Fall mit normalen Arbeitskosten über die volle Zeit errechnete Gesamtdeckungsbeitrag verringert wird. Außerdem werden die reinen Arbeitszeitnebenbedingungen dann i.d.R. nicht für Normal- und Überstunden formuliert, sondern für Gesamtarbeitszeiten (inkl. zusätzlich möglichen Arbeitszeiten durch die Einführung von Überstunden) und Überstunden. In den folgenden Ausführungen ist eine solche Formulierung für Gesamtarbeitszeiten durch das Einfügen einer Gleichung in die Nebenbedingung für die Normalarbeitszeit rFe,1 berücksichtigt. Alternative Angaben zur jeweiligen Arbeitszeitobergrenze enthalten die in Klammern angegebenen, gleich großen Ausdrücke. Die im Rahmen dieser Arbeit beschriebene äquivalente Vorgehensweise wurde jedoch gewählt, um anhand der Überstunden zu zeigen, wie mengenabhängige Stückkostenfunktionen nach der im Text angegebenen, allgemeinen Methode diskretisiert werden können.Google Scholar
  48. 1.
    Vgl. auch Jacob: Produktionsplanung, S. 228.Google Scholar
  49. 2.
    Zu Reihenfolgebedingungen vgl. exemplarisch Adam: Planung, S. 574 f. sowie in einer geringfügig anderen Variante Jacob: Planung, S. 426–431. Zur Lösung gemischt-ganzzahliger linearer Optimierungsprobleme etwa mit Hilfe des Branch-and-Bound-Algorithmus vgl. Hillier/Liebermann: Operations Research, S. 402–404, zu weiteren Lösungsverfahren vgl. Burkard: Methoden.Google Scholar
  50. 1.
    Zur Berücksichtigung von Anlaufkosten vgl. Jacob: Produktionsplanung, S. 231–233 und Kistner: Optimierungsmethoden, S. 149 f., zu Stillegungskosten vgl. Albach: Produktionsplanung, S. 67–70, zu Gesamtdek-kungsbeitragssprüngen vgl. das Beispiel bei Adam: Planung, S. 573–576. Aufgrund des Problems der Kostenremanenz wird die kritische Menge für das Zuschalten einer weiteren Maschine freilich häufig eine andere als für ihre Stillegung sein, und die Höhe der jeweiligen Gesamtdeckungsbeitragssprünge wird sich ebenfalls unterscheiden. Zur Kostenremanenz vgl. etwa Schwinn: Betriebswirtschaftslehre, S. 502–504 und S. 514 f.Google Scholar
  51. 1.
    Zur Lösung gemischt-ganzzahliger linearer Optimierungsprobleme etwa mit Hilfe des Branch-and-Bound-Algorithmus vgl. Hillier/Liebermann: Operations Research, S. 402–404, zu weiteren Lösungsverfahren vgl. Burkard: Methoden. Ein alternativer Ansatz, der statt der gemischt-ganzzahligen Optimierung die dynamische verwendet, findet sich bei Adam: Programmplanung, S. 188 f.Google Scholar
  52. 1.
    Der Verkauf ist in diesem Falle als Beseitigung zu verstehen, solange die erforderlichen Kosten den erwarteten Erlös übersteigen.Google Scholar
  53. 1.
    Die Ausführungen gelten analog für Objektkomponenten, wenn diese in der Zielfunktion betrachtet werden.Google Scholar
  54. 1.
    Entscheidungen der Vergangenheit, die heute zu (kurzfristig) fixen Kosten führen, bleiben weiterhin entscheidungsirrelevant. Soweit ihr möglicher Abbau in späteren Perioden jedoch von heutigen oder künftigen Entscheidungen abhängt, sind sie bei einer mehrperiodigen Betrachtung wieder zu berücksichtigen.Google Scholar
  55. 2.
    Zum Problem der Investitionsrechnungen auf der Grundlage von Zahlungs- oder Erfolgsgrößen vgl. Lücke: Investitionsrechnungen (zum Beweis des Lücke-Theorems vgl. etwa Hering: Investitionstheorie, S. 152–154).Google Scholar
  56. 3.
