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Soziologische Grundbegriffe

  • Reinhard Kreckel
Chapter
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23)

Zusammenfassung

Wie wir in der Einleitung formuliert haben, ist es das Ziel der vorliegenden Schrift, ein zusammenhängendes gedankliches Instru mentarium zur wissenschaftlich-kritischen Erfassung und Interpretation sozio-kultureller Wirklichkeit an die Hand zu geben. Aufgabe dieses vierten Kapitels ist es nun, eine begriffliche Grundausstattung zu vermitteln, die den Leser darauf vorbereiten soll, soziologisch zu denken und nachzudenken sowie soziologische Texte kritisch zu rezipizieren. Es kann folglich hier nicht darum gehen, eine möglichst große Anzahl von soziologischen Spezialbegriffen vorzustellen.

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Literaturverzeichnis

  1. 165.
    Als Nachschlagewerke sind besonders zu empfehlen: W. Fuchs u. a. (Hrsg.), Lexikon zur Soziologie, Opladen 1973, sowie/).Google Scholar
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    A. Sills (Hrsg.), International Encyclopaedia of the Social Sciences, 17 Bde., New York 1968.Google Scholar
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    Preiswert sind: W. Bernsdorf (Hrsg.), Wörterbuch der Soziologie, Taschenbuchausgabe, 3 Bde., Stuttgart 1973,Google Scholar
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    Des weiteren können herangezogen werden: W. Eichhorn u. a. (Hrsg.), Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie, Opladen 1971,Google Scholar
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    und H Schoeck, Kleines soziologisches Wörterbuch, Freiburg 1970.Google Scholar
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    An neueren deutschsprachigen Einführungen in soziologische Grundbegriffe sind hervorzuheben: A. Bellebaum, Soziologische Grundbegriffe. Eine Einführung für soziale Berufe, Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 1972,Google Scholar
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    Des weiteren: A. Burghardt, Einführung in die Allgemeine Soziologie, München 1972;Google Scholar
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    Zum Begriff des Substrats vgl. D. Lockwood, Some Remarks on ,The Social System’, in: British Journal of Sociology, Bd. 7/1956, S. 134–146, dem wir hier allerdings nur teilweise folgen.CrossRefGoogle Scholar
  22. 183.
    Neben den unten im einzelnen nachgewiesenen Spezialtexten haben wir uns bei der Erörterung der drei Autoren Weber, Durkheim und Parsons vor allem auf die folgende Sekundärliteratur gestützt: R. Aron, Les étapes de la pensée sociologique, Paris 1967;Google Scholar
  23. 183a.
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    F. Jonas, Geschichte der Soziologie, Bd. IV, Reinbek bei Hamburg 1968;Google Scholar
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    H. Klages, Geschichte der Soziologie, 2. Aufl., München 1972;Google Scholar
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  30. 183h.
    W. Rüegg, Soziologie, Frankfurt/Main 1969.Google Scholar
  31. 213.
    E. Durkheim, Die Regeln der soziologischen Methode, Neuwied 1961, S. 105. -Wenn wir hier und im folgenden Durkheims Regeln zitieren, so korrigieren wir stellenweise stillschweigend den Wortlaut der recht unbefrie digenden deutschen Übersetzung im Sinne des französischen Originaltextes (Les règies de la méthode sociologique, 17. Aufl., Paris 1968). Beispielsweise geben wir Durkheims faits sociaux stets wortgetreu als soziale Tatsachen wieder, nicht als soziologische Tatbestände, wie René Königs deutsche Übersetzung.Google Scholar
  32. 221.
    E. Durkheim, Regeln, a. a. O., S. 100; vgl. Règies, a. a. O., S. 22. (Das Zitat entstammt dem Vorwort zur zweiten Auflage von 1901).Google Scholar
  33. 238.
