Advertisement

Wertwandel und Wertverlust in der Gegenwartsgesellschaft

  • Helmut Klages

Zusammenfassung

Wertwandel — ein Thema für die Wissenschaft, ein Thema aber auch für die Erzieher, für die Kirchen, für die Politiker. Ein Thema endlich auch für die Massenmedien, die an sensationellen Berichten nicht sparen. Insbesondere die Jugend ist es, der oft ein Wertwandel nachgesagt wird, der sie von den Werten der Älteren wegführt, einer fremdartigen Zukunft entgegen. Der politische Protest, die Wohnkommunen, die Haschszene, die hektische Gläubigkeit der Sekten, die Leistungsverweigerung — all dies sind Themen, die am Wege liegen und begierig aufgegriffen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Die Unterscheidung zwischen „Moralwerten“ und „Kompetenzwerten“ schulde ich Milton Rokeach. Vgl. The Nature of Human Values, New York u. London 1973, S. 8 f.Google Scholar
  2. 2.
    Die Unterscheidung zwischen einer nach innen und einer nach außen zielenden Komponente der menschlichen Selbststeuerung knüpft an eine Feststellung H. Schelskys an, der zufolge „der Mensch... sein Leben nicht nur gegen seine innere Faktenwelt der Triebe und Antriebe und leiblichen Vorgegebenheiten,... sondern auch in und gegenüber der Welt“ führt. Vgl. Die Erfahrungen vom Menschen. Was ich von Bürger-Prinz gelernt habe, in: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts-und Gesellschaftspolitik, 24. Jahr (1979), S. 208.Google Scholar
  3. 3.
    Die Unterscheidung zwischen konkreter interaktiv erfahrener Sozialumwelt und (Mit)„Welt“ im weiter ausgreifenden Sinn führt letztlich auf Unterscheidungen zurück, wie sie sich bereits in der Entstehungssituation der modernen „phänomenologischen“ Soziologie finden. Vgl. hierzu A. Schütz: Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt, Wien 1962, insb. S. 156 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. hierzu: über den Prozeß der Zivilisation, München 19692, insb. Zweiter Band, S. 312 ff.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. R. Spaemann: Glück, in: J. Ritter (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Philosophie, Band 3, Basel/Stuttgart 1974, S. 679 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, in: Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I, Tübingen 1974, insb. S. 163 ff.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. hierzu E. Noelle-Neumann: Werden wir alle Proletarier? Wertewandel in unserer Gesellschaft, Zürich 1978, S. 10 ff.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. H. Klages: Die unruhige Gesellschaft. Untersuchungen über Grenzen und Probleme sozialer Stabilität, München 1975, S. 93 ff.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. hierzu Institut für Demoskopie Allensbach: Bundesrepublik Deutschland 1953-1979, Aliensbach o.J. (1980), S. 30 ff.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. H. Klages und W. Herbert: Staatssympathie. Eine Pilotstudie zur Dramatik politischer Grundeinstellungen, Speyer 1981 (= Speyerer Forschungsberichte, 18), S. 12.Google Scholar
  11. 11.
    H. Klages und W. Herbert: a.a.O., S. 5 f.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1981

Authors and Affiliations

  • Helmut Klages

There are no affiliations available

Personalised recommendations