    Überwiegen die Erlöse die Kosten, so kann bei alleiniger Unterstellung des Gewinnziels nicht mehr von Abfällen, sondern nur noch von (Neben-)Produkten ausgegangen werden.Google Scholar
  57. 4.
    Vgl. hierzu die Ausführungen in Unterkapitel 3.4 sowie in Abschnitt 4.1.3.Google Scholar
  58. 1.
    Vgl. hierzu und zum Folgenden die Ausführungen in Unterabschnitt 2.1.2.2 (zum AbfG) und in Abschnitt 2.1.3 (zum KrW-/AbfG).Google Scholar
  59. 2.
    Möchte man keine mehrstufigen Prozesse betrachten, so besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Kombinationen aus Produktion und Entsorgung jeweils als Einheit aufzufassen und nur diese Einheiten als Basisaktivitäten der Technologie zu betrachten. Die Technologie wird dadurch freilich aufgebläht. Eine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit bezüglich Eigen- und/oder Fremdentsorgung läßt sich dann aber relativ einfach entsprechend den Ausführungen des Unterabschnittes 3.4.3.1 durch Streichen von Prozessen aus der Technologie berücksichtigen.Google Scholar
  60. 3.
    Dies gilt z.B. für einen infolge des regelmäßigen Anfalls von Sonderabfällen gem. § 54 Abs. 1 KrW-/AbfG (oder schon gem. § 1 la Abs. 1 Satz 2 AbfG) vorhandenen Betriebsbeauftragten für Abfall.Google Scholar
  61. 1.
    Als Beispiel hierfür wäre an die Kosten für die Durchführung eines Nachweisverfahrens zu denken, die großenteils als intervallfix aufgefaßt werden können: Mit Überschreiten gewisser kritischer Mengen wird man jeweils zusätzliche Beseitigungs- und/oder Verwertungsmöglichkeiten suchen und nachweisen müssen; innerhalb bestimmter Intervalle (nämlich zwischen zwei kritischen Mengen) wird jedoch der organisatorische Aufwand für zusätzliche Abfälle nicht oder zumindest kaum steigen.Google Scholar
  62. 2.
    Dies gilt beispielsweise auch, wenn lediglich für eine bestimmte Dauer ein Betriebsbeauftragter für Abfall einzustellen ist (oder die Möglichkeit zu dessen Entlassung besteht), weil nur innerhalb dieser bestimmten Zeitspanne mit erhöhten Mengen an Sonderabfällen zu rechnen ist.Google Scholar
  63. 1.
    Transportkosten spielen vor allem beim externen Recycling eine große Rolle, wenn die Rezyklate beispielsweise infolge einer Rücknahmeverpflichtung erst vom Kunden oder verschiedenen, u.U. weit voneinander entfernten Sammelpunkten abgeholt werden müssen. Für die Behandlungskosten ergibt sich eine wichtige Determinante aus der Tatsache, daß die kreislaufgeführten Objekte häufig eine andere komponentenmäßige Zusammensetzung aufweisen als die alternativ (anstelle der kreislaufgeführten Objekte) für die Produktion verwendeten Produktionsfaktoren i.w.S.Google Scholar
  64. 2.
    Sofern Gleichung (5) oder (6) zugrunde gelegt wird, weil nur ganze Inputobjekte durch die Rezyklate ersetzt werden, müßte sie ggf. — wie in Abschnitt 3.2.1 beschrieben — für mehrere Objekte angepaßt werden.Google Scholar
  65. 1.
    In Abschnitt 3.2.1 wurde der Fall variabler Kreislaufquoten zwar durch Diskretisierung auf fixe zurückgeführt; neben den dortigen produktionstheoretischen Auswirkungen, die selbstverständlich weiter zu beachten sind, muß aber auch die Gesamtdeckungsbeitragsfunktion angepaßt werden.Google Scholar
  66. 2.
