Erfahrung und Kategoriales Denken

Hume, Kant und Husserl über vorprädikative Erfahrung und prädikative Erkenntnis

  • Dieter Lohmar

Part of the Phaenomenologica book series (PHAE, volume 147)

Table of contents

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Introduction

Diese Untersuchung zeigt, daß es zwischen der singulären Wahrnehmung von Gegenständen und der objektiven und kommunizierbaren Erkenntnis ein `Mittleres' gibt, d.h. eine bereits beständige und spezifische Vorform von Erkenntnis, die weder nur Wahrnehmung ist noch schon Erkenntnis darstellt. Husserl war der erste, der explizit die Eigenständigkeit der vorprädikativen Erfahrung behauptet hat. Dennoch zeigt sich, daß die Sache und die erkenntnisermöglichende Funktion der vorprädikativen Erfahrung bereits von Hume und Kant untersucht wurden. Auf dem Grund des gleichen Sachinteresses ist es möglich, ihre Ergebnisse mit großem Gewinn in die phänomenologische Theorie der Erkenntnis einzugliedern. Ferner wird die transzendentale Funktion dieser erfahrungsgegründeten und bereits spezifischen Vorformen von Erkenntnis für die Ermöglichung eben dieser Erkenntnis aufgewiesen. Die Analysen der Formen vorprädikativer Erfahrung in Erfahrung und Urteil sind somit die entscheidenden Schlußstücke der genetisch-phänomenologischen Erkenntnistheorie, die sich hiermit zugleich als tragfähig und konsistent erweist.

Keywords

David Hume Edmund Husserl Erfahrung Erkenntnis Erkenntnistheorie Immanuel Kant Kant Phänomenologie

Authors and affiliations

  • Dieter Lohmar
    • 1
  1. 1.Husserl-ArchivUniversität zu KölnKölnGermany

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-94-011-5120-7
  • Copyright Information Kluwer Academic Publishers 1998
  • Publisher Name Springer, Dordrecht
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-94-010-6152-0
  • Online ISBN 978-94-011-5120-7
  • Series Print ISSN 0079-1350
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