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Arbeit und Geistig Behinderte Menschen. Theoretische Vorüberlegungen für die Empirische Untersuchung von Arbeitstätigkeiten in Werkstätten für Behinderte unter dem Gesichtspunkt von Rehabilitation und Persönlichkeitsentwicklung

  • Christian Meyer
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Part of the Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Forschung book series (BEISOFO, volume 26)

Zusammenfassung

Als gesellschaftspolitisches Definitionskriterium von Behinderung gilt die Minderung der Erwerbsfähigkeit, entsprechend besteht das Ziel der beruflichen Rehabilitation in der Herstellung von Arbeitsfähigkeit im Sinne von “Marktgängigkeit der Arbeitskraft”1) ohne Berücksichtigung des persönlichkeitsbildenden Niveaus der Arbeitstätigkeit. Neben diesem Ziel, das einerseits in der Verwertbarkeit von Arbeitskraft, andererseits in der Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besteht, hat sich ein Rehabilitationsziel herausgebildet, das schon gar nicht mehr von der Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt ausgeht: die Berufsbildung des geistig Behinderten zum “Serienfertiger”2). Es sollen gleichartige einfache Montage- und Verpackungstätigkeiten ausgeübt werden (Serienparallelität), während die Produkte, jedenfalls äußerlich, nach jeweils begrenzten Mengen abwechseln (Serienbegrenzung). Hierin reflektiert sich die ökonomische Realität der Behinderten-Werkstatt, die sich in der Regel auf jeweils begrenzte und wechselnde Lohnaufträge einstellen muß.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Christian Meyer

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