    Der Ausdruck’Behandlungs-und/oder Beseitigungskosten’weist darauf hin, daß es sich hierbei meist um negative Preise handeln wird. Nichtsdestotrotz können einige Elemente dieses Preisvektors positiv sein, weil beispielsweise auch Restmengen an Produkten im Filter enthalten sein können, die sich vielleicht bei der Filterreinigung herauslösen und weiterverkaufen lassen.Google Scholar
  67. 1.
    Die ersparten Kosten für die ersetzten Produktionsfaktoren und den Verzicht auf die Beseitigung sowie die nicht erzielten Erlöse für den unterbundenen Verkauf der Rezyklate gehen schon dadurch in die Zielfunktion ein, daß φ auß und nicht der Input-/Outputvektor φ der Produktion Ausgangspunkt der Bewertung ist. Zu einer ähnlichen Darstellung der Zielfunktion vgl. Dinkelbach/Piro: Leontief-Technologien, S. 477–480 und Dinkelbach: Elemente, S. 65 f.Google Scholar
  68. 1.
    Die bisherige Technologienebenbedingung φ = M • λ wird selbst nach Einsetzen in Gleichung (5b) nicht überflüssig, da sie immer noch für den in der Zielfunktion vorkommenden Output vektor ɣ zu beachten ist. Darüber hinaus ist es selbstverständlich nach wie vor möglich, daß bestimmte Anforderungen wie Betriebszeit- und sonstige Kapazitätsbeschränkungen die Produktion direkt betreffen.Google Scholar
  69. 2.
    Komponentenverluste und -zuwächse vor dem Wiedereinsatz sind bei den Kosten für die Durchführung der Kreislaufführung nicht zu betrachten, da die Rückführung zumindest zu Beginn noch die ganzen Objekte erfaßt und somit ihnen komplett zugerechnet werden kann. Im Falle des Vektors φ aub der von außen bezogenen und nach außen abgegebenen Mengen erfolgt die Berücksichtigung gem. Abschnitt 3.2.1 bereits über die Zyklenmatrizen Z nach Gleichung (5b).Google Scholar
  70. 1.
    Fn. 2 auf S. 449 dieser Arbeit gilt analog. Unterscheiden sich die Preise der Recyclingdurchfühmng bei differierenden Kreislaufquoten und Teilprozessen eines Prozesses ß nicht, so kann der zugehörige Preisvektor vor die Summe der in die verschiedenen Teilprozesse j dieses Prozesses ß zurückgeführten Mengen gezogen werden, bei darüber hinaus gegebener Gleichheit der Recyclingdurchführungspreise auch über alle q Prozesse sogar vor die eckige Klammer.Google Scholar
  71. 2.
    Das heißt insbesondere, daß zumindest ein Teil der in den Unterabschnitten 3.4.3.2.1 und 3.4.3.2.2 angegebenen Gleichungen (l)-(8) und (l)-(9) wieder als Restriktionen berücksichtigt werden muß (inkl. der jeweiligen Mengenkontinuitätsbeziehung), um die geforderten Zusammenhänge zwischen den hier verwendeten Variablen darstellen zu können.Google Scholar
  72. 1.
    Im Falle der Reinigung eines Produktionsprozesses durch vor- und nachgeschaltete Umweltschutzmaßnahmen gleichzeitig ist die Technologie entsprechend der zum Schluß des Unterabschnitts 3.4.3.2.2 beschriebenen sukzessiven Vorgehensweise anzupassen.Google Scholar
  73. 2.
    Dies läßt sich auch aus den Bewertungsgleichungen des Abschnitts 4.2.2 durch zweifache Anwendung des Distributivgesetzes herleiten.Google Scholar
  74. 1.
    Die Bestimmungsgleichungen für die einzelnen in Gleichung (5c) verwendeten Variablen sind ebenfalls als (intertemporale) Technologienebenbedingungen zu betrachten.Google Scholar
  75. 1.
    Von der Lagerhaltung soll hier und im folgenden abstrahiert werden. Zu den periodenübergreifenden Beziehungen bei ihrer Integration vgl. S. 295–297 dieser Arbeit.Google Scholar
  76. 2.
    Vgl. hierzu etwa Hering: Investitionstheorie, S. 9–12 m.w.Nachw.Google Scholar
  77. 1.
