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Einführung in die Reaktortechnologie

  • W. Epprecht
Chapter
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Part of the Lehr- und Handbücher der Ingenieurwissenschaften book series (LHI)

Zusammenfassung

In den Atomkernreaktoren wird diejenige Energie ausgenützt, welche bei der Spaltung von Atomkernen frei wird. Die Reaktoren sind daher Vorrichtungen, in welchen ein Atomkernspaltprozess so unterhalten und kontrollierbar verändert werden kann, dass ein mehr oder weniger hoher Energiefluss nutzbar wird. Die Spaltung der Atomkerne wird dabei durch Neutronen hervorgerufen, die als elektrisch neutrale Teilchen in spaltbare Atomkerne hineingeschossen werden. Als Spaltstoffe (nuclear fuel)1), das heisst als chemische Elemente mit spaltbaren Atomkernen, kommen nur Uran und Plutonium, und zwar nur deren Isotope 233U, 235U und 239Pu2) in Frage. Von diesen findet sich nur 235U in der Natur, und zwar enthält das natürliche, aus Uranerzen hergestellte Uran nur 0,719% davon, während fast der ganze Rest (99,274%) aus dem nicht spaltbaren Isotop 238U besteht. 233U und Plutonium müssen künstlich hergestellt werden, und zwar vermittels einer als «Brüten» (breeding) bezeichneten Kernumwandlung, die durch Bestrahlung von 232Th bzw. 238U mit Neutronen hervorgerufen wird. Fast alle heute laufenden Reaktoren arbeiten mit 235U, wenige bereits mit 239Pu. Im Laufe der Zeit wird in Brutreaktoren immer mehr 239Pu und 233U erzeugt, so dass sich dieses Verhältnis ändern wird.

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Referenzen

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Copyright information

© Springer Basel AG 1961

Authors and Affiliations

  • W. Epprecht
    • 1
  1. 1.Abteilung für industrielle Forschung des Institutes für Technische PhysikEidgenössischen Technischen Hochschule in ZürichSchweiz

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