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Vorbericht des Verfassers oder eine Historische Nachricht von dem Ursprung und Aufnehmen Der Fortification Und Artillerie

  • Friedrich Robert Scherrer
Chapter
Part of the Leonhardi Euleri book series (EULER, volume 2 / 14)

Zusammenfassung

Ich war vor ungefehr einem Jahre beynahe entschlossen, öffentliche Vorlesungen über die Fortification und Artillerie zu halten; es fanden sich aber einige Hindernisse, welche nicht nöthig sind, hier anzuführen, so mich von diesem Vorsatz zurück hielten. Als aber inzwischen einige Abschriften von dem Inhalt, den ich mir vorgesetzet hatte, in verschiedene Hände geriethen, so wurde ich einiger massen zu gegenwärtiger Unternehmung genöthiget.

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Referenzen

  1. 1).
    Johann Ziska (1360?—1424), der berühmte Feldherr der Hussiten.Google Scholar
  2. 2).
    Kedük-Achmed-Pascha. Großwesir unter Sultan Mohammed IIGoogle Scholar
  3. 3).
    J. C. Chevalier de Folard (1669–1752) veröffentlichte mit V. de Thüillier Histoire de Polybe (mit Kommentar), Paris 1727–1730, 6 Bde. Über die Entstehung und den Inhalt dieses berühmten Werkes siehe M. Jahns, Geschichte der Kriegswissenschaften vornehmlich in Deutschland, 2. Abi, München und Leipzig 1890, p. 1480.Google Scholar
  4. 1).
    Nicolo Tartaglia (1500 oder 1506--1559), Quesiti et inventioni diverse, Vehetia 1546 (und 1554); Opere, Venetia 1606.Google Scholar
  5. 2).
    Eulers Übersetzung: „ ... ein Plan von Turin, welcher mit 4 Bastionen fortificiret ist, und derselbe scheinet schon eine geraume Zeit vorher verfertigt zu seyn”, ist nicht befriedigend. Im englischen Original heißt es: „ . . . a plan of Turin, which was then fortified with four Bastions, and seems to have been compleated some time before”. In der Tat geht auch aus dem sechsten Buche von Tartaglias Quesiti hervor, daß die vier Bastionen nicht nur auf dem Plane, sondern in Wirklichkeit existierten.Google Scholar
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    Genauer 1567–1571. Die Zitadelle ist 1874 geschleift worden.Google Scholar
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    Alghisi da Carpi verfaßte um 1548 Delle fortificationi libri III, Venedig 1570.Google Scholar
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    F. de’ Marchi (ungefähr 1506–1574). Dell’ architettura militare libri tre, Brescia 1599. Ober Geschichte und Inhalt dieses bedeutenden Werkes berichtet ausführlich M. Jahns, Geschichte der Kriegswissenschaften vornehmlich in Deutschland, 1. Abt. München und Leipzig 1889, p. 805.Google Scholar
  10. 5).
    D. Speckle (auch Specklin genannt) wurde 1536 in Straßburg geboren und starb daselbst als Stadtbaumeister und Militärarchitekt im Jahre 1589. Sein Hauptwerk Architectura Von Festungen erschien zuerst 1589 in Straßburg und erlebte sehr viele Auflagen bis 1736, wo es zum letzten Male (Dresden und Leipzig) gedruckt wurde. Siehe den Artikel von H. Janitschek in der Allgemeinen deutschen Biographie, Bd. 35, p. 82, ferner das wiederholt genannte Werk von M. Jahns, Geschichte der Kriegstvissenschaften, 1. Abt., p. 822.Google Scholar
  11. *).
    Pasino, dessen wir oben Meldung gethan, maßt sich die Erfindung der Contreguardes an, ungeachtet dieselben nachgehends durch Speckle sehr sind verbessert worden. Denn die Contreguardes dieses Autoris waren nicht nur vor die Bastionen allein gesetzt, sondern sie umringten den gantzen Platz.Google Scholar
  12. 1).
    Im Original ruin zerstören. F. ß. S,Google Scholar