    Vgl. zu Ansätzen der simultanen Bestimmung von Investitions- und Produktionsprogramm bereits Förstner/ Henn: Produktionstheorie, S. 119–121 und Jacob: Entwicklungen, zur zusätzlichen Integration der Finanzierung und der Steuern etwa Rosenberg: Investitionsplanung. Zu einer an der Komplexität solcher Modelle ansetzenden Kritik im Hinblick auf die praktische Anwendung vgl. beispielsweise Blohm/Lüder: Investition, S. 318 f.Google Scholar
  78. 2.
    Zu den verschiedenen Zielsetzungen auf einem unvollkommenen Kapitalmarkt unter Sicherheit, den endogenen Grenzzinsfüßen als theoretisch richtigen Lenkpreisen, um damit die Investitionen und die Finanzierung optimal zu steuern, und den möglichen Auswegen aus dem Dilemma der Lenkpreistheorie vgl. Hering: Investitionstheorie, S. 67–160. Vorgehensweisen zur Berücksichtigung der Unsicherheit bei der Bestimmung von Steuerungszinsfüßen finden sich ebd., S. 182–234.Google Scholar
  79. 1.
    Anders als nach Gleichung (5c), wo sich die Quoten auf die Rückführung und den anschließend tatsächlich erfolgenden Wiedereinsatz der Komponenten beziehen, sind es in der angegebenen Zielfunktion die auf die ausgelieferten Objekte bezogenen Rückführungsquoten — unabhängig davon, wieviel später tatsächlich wiedereingesetzt wird. Für die Umrechnung von Objekt- in Komponentenquoten sorgen erst die aus Abschnitt 3.2.2 bekannten und eingangs noch einmal erwähnten, jetzt aber in den Perioden t+t gültigen Beziehungen.Google Scholar
  80. 2.
    Vgl. zu solchen Restriktionen die Ausführungen in Unterabschnitt 3.4.2.3.3.1. Auch bei fixen externen Recyclingquoten können allerdings insofern Rücknahmeverpflichtungen bestehen, als die entsprechend der dann festen Verweilzeitverteilung am Markt anfallenden Rückstände etwa über einen festen Zeitraum tatsächlich zu re-zyklieren und nicht anderweitig zu entsorgen sind.Google Scholar
  81. 3.
    In der Literatur wird in solchen Situationen, wo nur einige der künftigen Handlungsalternativen und Daten bekannt sind und in der offenen Planungsperiode stets neue Informationen hinzutreten, auch von ‘offenen Ent-scheidungsfeldern’ gesprochen (vgl. Adam: Planung, S. 91 und S. 188). In der Regel wird man aber in praktischen Anwendungen ohnehin nicht alle künftigen Perioden mit gleicher Genauigkeit vorausplanen, sondern etwa rollierende Planungsverfahren zum Einsatz bringen.Google Scholar
  82. 4.
    In der Literatur zur Kontrolltheorie werden — wenngleich aus anderer Perspektive und zu abweichenden Problemstellungen — auch andere Endbedingungen aus formaler Sicht diskutiert. Vgl. dazu etwa Feichtinger/Hartl: Kontrolle, S. 186–194 und S. 197–201 sowie die Fallstudien zur Produktion und Lagerhaltung in ebd., S. 237–282 (und dort insbes. S. 251–255).Google Scholar
  83. 1.
    Es wäre sogar vorstellbar, daß diese Preise für den Rückfluß nach Produktionseinstellung positiv sind — etwa dann, wenn die ersparten Kosten für die sonst erforderliche Beschaffung von Produktionsfaktoren i.e.S. eine weitere Nutzung sinnvoll erscheinen lassen. Wenngleich bisher angenommen wurde, daß solch ein Fall nicht als externer Zyklus berücksichtigt werden muß, so erlaubt dies die folgende Darstellung dennoch.Google Scholar
  84. 1.
    Von der Lagerhaltung wurde weiterhin abstrahiert. Zu den peri öden übergreifenden Beziehungen bei ihrer Integration vgl. S. 295–297 dieser Arbeit.Google Scholar
  85. 1.
