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Aspekte personenbezogener Dienstleistungen

  • Peter Gross
Chapter

Zusammenfassung

In den Theorien der Dienstleistungsgesellschaft ist der Begriff der Dienstleistung erstaunlicherweise merkwürdig blaß und konturlos geblieben. Auch außerhalb dieser spezifisch um Dienstleistungen kreisenden Überlegungen bleibt der Begriff verschwommen. Im alltagspraktischen Sprachgebrauch fristet er sogar ein kümmerliches Schattendasein. Der Sache nach hat es freilich die sich unter diesem Begriff verber-gende Tätigkeit immer gegeben. Die moderne Redeweise von der Dienstleistung und nicht mehr vom Dienen oder Dienst-leisten verbirgt sie, die Substantivierung rückt das Produkt des Dienstleistens in den Vordergrund. Gerade die Immaterialität des produzierten Gutes macht die Schwierigkeit des Begriffes deutlich. Denn das produzierte Gut ist weder konsistent beständig, noch anschaulich. Personenbezogene Dienstleistungen sind flüchtig, werden uno actu produziert und konsumiert. Es stellt sich daher die Frage, was die Substantivierung motiviert hat. Ist es die nationalökonomische Güterlehre, die vom Gut, vom Produkt her denkt? Ist es professionelles Eigeninteresse der dienstleistenden Berufe, ihre in der klassischen Nationalökonomie als unproduktiv angesehenen und teilweise verachteten Tätigkeiten auszuwerten? Oder ist es jene — von Hanna Arendt herausgestellte — Hybris des herstellenden gegenüber dem arbeitenden Menschen, der von der Mächtigkeit des Menschen und nicht vom Standpunkte der in der Herstellung von Produkten „vergewaltigten“ Natur her auslegt?1

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1983

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  • Peter Gross

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