  13. 1).
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    Von Anfang Juli bis 21. September 1714 durch die Franzosen. Siehe v. Alten, Handbuch für Heer und Flotte, Bd. 1, Berlin-Leipzig 1909, p. 834.Google Scholar
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  17. 1).
    R. Guerini Graf zu Lynar (1525–1596).Google Scholar
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    Jean Errard de Bar-le-Duc (1554–1610), La fortification reduicie en art et demcmstrée, Paris 1600.Google Scholar
  20. 1).
    Gemeint ist Pedro Navarro (1446–1528), der im Jahre 1503 das Castello dell’ Uomo bei Neapel sprengte. VergL S. J. v. Romocki, Geschichte der Explosivstoffe, Bd. I, Berlin 1895, p. 251–253.Google Scholar
  21. 2).
    Über den Minenkrieg vor Oandia gibt Auskunft der Artikel Kandia von Oberstleutnant Frobenius in v. Alten, Handbuch für Heer und Flotte, Bd. 5, Berlin Leipzig 1913, p. 265.Google Scholar
  22. 3).
    Als Französischer Polybius wird nach M. Jahns 1. c. p. 1458 bezeichnet: L’art de la guerre par M. le Marquis de Quincy, auquel est joint un traité des mines et des places de guerre par Valliere, Paris 1726.Google Scholar
  23. 1).
    M. van Coehoorn (1641–1704), Zeitgenosse und Gegner Vaubans, Generalinspektor der niederländischen Festungen.Google Scholar
  24. 2).
    Nach M. Jahns, 1. c., p. 1383 u. 1385 ist das erste dieser Bücher Versterckinge de Vijf-hoecks met alle sijne Buijtenwercken, gestellt iegens di van de Ing. en Capt L. Paan.. Leeuwarden 1682, und das andere Nieuwe Vestingbouw op en natte of lage horisont,. . Leeuwarden 1685.Google Scholar
  25. 3).
    Die niederländische Festung Coevorden (Koeverden) war 1592 von Moritz v. Oranien und 1672 von Bischof Bernhard v. Galen eingenommen worden.Google Scholar
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    J. F. de Valliere (1667–1759).Google Scholar
  27. 1).
    In der zweiten Auflage der ersten französischen Übersetzung (La Haye 1706) betitelt: Nouvelle fortification tant pour un terrain bas et humide, que sec et élevé, par CoeHoorn, La Haye 1741.Google Scholar
  28. 2).
    Im englischen Original und in der deutschen Übersetzung William statt Guillaume.Google Scholar
  29. 3).
    Im englischen Original und in der deutschen Übersetzung Bon statt Bonn. Die Einnahme Bonns durch Coehoorn erfolgte 1703.Google Scholar
  30. 1).
    P. von Goulon, 1686 General in österreichischen Diensten.Google Scholar
  31. 2).
    S. Leprestre de Vauban (1633–1707).Google Scholar
  32. 3).
    Der genaue Titel ist: Mémoires pour l’attaque et la deffense d’une place par Mr. Goulon , Ing. et Général des Armées de l’Empereur. 1706 im Haag französisch und 1709 in Nürnberg deutsch erschienen.Google Scholar
  33. 4).
    Durch den Buchhändler De Hondt unter dem Titel: De l’attaque et de la défense des places par M de Vauban. T. I, La Haye 1737. Die zweite Abteilung dieses Bandes bringt die Abhandlung über die Verteidigung, aber nicht die von Vauban, sondern von Deshoulieres.Google Scholar
  34. 1).
    Romocki stimmt in seiner Geschichte der Explosivstoffe, Bd. I, “Berlin 1895, p. 106–113, der von H. Hansjakob in der Schrift Der schwarze Berthold, Freiburg i. ß. 1891, vertretenen Ansicht bei, wonach der genannte Franziskaner-Mönch in der Mitte des 13. Jahrhunderts zu Freiburg i. B. gelebt haben soll.Google Scholar
  35. 2).
    Der englische Franziskaner-Mönch Roger Bacon (1214–1294) erwähnt eine solche Mischung in seiner Schrift Epistola fratris Bogerii Baconis de secretis operïbus artis et naturae et de nullitate magiae, Paris 1542, cap. XI. Die betreffende Stelle ist abgedruckt in Romocki, Geschichte der Explosivstoffe, Bd. I, p. 93. F. ß. S.Google Scholar
