Geographische Anthologie des 19. Jahrhunderts

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There are 2 volumes in this series
Published 2016 - 2017

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Im Gefolge der Aufklärung wurden im deutschsprachigen Raum spätestens um das Jahr 1800 geographische Textformen (Reisebeschreibungen, Landeskunden, Essays, Kuriosa etc.) gleich hinter den Romanen zum meistgelesen literarischen Genre geworden. Das 19. Jahrhundert wird deshalb zu recht als das „geographische Zeitalter“ bezeichnet, in dem das Bildungsbürgertum kühnen Alpinisten ins heimische Hochgebirge folgte und sich von als Helden gefeierten Entdeckern und Forschungsreisenden ferne Erdteile erklären ließ. Aus Gründen der Aktualität waren dabei zahlreiche konkurrierende Zeitschriften die Erst- bzw. Hauptverbreitungsformen des Neuen und Eigenartigen, welches dem Medium gemäß zumeist in kurzen Textformen berichtet wurde. In ihrer Gesamtheit stellen die bis zum Ersten Weltkrieg erschienenen geographischen Publikumszeitschriften aber einen zu Unrecht vergessenen Fundus der bürgerlichen Weltentdeckung zwischen Aufklärung und Moderne dar, einen verborgenen Wissensschatz, den es zu heben und der marktgerecht vielfältigen Nutzung wieder zuzuführen gilt.