    Der davor besprochene Fall der Produktionsfortführung ergibt sich analog.Google Scholar
  86. 1.
    Zu denken wäre hier beispielsweise an mit der Reinheit wachsende Schwierigkeiten bei der Sortentrennung sowie zunehmende Probleme, wenn auch die letzten Prozentsätze ehemals an den Markt abgegebener Objekte noch gesammelt und in die Produktion zurückgeführt werden sollen. Unterscheiden sich die Preise der Recyclingdurchführung bei differierenden Kreislaufquoten und (Teil-)Prozessen hingegen nicht, so können die zugehörigen Preisvektoren jeweils wieder vor die Summe der in die verschiedenen Teilprozesse eines Prozesses zurückgeführten Mengen oder u.U. gar vor die eckigen Klammern gezogen werden.Google Scholar
  87. 2.
    Ausdrücklich sei auch hier darauf hingewiesen, daß es sich anders als nach Gleichung (6c), wo sich die Quoten auf die Rückführung und den anschließend tatsächlich erfolgenden Wiedereinsatz der Komponenten beziehen, in der angegebenen Zielfunktion um die auf die ausgelieferten Objekte bezogenen Rückführungsquoten handelt -unabhängig davon, wieviel später tatsächlich wiedereingesetzt wird.Google Scholar
  88. 1.
    In diesem Fall muß für die vergangene Periode t+τ+υ ebenfalls eine Kapazitätsnebenbedingung gegolten haben.Google Scholar
  89. 2.
    Wie im letzten Unterabschnitt ist dabei von der Lagerhaltung abstrahiert worden. Zu den periodenübergreifenden Beziehungen bei ihrer Integration vgl. S. 295–297 und S. 303 dieser Arbeit.Google Scholar
  90. 1.
    Zur möglichen Auflösung dieser Variablenprodukte und den damit verbundenen Nachteilen vgl. Fn. 1 auf S. 300 dieser Arbeit.Google Scholar
  91. 1.
    Die in den Unterabschnitten 3.4.3.2.1 und 3.4.3.2.2 angegebenen, nunmehr zeitindizierten Gleichungen (l)-(8) und (l)-(9) haben wieder zumindest teilweise (inkl. der jeweiligen Mengenkontinuitätsbeziehung) als Nebenbedingungen integriert zu werden, um die geforderten Zusammenhänge zwischen den hier verwendeten Variablen darstellen zu können.Google Scholar
  92. 2.
    Von unter Umständen in späteren Perioden auftretenden weiteren Rückflüssen soll hier abgesehen werden. Wollte man sie entsprechend der im Rahmen dieser Arbeit verfolgten einfachsten Vorgehensweise wieder in das externe Recycling einbeziehen (vgl. dazu Fn. 1 auf S. 289 dieser Arbeit), so müßten dafür ähnlich der im folgenden beschriebenen Vorgehensweise weitere Kostenterme in die Zielfunktion integriert werden, welche der Tatsache Rechnung tragen, daß für die Behandlung, die Beseitigung und das Recycling der sich im Filter ansammelnden Stoffe andere Kosten als für die übrigen Outputs anfallen können.Google Scholar
  93. 3.
    Diese Zielfunktion enthält den Fall fixer Kreislaufquoten als Spezialfall (vgl. Fn. 2 auf S. 467 dieser Arbeit). Die Indizierung des Preisvektors p und der Einheitsmatrix E mit ‘x’ steht wie bisher für die Anpassung der Dimension an diejenige des Bezugsvektors x. p х ist also n-dimensional, Ex nxn-dimensional. Der Rest von Fn. 3 auf S. 454 dieser Arbeit gilt unter zusätzlicher Berücksichtigung von Fn. 1 auf S. 456 analog.Google Scholar
  94. 1.
    Soll die Lagerhaltung einbezogen werden, sind wieder periodenübergreifenden Beziehungen zu berücksichtigen. Vgl. dazu S. 295–297 und S. 303 dieser.Arbeit.Google Scholar
  95. 1.
    Vgl. hierzu von Zwehl: Programmierung, S. 359.Google Scholar
  96. 1.
