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Grundzüge einer Soziologie des Musikgeschmacks

  • Authors
  • Andreas Gebesmair

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-10
  2. Einleitung: Klasse, Mobilität, Musikgeschmack

    1. Andreas Gebesmair
      Pages 11-21
  3. Die psychologischen Grundlagen einer Soziologie des Musikgeschmacks

    1. Front Matter
      Pages 23-23
    2. Andreas Gebesmair
      Pages 47-75
    3. Andreas Gebesmair
      Pages 99-119
  4. Grundzüge einer Soziologie des Geschmacks

  5. Epilog: Musik als „Gabe“. Tonträgertausch und soziale Strategien

  6. Back Matter
    Pages 247-257

About this book

Introduction

Im Zentrum der Arbeit steht die Frage, inwieweit von sozialen Ungleichheiten auf Geschmacksunterschiede geschlossen werden kann. Die Analyse stützt sich auf die Arbeiten von Pierre Bourdieu, Gerhard Schulze und US-amerikanische Kultursoziologen. Sowohl Bourdieus Annahmen als auch jene, die der so genannten Individualisierungsthese entspringen, erfahren in der vorliegenden Studie einige Korrekturen und Erweiterungen. Einerseits gewinnt - im Gegensatz zu Pierre Bourdieu - das augenfällig gewordene Merkmal der "sozialen Mobilität" bei der Analyse von Geschmackunterschieden an Bedeutung. Mobilität eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten, kulturelle Vorlieben zu verändern oder zu erweitern, sondern zwingt auch zu größerer Flexibilität im Umgang mit kulturellen Angeboten. Andererseits wird - im Gegensatz etwa zu Gerhard Schulze - dem Geschmack weiterhin eine Bedeutung bei der Reproduktion sozialer Ungleichheiten beigemessen. Die vorliegende Untersuchung läuft auf die paradoxe Feststellung hinaus, dass unter den veränderten gesellschaftlichen Umständen gerade die Überschreitung von Geschmacksgrenzen, also ein breiter Geschmack zur Grundlage sozialer Ausgrenzung wird. Am Beispiel musikalischer Vorlieben wird gezeigt, was eine soziologische Analyse des Geschmacks leistet und welche methodischen Instrumente zur empirischen Prüfung der Annahmen herangezogen werden können. Der Autor knüpft dabei an Erklärungsansätzen der Musikästhetik und Musikpsychologie an, entwickelt daraus eine sowohl psychologische als auch soziologische Aspekte miteinschließende Definition von Musikgeschmack und versucht die zentralen Thesen über die gesellschaftlichen Bedingungen der Geschmacksbildung am verfügbaren empirischen Material zu erhärten. Ergänzt werden die Analysen um eine umfassende Darstellung der gegenwärtigen Rezeptionsbedingungen von Musik.

Keywords

Bourdieu Habitus Kultur Kultursoziologie Lebensstil Mobilität Musikgeschmack Musiksoziologie Pierre Bourdieu Sozialstruktur Sozialstrukturanalyse Soziologie Struktur soziale Klasse soziale Mobilität

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-663-10239-7
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 2001
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-13667-7
  • Online ISBN 978-3-663-10239-7
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