Advertisement

Die Optischen Migrationskurven

  • Eduard Wenk
Chapter
Part of the Mineralogisch-Geotechnische Reihe book series (LMW, volume 8)

Zusammenfassung

Die Hauptaufgabe unseres Gemeinschaftswerkes besteht in der einheitlichen Präsentation neuer Daten, welche die Verlagerung der Indikatrix der Plagioklase als Funktion der chemischen Zusammensetzung und der thermischen Vorgeschichte darstellen. Die Stereogramme und Diagramme der Tafeln I bis XVII orientieren über unsere Resultate und genügen den sehr verschiedenartigen Ansprüchen von Kristallographen, Mineralogen-Petrographen und Geologen, die Feldspäte nach der Fedorow-Methode untersuchen. Die grundlegenden numerischen Daten sind im 4. Teil dieses Buches zusammengestellt, und im 2. Teil wird dargelegt, auf welchem Wege die Typenwerte gewonnen wurden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 1).
    Auch die metamorphen, ultrametamorphen und metasomatischen Bildungen umfassend.Google Scholar
  2. 1).
    Das Adjektiv «intermediär» hat in der Nomenklatur der Plagioklase drei verschiedene Bedeutungen. In stofflicher Hinsicht spricht man von alters her von sauren (Albit-Oligoklas), von intermediären (Andesin-Labradorit) und von basischen (Bytownit-Anorthit) Plagioklasen, und im gleichen Sinn bisweilen auch von sauren, intermediären und basischen Andesinen. Die intermediäre Struktur hingegen kennzeichnet jene Plagioklase, die als Mischungen aus Bauelementen An 25 bis 30 und An 70 bis 75 von der Größenordnung einiger Elementarzellen nachgewiesen sind. Auch dieser Begriff ist klar definiert; er bezieht sich übrigens auf Feldspäte, die auch im chemischen Sinne intermediär sind. Man spricht nun, drittens, von Feldspäten mit intermediärer Optik und bezieht sich dabei auf Typen irgendwelcher Zusammensetzung, deren optische Orientierung eine Zwischenstellung einnimmt in bezug auf typische Tief- und Hochformen. Diese dritte Anwendung des Adjektives ist problematisch und bedarf der gelegentlichen Präzisierung. Anhand von Daten aus dem Anhang unseres Kataloges läßt sich nämlich belegen, daß die Projektionspunkte mancher Plagioklase zwar im einen Diagramm oder Stereogramm, und bezogen auf diese oder jene Kurve, zwischen die Hoch- und Tiefbahnen fallen, aber im gleichen oder anderen Diagramm und bezogen auf weitere Kurven entweder eine normale oder aber vollständig aberrante Position einnehmen. Auf keinen Fall sollten Plagioklase mit intermediärer Optik als intermediäre Plagioklase bezeichnet werden, wie es oft geschieht. Wir möchten hier auch beifügen, daß unserer Ansicht nach nur ein bescheidener Teil der im Anhang des Kataloges enthaltenen Feldspäte optisch intermediär sein dürfte. Scheinbar intermediäres Verhalten resultiert nämlich auch, wenn die chemischen und optischen Bestimmungen nicht dem genau gleichen Material entsprechen, oder wenn sie ungenau sind.Google Scholar
  3. 1).
    Die optischen Befunde schließen An 0–2,5 aus und sprechen für An 2,5–5 als Na-reiche Komponente.Google Scholar
  4. 1).
    Die beiden Zwillingsindividuen zeigen am U-Tisch beim Drehen um den Pol der Zwillingsebene stets die gleiche Interferenzfarbe.Google Scholar
  5. 1).
    Ein Mischkristall mit der Bauschalzusammensetzung Ab 75 An 25 ist — bei lückenloser Mischbarkeit von Ab und An — aus reinem Albitmolekül und Anorthitmolekül im Verhältnis 3:1 aufgebaut. Er könnte aber auch aus Bauelementen Ab 95 An 5 und Ab 70 An 30 im Verhältnis 1:4 bestehen. Im ersten Fall müssten sich die physikalischen und kristallographischen Konstanten von Mischkristallen zwischen Ab und An stetig verändern, falls die Struktur dieselbe bleibt. Im zweiten Fall wäre unter der gleichen Voraussetzung eine kontinuierliche Veränderung nur von An 5 bis An 30 zu erwarten; bei An 5 und An 30 müssten sich Unstetigkeiten zeigen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1967

Authors and Affiliations

  • Eduard Wenk

There are no affiliations available

Personalised recommendations