    Da Zielfestlegungen, wie sie im Bereich der Produktverantwortung nach dem KrW-/AbfG vorkommen, unter der Voraussetzung, daß man sich an sie halten möchte (um beispielsweise Auflagen zu vermeiden), als Restriktionen der Produktion aufgefaßt werden können, sind sie damit gleichfalls abgehandelt.Google Scholar
  97. 2.
    Eine Beschränkung in Gleichungsform kann in zwei Ungleichungen zerlegt werden: eine vom „≤“-Typ und eine vom „≥“-Typ.Google Scholar
  98. 1.
    Wenngleich die genannte Beziehung (1) zugleich die Kuppelproduktionsverhältnisse einbezieht, so sind für sie doch auch unabhängig davon die Rückwirkungen der anderen Restriktionsformen von wesentlicher Bedeutung. Hiervon kann man sich leicht überzeugen, indem man auf die Berücksichtigung der Technologienebenbedingung (φ = M • λ) im Produktionsprogrammplanungsproblem verzichtet und dann die Primal-Dual-Beziehungen nach dem Preistheorem der linearen Optimierung aufstellt.Google Scholar
  99. 2.
    Vgl. dazu etwa Dinkelbach: Sensitivitätsanalysen, S. 71–89; Kistner: Optimierungsmethoden, S. 50–59; Ellin-ger/Beuermann/Leisten: Operations Research, S. 99–143; Hillier/Liebermann: Operations Research, S. 146–158; Gal: Optimierung, S. 195–207.Google Scholar
  100. 3.
    Vgl. hierzu insbesondere Unterabschnitt 3.4.2.3.2.1.3.Google Scholar
  101. 1.
    Vgl. dazu von Zwehl: Programmierung, S. 359.Google Scholar
  102. 1.
    Vgl. dazu überblicksartig Unterabschnitt 2.2.3.1.1.2.1.Google Scholar
  103. 2.
    Ist zugleich ein Teil der Preise nicht für Objekte, sondern für Komponenten gegeben, sind ggf. andere Zusammenfassungen möglich. Eine komponentenbezogene Gestaltung von Abgaben/Subventionen ist denkbar, wenn die Verwendung bestimmter Produktbestandteile belastet oder gefördert werden soll. Im folgenden wird der Einfachheit halber allerdings die zuvor genannte Formel zugrunde gelegt.Google Scholar
  104. 1.
    Auch bisher neutral bewerteten Objekten kann somit ein Preis zukommen.Google Scholar
  105. 2.
    Engpässe können nach den bisherigen Ausführungen zu einer anderen optimalen Aufteilung der Produktion auf die verschiedenen Verfahren führen.Google Scholar
  106. 3.
    Dies spielt u.a. eine Rolle, wenn es um die Bewertung der Eigenentsorgung geht, denn investitionstheoretisch wird immer die beste Alternative zur Bewertung herangezogen.Google Scholar
  107. 1.
    So Steven: Produktion, S. 131.Google Scholar
  108. 2.
    Sie müssen also etwa zuerst die gesamten Mehrkosten der aus einzelwirtschaftlicher Sicht bisher suboptimalen Alternative ausgleichen.Google Scholar
  109. 3.
    Der Beweis ist analog zu Fn. 4 auf S. 484 dieser Arbeit zu führen. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Objektmengenbeschränkung jetzt eine „≥”-Beziehung darstellt, so daß аГе in die Bedingungen (1) des Preistheorems der linearen Optimierung mit negativem Vorzeichen eingeht. Im Falle der (primalen) Entartung der optimalen Lösung des Produktionsprogrammplanungsproblems können sich allerdings abweichende Lösungen mit gleichem Zielfunktionswert ergeben.Google Scholar
  110. 4.
    Der Staat wird sich dann freilich nicht an einem Betrieb alleine, sondern i.d.R. an einer ganzen Gruppe von Abfallerzeugern und den über sie aggregierten Größen orientieren.Google Scholar
  111. 1.
