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„Produktive“ Tätigkeiten

  • Harald Künemund

Zusammenfassung

Der Übergang in den Ruhestand wurde lange Zeit als problematisches, nur mittels neuer Aktivität zu bewältigendes, sogar durch Vorbereitungsmaßnahmen abzufederndes Lebensereignis behandelt. In dieser Richtung weisen die Thematisierungen dieses Übergangs als „umfassender Umweltentzug“ (Schelsky 1965) ebenso wie jene des Alters insgesamt als „rollenlose Rolle“ (Burgess 1960). In den sechziger Jahren spitzten sich solche Überlegungen in der Kontroverse um Aktivität und Disengagement zu. Während die Aktivitätstheorien davon ausgingen, daß der Übergang in den Ruhestand bei den Älteren tendenziell zu Unzufriedenheit führe, die nur durch alternative Aktivitätsmöglichkeiten wettgemacht werden könne, widersprach dem die Theorie des „Disengagement“ (Cumming & Henry 1961) mit dem Argument, eine Ablösung der Älteren von den wesentlichen gesellschaftlichen Rollen sei sowohl für die Gesellschaft wie auch für sie selber funktional und führe zu erhöhter Zufriedenheit. Die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Theorien gab Anlaß zu einer Fülle von empirischen Untersuchungen und theoretischen Differenzierungen (vgl. z.B. die Übersichten von Hochschild 1975; Tews 1979; Voges 1983), die allerdings nicht zu einer eindeutigen Klärung der Lage führten.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Harald Künemund

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