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Einleitung

  • Sven W. Massengeil
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Zusammenfassung

Mit der Freigabe von festnetzbasierten Telefondiensten für den Wettbewerb zu Beginn des Jahres 1998 ist der Telekommunikationsmarkt (TK-Markt) in Deutschland vollständig liberalisiert worden. Privat- und Geschäftskunden des ehemaligen Monopolisten Deutsche Telekom ist es seitdem möglich, ihren Telefondiensteanbieter unter einer Vielzahl neu in den Markt drängender Telefongesellschaften frei auszuwählen. Die Tarife vor allem bei Femgesprächen sind seither in der dynamischen Marktentwicklung weit unter das Niveau des monopolistisch stmkturierten Marktes vor 1998 gefallen und haben Mitte des Jahres 20001 einen Punkt erreicht, bei dem zwischen Endkundenpreisen und denen für Vorleistungen wie für besondere Netzzugangsleistungen (= Interconnection) und/oder für Bandbreiten auf bestinmiten Femverbindungsstrecken kaum noch Differenzen bestehen. Im zunehmendem Wettbewerb positionieren sich dabei neben verschiedenen Netzbetreibem mit eigenem Telefondiensteangebot auch diverse Dienstehändler, die über keine eigenen Netzinfrastmktu- ren zur Übertragung von Sprach- und Dateninformationen verfügen. Sie kaufen die nicht abgedeckte Wertschöpfung auf der ihnen vorgelagerten Wertschöpfungsstufe ein, veredeln die Vorprodukte mit Hilfe eigenständig betriebener Vermittlungsstellen zu Telefondiensten und vermarkten diese dann unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung an Endverbraucher (sogenannte Switchbased Dienstehändler). Altemativ konmien Dienstehändler auch ohne den Betrieb von Vermittlungsstellen aus, indem sie lediglich das Verkehrsaufkonmien vieler Endverbraucher im Netz eines Netzbetreibers bündeln, der ihnen in ihrer Funktion als alleiniger Gesamtschuldner vergleichsweise günstige, in der Regel mengenrabattierte Verbindungsentgelte einräumt (sogenannte Switchless Dienstehändler). In jedem Fall investieren Dienstehändler anders als Netzbetreiber nicht in ein eigenständig betriebenes TK-Netz von festverlegten Übertragungsleitungen. Die wettbewerbsstrategische Positioniemng der Untemehmen dieser institutionellen Anbietergruppe im kommerziellen Markt für Telefondienste auf Festnetzbasis, für die sich in der Literatur auch diverse, in der Regel undifferenziert genutzte Synonyme wie z.B. Service Provider, Reseller, Rebiller, Wiederverkäufer oder Vermittlungsnetzbetreiber finden, ist der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Sven W. Massengeil

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