    Entscheidungen der Vergangenheit, die heute zu (kurzfristig) fixen Kosten oder Erlösen führen, bleiben weiterhin entscheidungsirrelevant. Soweit ihr möglicher Abbau in späteren Perioden hingegen von heutigen oder künftigen Entscheidungen abhängt, sind sie bei einer mehrperiodigen Betrachtung wieder zu berücksichtigen.Google Scholar
  112. 2.
    Statt des beispielhaft erwähnten Erwartungswertes der mit dem Gerichtsurteil insgesamt fälligen Zahlungen sind je nach Nutzenfunktion und Risikoeinstellung des Entscheidenden natürlich auch andere aus der Entscheidungstheorie bekannte Größen für die zukünftigen unsicheren Zahlungen ansetzbar.Google Scholar
  113. 1.
    Voraussetzung für die Wahl des zu ersetzenden Prozesses ist natürlich, daß der beschränkte Abfall oder Schadstoff bei seiner Durchführung überhaupt entsteht.Google Scholar
  114. 1.
    Sie kann auch wieder so verstanden werden, daß ihr Überschreiten zu einem prohibitv hohen Abgabensatz führt.Google Scholar
  115. 2.
    Vgl. hierzu Fn. 4 auf S. 129 dieser Arbeit.Google Scholar
  116. 3.
    Vgl. hierzu und zum Folgenden auch Bogaschewsky: Umwelt, S. 208–212, S. 248–250 und S. 257 f.; Dinkelbach/Rosenberg: Produktionstheorie, S. 133–137; Dinkelbach: Emissionszertifikate, S. 48–53. Die von ihnen entwickelten Modelle stellen einfachere Spezialfälle des im folgenden vorgestellten allgemeinen dar, weil sie noch nicht die Möglichkeit des Verkaufs von Zertifikaten berücksichtigen, den maximalen Zukauf nicht beschränken und keine mengenabhängigen Zertifikatspreise integrieren.Google Scholar
  117. 1.
    Die optimale Lösung wird gerade der Nettomenge zu handelnder Zertifikate entsprechen, wenn mit jedem Kaufund Verkaufsgeschäft von Zertifikaten außerdem Transaktionskosten (beispielsweise in Form von Courtagen oder Provisionen) anfallen.Google Scholar
  118. 2.
    Für teilbare Zertifikate und mengenabhängige Abgaben vgl. schon Dinkelbach: Emissionszertifikate, S. 53. Bei Zertifikaten mit fester Stückelung entspricht jedes zu erwerbende Zertifikat dem Überschreiten einer kritischen Menge für die sprungfixe Abgabe, wodurch jeweils ein weiterer Gesamtdeckungsbeitragssprung ausgelöst wird.Google Scholar
  119. 1.
    Im Ausartungsfall, daß jedes Zertifikat einen anderen Preis hat, wäre eine exakte Diskretisierung gleichbedeutend mit der Erfassung eines jeden Zertifikates für sich.Google Scholar
  120. 1.
    Nach den Ausführungen in Unterabschnitt 2.2.3.3.3.2 spielt die Frage nach dem Vorliegen eines Störfalls (oder umgekehrt des Normalbetriebs) auch eine wichtige Rolle für den Eintritt der Ursachen Vermutung nach dem Umwelthaftungsgesetz.Google Scholar
  121. 1.
    Man kalkuliert mit diesen Werten und hofft, daß es besser wird.Google Scholar
  122. 2.
    Vgl. zur Behandlung ökologischer Risiken aufgrund von Änderungen der Beschränkungskoeffizienten oder der Grenzen der Restriktionen mit Hilfe der Chance-Constrained-Programmierung Kistner/Steven: Management, S. 1311–1332 und Steven: Produktion, S. 133–161; zur Verwendung der Theorie unscharfer Mengen, solche Produktionsprogrammplanungsprobleme zu lösen, vgl. Bogaschewsky: Umwelt, S. 302–346.Google Scholar
  123. 3.
    Bei (teilweiser) Abhängigkeit von λ sind die mit λ variierenden Anteile wie unter 1. zu behandeln.Google Scholar
  124. 4.
