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China pp 120-131 | Cite as

Industrie

  • B. Großmann

Zusammenfassung

Der Industrialisierungsprozeß in China wurde ausgelöst mit dem Eindringen der Westmächte in die Vertragshäfen und konzentrierte sich damit zunächst auf die Küstengebiete. Dabei bestand für die Ausländer kein Anlaß, eine Investitionsgüterindustrie aufzubauen. Vielmehr waren die meisten der von Ausländern ins Leben gerufenen Produktionsstätten solche leichtindustrieller Art (Textil-, Mühlen-, Tabakindustrie). Lediglich der Schiffbau spielte eine besondere Rolle; denn es war im Hinblick auf die langen Seewege nach Ostasien notwendig, leistungsfähige Schiffsreparaturbetriebe auch in China zu finden. Der Ostasienschiffahrt und dem späteren, mit ausländischen Interessen verknüpften Eisenbahnverkehr ist auch die Entwicklung des Kohlebergbaus zu verdanken, die sehr rasch unter britischen Einfluß geriet (K’ai-luan-Gruben). Schließlich sind die Versorgungsbetriebe zu erwähnen, die von den Ausländern zur Versorgung ihrer Konzessionen in den Vertragshäfen errichtet wurden. Die Schleusen für ausländische Investitionen in der Industrie wurden vollends geöffnet, nachdem in Artikel 6 des Friedensvertrages von Shimonoseki von 1895 japanischen Industriellen die Niederlassung in allen geöffneten Plätzen und Vertragshäfen gestattet worden war und dieses Recht im Rahmen der Meistbegünstigungsklausel seitdem auch von allen anderen Staaten in Anspruch genommen wurde. Vor allem die Baumwolltextilindustrie in fremdem Eigentum nahm in den folgenden Jahren einen erheblichen Aufschwung.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • B. Großmann

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