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Politische Kultur der Bundesrepublik in den siebziger Jahren

  • Peter Reichel
Chapter
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 1037)

Zusammenfassung

Im Unterschied zum ersten Jahrzehnt nach Gründung der Bundesrepublik, in dem das dominierende Thema der deutschen Innen-und Außenpolitik Wiederaufbau und Stabilität hieß, fehlt für die folgenden Jahrzehnte ein solches Leitthema, auf das sich die meisten Parteien und gesellschaftlichen Gruppen, mit welcher programmatischen Aussage auch immer, orientieren. Die fünfziger und frühen sechziger Jahre sind die Zeit der Westintegration und des sog. Wirtschaftswunders. Nicht grundlos ist die Bundesrepublik der Ära Adenauers und Erhards als CDU-Staat charakterisiert und kritisiert worden.1 Mit Blick auf die Zeit vor 1933 und verglichen mit den düsteren Prognosen von 1945 wurde schon Mitte der fünfziger Jahre mit verständlicher Erleichterung, aber doch schon bedenklicher Selbstzufriedenheit die Formel geprägt: „Bonn ist nicht Weimar“.2 Allerdings war bei manchen Zeitgenossen, die diesem Urteil zustimmten, im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Bundesrepublik eine gewisse Skeksis nicht zu verkennen.3

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© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1981

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  • Peter Reichel

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