  36. 1).
    Diese Ansicht ist irrig, wie Bomooki 1. c. p. 5–22 überzeugend nachgewiesen hat.Google Scholar
  37. 2).
    Plinius der Ältere (23–79), der bekannte römische Naturforscher und Verfasser der Historia naturalis. Google Scholar
  38. 3).
    Im letzten Kapitel seines Opus malus, betitelt De dignitate artis experimentalis. Die einschlägige Stelle ist auch abgedruckt bei Bomocki 1. c p. 93.Google Scholar
  39. 4).
    Diese von S. Jebb besorgte Ausgabe des Opus malus erschien in London 1733. F. B. S.Google Scholar
  40. 1).
    Die Sclirift mit dem genauen Titel Liber ignium ad comburendos hostes, auctore Marco Graeco befindet sich nach Romocki 1. c. p. 114 in den Handschriftenbänden 7156 und 7158 der Pariser Nationalbibliothek und wurde 1804 herausgegeben von La Porte du Theil. Marcus Graecus lebte etwa in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.Google Scholar
  41. 1).
    Aus den sehr gründlichen und umfassenden Untersuchungen Romockis geht hervor, daß der p. 24 genannte Barthold Schwarz zuerst auf den Gedanken kam, die Triebkraft des schwarzen Schießpulvers zum Fortschleudern von Geschossen zu verwenden. F R. S.Google Scholar
  42. 1).
    Über die in diesem Bande vorkommenden Maßeinheiten gibt das Vorwort des Herausgebers Auskunft.Google Scholar
  43. 2).
    Das Zitat bezieht sich auf die 1561–1564 in Florenz erschienene Storia d’Italia des italienischen Staatsmanns, Heerführers und Historikers Francesco Guicciardini (1483–1540).Google Scholar
  44. 1).
    Der Geschlechtsname Bourne fehlt in der deutschen Übersetzung.Google Scholar
  45. 2).
    Nämlich 1587 in London. Bourne war 1583 gestorben.Google Scholar
  46. 1).
    In London erschienen 1644.Google Scholar
  47. 1).
    Zum ersten Mal gedruckt in Venedig 1545.Google Scholar
  48. 2).
    Diese (vollständigere) spanische Ausgabe ist nach M. Jahns 1. c. p. 658 unter dem Titel: Plática manual de Artilleria 1592 in Mailand erschienen.Google Scholar
  49. 3).
    Fr. Blondel (1617–1686), Direktor der Bauakademie in Paris. Seine Art de jetter les bombes erschien in Paris 1683.Google Scholar
  50. 1).
    Hieronimo Cardano (1501–1576). Die erste Auflösung der kubischen Gleichungen verdankt man dem italienischen Mathematiker Scipione dal Ferro (1460?—1526), 1496–1526 Professor an der Universität Bologna.Google Scholar
  51. 2).
    Siehe die Anmerkung 4 p. 23.Google Scholar
  52. 3).
    Damit ist wohl die Ausgabe von 1730 gemeint, die im Haag und in Paris erschienen ist. Siehe auch die Anmerkung 3 p. 23.Google Scholar
  53. 1).
    Tratado dela Artilleria y uso della platicada por el capitan Diego Ufano en las Guerras de flandes, Brusélas 1613. 3. Traktat p. 600.Google Scholar
  54. 2).
    Artis magnae Artilleriae pars 1. . Autore Casmiro Simienowicz, Amstelodami 1650.Google Scholar
  55. 3).
    G. Galilei (1564–1642), Discorsi e dimostrazioni matematiche intorno a due nuove scienze attenenti alla meccanica ed ai movimenti locali, Leida 1638; Le opere di Galileo Galilei, Edizione nazionale vol. VIII, Firenze 1898.Google Scholar
  56. 4).
    Der Quadrant wird schon im 15. Jahrh. im Feuerwerksbuch des Abraham von Memmingen erwähnt. Einen Geschützquadranten, der ein einigermaßen genaues Visieren ermöglichte, erfand nach M. Jahns 1. c. p. 410 Georg von Peurbach (1423–1461), Professor an der Universität zu Wien, der Lehrer Regiomontans (1436–1476), im Jahre 1450.Google Scholar