    Hier ist der Einfachheit der Darstellungen halber angenommen worden, daß das Vorsorgeniveau eindimensional darstellbar ist (ggf. als Index). Trotzdem ist es für die nachstehenden Ausführungen nicht erforderlich, daß sich das Vorsorgeniveau im Falle mehrerer (in unterschiedlichen Dimensionen gemessener) Vorsorgeaktivitäten als eine solche eindimensionale Größe angeben läßt: Da im folgenden ohnehin diskretisiert wird, ist es in derartigen mehrdimensionalen Fällen nur erforderlich, daß jeder ein ganzes Maßnahmenbündel von Vorsorgeaktivitäten repräsentierende Vektor durch die Variable vs (oder nach der Diskretisierung: vsh) eindeutig identifiziert werden kann. Jedem dieser Vektoren müßte also eine eindeutige Bezeichnung zugeordnet werden, für welche dann die Variable vs (oder später: vsh) steht. Freilich wäre in einem mehrdimensionalen Fall, der sich nicht zu einer eindimensionalen Größe aggregieren läßt, die spätere Variable vsh max per definitionem so zu setzen, daß sie für alle vsh eine hinreichend große Obergrenze darstellt. Ferner hätten alle vsh zumindest so weit mit vsh vergleichbar zu sein, daß sich im Falle einer Verschuldenshaftung entscheiden läßt, ob es zu einer Haftung kommt oder nicht (dies ist keineswegs realitätsfern, denn man wird ein Vorsorgemaßnahmenbündel zumeist danach beurteilen können, ob es als einzuhaltende Vorsorge ausreicht, von der Haftung freizusprechen, oder nicht).Google Scholar
  125. 1.
    Der Sprung von ESKh auf null ließe sich auch dadurch abbilden, daß wk(vsh) = 0 für vsh ≥ vsh* wird.Google Scholar
  126. 2.
    Vgl. zum Folgenden auch die Ausführungen im Unterabschnitt 4.3.3.1.Google Scholar
  127. 1.
    Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang gem. Unterabschnitt 2.2.4.2 freilich, daß es gerade bei wirtschaftlicher Tätigkeit häufig (beispielsweise infolge von Störfällen oder vorher nicht erkennbaren Auswirkungen) zu einem straf- oder ordnungswidrigkeitenrechtlich relevanten Verhalten kommen kann, ohne daß dies beabsichtigt war. Um also nicht zu einer gesamtwirtschaftlich suboptimalen Lösung wegen überzogener Schutzvorkehrungen zu gelangen, darf das Umweltstraf- und -Ordnungswidrigkeitenrecht auch nicht zu streng sein.Google Scholar
  128. 1.
    Voraussetzung hierfür ist freilich, daß die Geldbuße oder Strafe dem Unternehmen erfolgswirksam zugerechnet wird. Diese Situation findet sich beispielsweise bei einer Geldbuße für eine Ordnungswidrigkeit oder eine Umweltstraftat nach dem bereits in Unterabschnitt 2.2.4.2 besprochenen § 30 OWiG. Im Falle einer Personengesellschaft ist sie femer de facto in der auf das gleiche hinauslaufenden Umkehrung gegeben, wenn ein Gesellschafter bei der Ordnungswidrigkeit/Straftat für das Unternehmen handelt und ihm der monetäre „Erfolg” seiner Handlung in Form seines Gewinnanteils zugerechnet wird (und zwar sowohl der positive als auch der negative Erfolg inkl. der Geldbuße oder Strafe). In anderen Situationen ist die formale Gleichbehandlung mit dem Umwelthaftungsrecht schließlich dann gerechtfertigt, wenn etwa einzuhaltende Absprachen das Unternehmen zu einer Übernahme der Geldbuße oder Strafe der zu seinem „Nutzen” handelnden Person(en) verpflichten.Google Scholar
  129. 2.
    Es ist damit auch aus diesem Blickwinkel eine Vergleichbarkeit zu Punkt 1 des letzten Unterabschnitts gegeben, wo die Gefährdungshaftung den Grenzfall der Verschuldenshaftung darstellte.Google Scholar
  130. 3.
    Vgl. dazu etwa Burger: Analyse, S. 130–134.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Heinz Eckart Klingelhöfer

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