Advertisement

Zur Begründung organisatorischer Gestaltungen

  • Axel v. Werder
Chapter

Zusammenfassung

Organisation in sich wandelnden Märkten bedeutet meist auch Wandel der Organisation. Sei es als Vorgriff oder als Reaktion auf Veränderungen im marktlichen Umfeld der Unternehmungen, werden Reorganisationen durchgeführt, um neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Die heute zu beobachtenden rasanten Verschärfungen und tiefgreifenden Umbrüche im globalen Wettbewerb führen damit unmittelbar zu dem Leitmotiv, das wie ein roter Faden das wissenschaftliche Werk des Jubilars durchzieht. Es geht ihm im Kern um die Erarbeitung theoretisch fundierter Gestaltungshilfen für die praktische Ausformung von Organisationsstrukturen. Mit Nachdruck und zu Recht stellt Frese diese Aufgabe als Kardinalproblem jeder betriebswirtschaftlichen Organisationstheorie heraus. Ihre besondere Schwierigkeit beruht darauf, daß der heutige Stand der Organisationsforschung erst sehr begrenzte Einsichten in die Wirkungsweise organisatorischer Maßnahmen erlaubt. Diese Feststellung gilt in besonderem Maße für die unterschiedlichen Verhaltenskonsequenzen, die von alternativen Organisationsformen ausgehen (können). „Die gegenwärtige Organisationstheorie steht hinsichtlich der Erklärung und Prognose individuellen Verhaltens und sozialer Aktionen auf sehr brüchigem empirischen Fundament.“1 Damit wird die Problematik der organisatorischen Gestaltung unter unvollkommener Information zum Kristallisationspunkt der organisationstheoretischen Reflexion. „Mit der Lösung dieses Problems muß sich jede anwendungsorientierte Organisationstheorie auseinandersetzen. Woran kann sich das Management einer Unternehmung bei organisatorischen Strukturentscheidungen vernünftigerweise orientieren und woran orientiert sich das Management in der Praxis tatsächlich?“2