  57. 1).
    Bondel führt keinen Ulrich an, wohl aber einen Daniel Elrich, Stückhauptmann zu Frankfurt a. M., der das p. 34 zitierte Buch des Simienowicz 1676 in deutscher Übersetzung herausgab.Google Scholar
  58. 2).
    Nach Ufano ergeben bei konstanter Ladung zwei Abgangswinkel, deren arithmetisches Mittel 45° beträgt, dieselbe und 45° selbst die größte Schußweite. Die Flugbahn setzt sich aus drei Teilen zusammen; der erste Teil (motus violentus) ist geradlinig, der zweite (motus mixtus) unter dem Einfluß der Triebkraft des Pulvers und der Schwere gekrümmt, und der dritte (motus naturalis) lotrecht abwärts gerichtet. Nach Blondel 1. c. Chap. VII p. 35–38 vertritt David Rivault de Fleurance (Rivaltius) (1571–1616) in seinem Buche Les éléments de l’artillerie, Paris 1605, hinsichtlich der Form der Flugbahn die Anschauungen Ufanos, dagegen setzt er bei konstanter Ladung die Schußweite dem Cosinus des Abgangswinkeis proportional. Das letztere tut auch Daniel Santbech (von Nymwegen) in seinem vom Verfasser p. 34 angeführten, 1561 in Basel erschienenen Buche und zwar in der Propositio CXIII: Ex quo fundamento sit extructum artificium eiaculandi sphaeras e tormentis p. 210–212; überdies bewegt sich nach seiner Meinung das Geschoß geradlinig, bis die Triebkraft der Ladung fast ganz erschöpft ist, weicht dann nur unerheblich von der Anfangsrichtung ab und fallt hierauf senkrecht zu Boden. F. B. S.Google Scholar
  59. 1).
    Siehe die zweite Anmerkung des Verfassers p. 30.Google Scholar
  60. 2).
    William Eldred lebte um 1646. Robert Anderson lebte in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts.Google Scholar
  61. 1).
    G. Galilei, Discorsi (siehe die Anmerkung 3 p. 34), Giornata quarta, p. 237–250; Le Opere di Galileo Galilei, Edizione nazionale, vol. VIII, p. 269–279. F. K. S.Google Scholar
  62. 1).
    Der Tractat erschien in London.Google Scholar
  63. 1).
    E. Halley (1656–1742). Die Fußnote des Verfassers bezieht sich auf die Abhandlung: A proposition of general use in the art of gunnery, shelving the rule of laying a mortar to pass, in order to strike any object above or below the horizont. By E. Halley. Philosophical Transactions (London) 19 (1695–1697), 1698 p. 68.Google Scholar
  64. 2).
    Der Tractat erschien in London.Google Scholar
  65. 3).
    Erschienen in Amsterdam 1699.Google Scholar
  66. 1).
    I. Newton (1643–1727). Die Philosophiae naturalis principia mathematica (so lautet der Titel) erschienen 1687 in London. Eine dritte, noch von Newton selbst besorgte und als „aucta et emendata” bezeichnete Ausgabe wurde ebendaselbst 1726 veröffentlicht.Google Scholar
  67. 1).
    Es handelt sich um die Abhandlung von D. Bernoulli De adione fluidorum in corpora solida et motu solidorum in fluidis, Comment, acad. sc. Petrop. 2 (1727), 1729, p. 304, deren Pars quarta (p. 329–342) unter dem Titel De motu corporum sursum proiectorum, ubi ad calculum revocantur experimenta ab Excellentiss. Dno Günthero cum tormentis instituta, den hier vorliegenden ballistischen Aufgaben gewidmet ist.Google Scholar
  68. 1).
    G. Ph. de La Hire (1677–1719), Sur les effets du ressort de l’air dans la poudre à canon et dans le tonnerre. Histoire de l’acad. roy. des sciences (1702), Paris 1704, p. 9.Google Scholar
  69. 1).
    Gemeint ist wohl Joh. Bernoulli. Siehe Eulers Anmerkungen p. 47Google Scholar

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  • Friedrich Robert Scherrer

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