    Unsere Erörterung der Parsonsschen Soziologie ist ebenso selektiv und kursorisch wie die vorangegangenen Diskussionen von Weber und Durkheim. Insbesondere konzentrieren wir uns auf Parsons mittlere Schaffens periode, die durch die beiden großen Veröffentlichungen im Jahre 1951 geprägt ist: T. Parsons, The Social System, Glencoe 1951,Google Scholar
  34. 238a.
    und T. Parsons/ E. A. Shils (Hg.), Toward a General Theory of Action, Cambridge 1951. Wir meinen, daß in diesen beiden Schriften die Parsonssche Handlungstheorie in ihren Grundzügen voll ausgearbeitet ist. Seinem frühen Hauptwerk, The Structure of Social Action, a. a. O. (1937),Google Scholar
  35. 238b.
    kommt u. E. eher vorbereitender Charakter zu. Parsons’ spätere theoretische Arbeiten orientieren sich in zunehmendem Maße am Begriff des Systems und der Evolution, während der Handlungsbegriff in den Hintergrund tritt, ohne jedoch aufgegeben zu werden. (Vgl. etwa T. Parsons, Societies. Evolutionary and Comparative Perspectives, Englewood Cliffs 1966, und ders., The System of Modern Societies, New Jersey 1971).Google Scholar
  36. 254.
    T. Parsons, Einige Grundzüge der allgemeinen Theorie des Handelns, in. H. Hartmann (Hg.), Moderne Amerikanische Soziologie, Stuttgart 1967, S. 159 f. (Hervorhebungen: R. K.).Google Scholar
  37. 267.
    Dem Kenner der Parsonsschen Soziologie wird freilich nicht entgangen sein, daß wir einige für Parsons’ zentrale Begriffe -wie Status, Macht, Funktion, System oder auch die sog. ,Pattern Variables -hier nicht explizit aufgegriffen haben: Auf den Status-Begriff werden wir im nächsten, auf den Machtbegriff im übernächsten Abschnitt eingehen. Funktion und System sind keine soziologischen Grundbegriffe, sondern theoretische Konzepte, die im Rahmen der vorliegenden Schrift nicht systematisch diskutiert werden können. -Eine zusammenfassende Darstellung der Parsonsschen Soziologie in deutscher Sprache findet sich in G. Kiss, Einführung in die soziologischen Theorien, Band 2, Opladen 1973.Google Scholar
  38. 268.
    Aus der großen Zahl von Parsons-Kritiken sollen hier nur die folgenden drei klassischen Schriften genannt werden: R. Dahrendorf, Gesellschaft und Freiheit. Zur Soziologischen Analyse der Gegenwart, München 1961, Kap. 3 und 4;Google Scholar
  39. 268a.
    C. W. Mills, Kritik der soziologischen Denkweise, Neuwied 1963, Kap. 2;Google Scholar
  40. 268b.
    A. W. Gouldner, The Coming Crisis of Western Sociology, New York -London 1970, Kap. 5–8.Google Scholar
  41. 269.
    Vgl. dazu den ausgezeichneten kritischen Aufsatz von D. H. Wrong, The Oversocialized Conception of Man in Modern Sociology, in: American Sociological Review, Bd. XXVI/1961, S. 183–193.CrossRefGoogle Scholar
  42. 270.
    Die Etappen dieser Diskussion lassen sich anhand der folgenden Buchver öffentlichungen nachvollziehen: R. Dahrendorf, Homo Sociologicus. Ein Versuch zur Geschichte, Bedeutung und Kritik der Kategorie der sozialen Rolle, 10. Aufl., Opladen 1971 (zuerst 1958);Google Scholar
  43. 270a.
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    U. Gerhardt, Rollenanalyse als kritische Soziologie. Ein konzeptueller Rahmen zur empirischen und methodologischen Begründung einer Theorie der Vergesellschaftung, Neuwied und Berlin 1971;Google Scholar
  47. 270e.
    F. Haug, Kritik der Rollentheorie und ihrer Anwendung in der bürgerlichen Soziologie, Frankfurt/M. 1972;Google Scholar
  48. 270f.
    H. Joas, Die gegenwärtige Lage der Rollentheorie, Frankfurt/M. 1973.Google Scholar
  49. 271.
    Das Begriffspaar Position und Rolle wurde unter der Bezeichnung Status und Rolle zuerst von Ralph Linton in die Soziologie eingebracht. Er schreibt: Ein Status, im Unterschied zu dem Individuum, das ihn einnehmen mag, ist einfach eine Kollektion von Rechten und Pflichten . . .; eine Rolle verkörpert den dynamischen Aspekt des Status. (R. Linton, The Study of Man, New York 1936, S. 113 f.; Übersetzung zitiert nach U. Gerhardt, Rollenanalyse als kritische Soziologie, a. a. O., S. 173). Ähn lich unklar ist auch die Bestimmung des Unterschiedes von status und role, die T. Parsons (The Social System, a. a. O., S. 25 f.) in Anlehnung an Linton verwendet. Um der Klarheit der Darstellung willen haben wir den Statusbegriff deshalb oben umgangen.Google Scholar