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. Adams, M. (1997): Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder-Prinzip? In: Albach, H. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Rechtsentwicklung, Ergänzungsheft 4/1997 der ZfB, S. 21–30.CrossRefGoogle Scholar
  2. Frese, E. (1995): Grundlagen der Organisation. Konzept - Prinzipien - Strukturen, 6. Aufl., Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  3. Frese, E./Noetel, W. (1992): Kundenorientierung in der Auftragsabwicklung. Strategie, Organisation und Informationstechnologie. Düsseldorf - Stuttgart.Google Scholar
  4. Frese, E./v. Werder, A. (1989): Kundenorientierung als organisatorische Gestaltungsoption der Informationstechnologie, in: Frese, E./Maly, W. (Hrsg.): Kundennähe durch moderne Informationstechnologien, Sonderheft 25/1989 der ZfbF, S. 1–26.Google Scholar
  5. Frese, E./v. Werder, A. (1993): Zentralbereiche–Organisatorische Formen und Effizienzbeurteilung -, in: Frese, E./v. Werder, A./Maly, W. (Hrsg.): Zentralbereiche. Theoretische Grundlagen und praktische Erfahrungen, Stuttgart, S. 1–50.Google Scholar
  6. Frese, E./v. Werder, A./Maly, W. (Hrsg.) (1993): Zentralbereiche. Theoretische Grundlagen und praktische Erfahrungen, Stuttgart.Google Scholar
  7. Hommelhoff, P. (1997): Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip? In: Albach, H. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Rechtsentwicklung, Ergänzungsheft 4/1997 der ZfB, S. 17–20.CrossRefGoogle Scholar
  8. Hüsch, H.-J. (1993): Kundenorientierte Angebotsentwicklung in der Investitionsgüter-Industrie, Berlin.Google Scholar
  9. Kreisel, H. (1995): Zentralbereiche. Formen, Effizienz und Integration, Wiesbaden.Google Scholar
  10. Lassmann, A. (1992): Organisatorische Koordination. Konzepte und Prinzipien zur Einordnung von Teilaufgaben, Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  11. Lawrence, P. R./Lorsch, J. W. (1969): Organization and Environment. Managing Differentiation and Integration, Homewood - Georgetown - London.Google Scholar
  12. Lewandowski, T. (1994): Linguistisches Wörterbuch 2, 6. Aufl., Heidelberg - Wiesbaden.Google Scholar
  13. Zur Nedden, C. (1994): Internationalisierung und Organisation. Konzepte fir die international tätige Unternehmung mit Differenzierungsstrategie, Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  14. Rescher, N. (1988): Rationality. A Philosophical Inquiry into the Nature and the Rationale of Reason, Oxford.Google Scholar
  15. Simon, H. et al. (1954): Centralization vs. Decentralization in Organizing the Controller’s Department, New York.Google Scholar
  16. Soames, S. (1989): Presupposition, in: Gabbay, D./Guenthner, F. (Hrsg.): Handbook of Philosophical Logic, Dordrecht–Boston–London, S. 553–616.CrossRefGoogle Scholar
  17. Stalnaker, R. (1973): Presupposition, in: Journal of Philosophical Logic (2), S. 447–457.Google Scholar
  18. Theuvsen, L. (1994): Interne Beratung. Konzept - Organisation - Effizienz, Wiesbaden.CrossRefGoogle Scholar
  19. Titzrath, A. (1997): Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip? In: Albach, H. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Rechtsentwicklung, Ergänzungsheft 4/1997 der ZfB, S. 31–41.CrossRefGoogle Scholar
  20. Toulmin, S. E. (1958): The Uses of Argument, Cambridge.Google Scholar
  21. Toulmin, S. E./Rieke, R./Janik, A. (1979): An Introduction to Reasoning, New York - London.Google Scholar
  22. V. Werder, A. (1994a): Unternehmungsführung und Argumentationsrationalität. Grundlagen einer Theorie der abgestuften Entscheidungsvorbereitung, Stuttgart.Google Scholar
  23. V. Werder, A. (1994b): Vorstandsorganisation und Sicherheitsmanagement. Betriebswirtschaftliche Nachlese zu einem Dissens zwischen Politik und Wirtschaft, in: ZfbF ( 46 ), S. 699–730.Google Scholar
  24. V. Werder, A. (1996a): Unipersonale Führung der Europäischen Aktiengesellschaft? Organisationstheoretische Kritik ausgewählter Kommissionsvorschläge zur Leitungsorganisation der Societas Europaea, in: Sadowski, D./Czap, H./Wôchter, H. (Hrsg.): Regulierung und Unternehmenspolitik. Methoden und Ergebnisse der betriebswirtschaftlichen Rechtsanalyse, Wiesbaden, S. 257–277.Google Scholar
  25. V. Werder, A. (1996b): Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmungsleitung (GoU)–Bedeutung und erste Konkretisierung von Leitlinien für das Top-Management, in: V. Werder, A. (Hrsg.): Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmungsführung (GoF) für die Unternehmungsleitung (GoU), Überwachung (Got)) und Abschlußprüfung (GoA), Sonderheft 36/1996 der ZfbF, S. 27–73.Google Scholar
  26. v. Werder, A. (1997): Corporate Governance: Vertragen sich die deutsche Unternehmensverfassung und das Shareholder Value-Prinzip? In: Albach, H. et al. (Hrsg.): Betriebswirtschaftslehre und Rechtsentwicklung, Ergänzungsheft 4/1997 der ZfB, S. 9–16.CrossRefGoogle Scholar
  27. v. Werder, A. (1998): Shareholder Value-Ansatz als (einzige) Richtschnur des Vorstandshandelns? In: ZGR ( 27 ), S. 69–91.Google Scholar
  28. V. Werder, A. et al. (1998): Grundsätze ordnungsmäßiger Unternehmensleitung (GoU) im Urteil der Praxis–Ergebnisse einer Erhebung bei deutschen Top-Managern -, in: DB ( 51 ), S. 1193–1198.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Axel v. Werder

There are no affiliations available

Personalised recommendations