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Methodisches

  • Robert L. Parker
Chapter
Part of the Mineralogisch-Geotechnische Reihe book series (LMW, volume 8)

Zusammenfassung

Die Ausgangsdaten sind mit gewissen Ausnahmen nicht mit den Originaldaten der Literatur identisch. Denn für die Verfasser war ein wesentlicher Grund zur Inangriffnahme der vorliegenden Arbeit, die Möglichkeit, als Basis der neu zu entwerfenden Kurven und als Grundlage der damit verbundenen Diskussionen die sogenannten Euler-Winkel zu gebrauchen. Diese Winkel wurden aber erst 1956 von C. Burri in die Kristalloptik eingeführt, weshalb sie nur in einigen rezenteren Arbeiten zu finden sind. In der Großzahl der auf die Plagioklasoptik sich beziehenden Publikationen liegen aber Winkelangaben anderer Art vor. Diese mußten für die vorliegenden Zwek-ke in Euler-Winkel umgerechnet werden, und es sind die Ergebnisse dieser Transformationsrechnungen neben einer Anzahl von Originalangaben über Euler-Winkel, die im Katalog der Ausgangsdaten zusammengestellt sind.

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Referenzen

  1. 1).
    Eine ausführliche Darstellung, insbesondere der Euler-Winkel I. Art wurde bereits in Abschnitt 113.02 von C. Burri gegeben. Wenn manches dort bereits Gesagte an dieser Stelle wiederholt wird, so geschieht das im Interesse einer geschlossenen Darstellung sowohl des historischen wie des methodischen Stoffes.Google Scholar
  2. 1).
    In «Sammlung zur Kenntnis der Gebirge von und um Karlsbad angezeigt und erläutert» (1807) schreibt er darüber: Große Teile rhombischen Feldspathes zeigen sich auffallend in der grobkörnigen Art [des Granites]. Sie deuten sowohl ihrer inneren Struktur als äußeren Form nach auf eine Kristallisation, welche sich bald entschiedener ausspricht. Denn es gibt große Massen des Karlsbader Granites, worin man vollkommene Kristalle, und zwar von sehr komplizierter Bildung, antrifft (5). Es sind Doppelkristalle, welche aus zwei in- und übereinandergreifenden Kristallen zu bestehen scheinen, chne daß man jedoch den einen ohne den anderen einzeln denken könnte. Ihre Form ist durch Beschreibung nicht wohl vor die Einbildungskraft zu bringen, man kann sich solche aber im ganzen als zwei ineinandergefügte rhombische Tafeln vorstellen (6,7, 8). Die größten, welche wir aufgefunden, sind drei Zoll lang und dreieinhalb Zoll breit, die kleinsten etwa von der Länge eines Zolls und in gleichem Verhältnisse breit, wiewohl auch bei größeren und kleineren öfters Länge und Breite miteinander übereinkommt. Die sind in den Granit innig verwachsen, und insofern er nicht verwitterlicher Art ist, geben sie den Platten desselben, dergleichen hier als Trittsteine vor den Häusern liegen, ein schönes porphyrisches Aussehen, besonders wenn sie vom Regen abgespühlt worden. Will man sie in den Granitblöcken kennen lernen, so steige man hinter dem Hammer den Dorf-und Waldweg hinauf. Von ihrer eigentlichen merkwürdigen Bildung aber würden wir keinen deutlichen Begriff haben, wenn der Granit, der sie enthält, nicht manchmal derartig verwitterte, daß die Umgebung zu Sand und Grus zerfiele, die Kristalle selbst aber fest und unverändert zur Freiheit kämen; wobei jedoch zu beobachten ist, daß sie bald aufgelesen werden müssen, weil sie durch die Zeit und Witterung zerfallen, wenigstens brüchig werden. Kennen wir sie nun in ihrer einfachen Doppclgestalt, so finden wir sie auch miteinander auf vielfache Weise verbunden. Teils ist Tafel auf Tafel aufgewachsen, teils sind mehrere unregelmäßig zusammengehäuft. Manchmal sind zwei solcher Doppelkristalle in Kreuzform innig vereint. Sehr selten scheinen sie zu weißer Porzellanerde verwittert.Google Scholar
  3. Zitiert nach J.W. Goethe, Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, herausgegeben von E. Beutler, Bd. 17, Naturw, Schr., II, Zürich, Artemis-Verlag (1952) 492–494.Google Scholar
  4. 2).
    2) Zur Veranschaulichung der Zwillingsbildungen, besonders der komplexen, werden von L. Duparc und M. Reinhard einfache, von den drei Hauptpinakoiden begrenzte Holzmodelle empfohlen. Man benötigt hiervon mindestens je drei jeweils tafelig nach (010), (001) und (100) ausgebildete Modelle. Für die wichtigsten Fälle kann man sich auf die beiden ersteren beschränken (vgl. M. Reinhard 1931).Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1967

Authors and Affiliations

  • Robert L. Parker

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