  50. 282.
    Dies wird selbstverständlich auch von Dahrendorf nicht geleugnet. Dessen ungeachtet sind wir aber der Meinung, daß sein Rollenbegriff nicht geeignet ist, soziale Ungleichheit systematisch zu erfassen. Wir folgen damit der Schrift von M. R. Lepsius, Ungleichheit zwischen Menschen und soziale Schichtung, in: D. V. Glass/R. König (Hg.), Soziale Schichtung und soziale Mobilität, Köln-Opladen 1961, S. 54–64.Google Scholar
  51. 287.
    G. H. Meads zuerst 1934 posthum erschienenes Hauptwerk Mind, Self, and Society basiert weitgehend auf Vorlesungsmanuskripten, die ursprünglich nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren. Es liegt jetzt in deutscher Übersetzung vor:Google Scholar
  52. 287a.
    G. H. Mead, Geist, Identität und Gesellschaft aus der Sicht des Sozialsbehaviorismus, Frankfurt/M. 1968.Google Scholar
  53. 288.
    Wir verwenden hierfür die beiden beinahe schon klassischen Grundsatz aufsätze von H. Blumer, Der methodologische Standort des symbolischen Interaktionismus, in: Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (Hrsg.), Alltagswissen, Interaktion und gesellschaftliche Wirklichkeit, Bd. 1, Reinbek b. Hamburg 1973, S. 80–146 (zuerst 1966),Google Scholar
  54. 288a.
    und R. H. Turner: Role-Taking: Process versus Conformity, in: A. M. Rose (Hrsg.), Human Behavior and Social Processes, London 1962, S. 20–40.Google Scholar
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    L. Krappmann, Neuere Rollenkonzepte als Erklärungsmöglichkeit für Sozialisationsprozesse, in: b:e-Redaktion (Hg.), Familienerziehung, Sozialschicht und Schulerfolg, Weinheim -Berlin -Basel 1971, S. 171.Google Scholar
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    H. P. Dreitzel, Soziale Rolle und politische Emanzipation, in: Das Argu ment 71, 14. Jg./1972, S. 113.Google Scholar
  57. 336.
    Vgl. dazu etwa H. Marcuse, Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft, Neuwied 1967, S. 247 ff.Google Scholar
  58. 370.
    Unter zeitgenössischen Soziologen, die sich mit sozialer Ungleichheit bzw. sozialer Schichtung befassen, hat es sich weithin eingebürgert, unter Berufung auf Max Weber Unterscheidung zwischen Klasse, Stand und Partei nur zwischen drei Dimensionen sozialer Ungleichheit zu differenzieren: Die Formeln Class, Status, and Power oder Power, Privilege, and Prestige zielen -mit jeweils unterschiedlichen Akzenturierungen -auf eine ökonomische, eine politische und eine soziale bzw. Prestige-Dimension gesellschaftlicher Ungleichheit ab. (Vgl. dazu M. Weber, Wirtschaft und Gesellschaft, 2. Halbband, a. a. O., S. 678 ff.; R. Bendix/S. M. Lipset (Hg.), Class, Status, and Power. Social Stratification in Comparative Perspective, 2. Aufl., London 1966;Google Scholar
  59. 370a.
    W. G. Runciman, Class, Status, and Power, in: J. A. Jackson (Hg.),. Social Stratification, Cambridge 1968, S. 25–61;Google Scholar
  60. 370b.
    G. E. Lenski, Power and Privilege. A Theory of Stratification, New York 1966, Kapitel 3 -4.) -Wir schließen uns hier jedoch dem dänischen Soziologen K. Svalastoga an, der neben den drei geläufigen Dimensionen social status, political status und economic status einen informational status unterscheidet. Er gibt die folgenden lapidaren Begriffsbestimmungen: Sozialer Status: Ausmaß des genossenen Ansehens (deference). Politischer Status: Ausmaß der verfügbaren Macht. Informationsstatus: Ausmaß der verfügbaren Fähigkeiten und Kenntnisse Ökonomischer Status: Ausmaß des verfügbaren Reichtums.Google Scholar
  61. 370c.
    (K. Svalastoga, Social Differentiation, New York 1965, S. 16; Übersetzung: R. K.).Google Scholar

Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Reinhard Kreckel

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