Grundgesetz und Interessenverbände

Die verfassungsrechtliche Stellung der Interessenverbände nach dem Grundgesetz

  • Gerhard W. Wittkämper

Part of the Staat und Politik book series (STOPP, volume 5)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-XIX
  2. Einleitung, Definitionen, Methodologie, Abgrenzungen

    1. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 1-9
    2. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 10-33
    3. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 34-46
    4. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 47-55
  3. Die Stellung der Interessenverbände nach den Grundrechten

  4. Die Stellung der Interessenverbände nach der Institutions- und Kompetenzordnung des Grundgesetzes

    1. Front Matter
      Pages 123-125
    2. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 126-156
    3. Gerhard W. Wittkämper
      Pages 157-206
  5. Back Matter
    Pages 207-248

About this book

Introduction

Der folgende verfassungsrechtliche Versuch zum Verbändeproblem ist vor der erdrückenden Vision geschrieben worden, die Schiller in dem 6. Brief »über die ästhetische Erziehung des Menschen« von dem Staat entwickelt, der ewig seinen Bürgern fremd bleibt, »weil ihn das Gefühl nirgends findet. Genötigt, sich die Mannigfaltigkeit seiner Bürger durch Klassifizierung zu erleichtern und die Mensch­ heit nie anders als durch Repräsentation aus der zweiten Hand zu empfangen, ver­ liert der regierende Teil sie zuletzt ganz aus den Augen, indem er sie mit einem bloßen Machwerk des Verstandes vermengt; und der regierte kann nicht anders als mit Kaltsinn die Gesetze empfangen, die an ihn selbst so wenig gerichtet sind. Endlich überdrüssig, ein Band zu unterhalten, das ihr vom Staate so wenig er­ leichtert wird, fällt die positive Gesellschaft ... in einen moralischen Zustand aus­ einander, wo die öffentliche Macht nur eine Partei mehr ist, gehaßt und hintergangen von dem, der sie nötig macht, und nur von dem, der sie entbehren kann, geachtet.« Aus dieser Vision wurde jedoch keine pessimistische Grundhaltung abgeleitet. Es gilt immer noch, das Dickicht kleinlicher Querelen und das Niveau bloßer »chronique scandaleuse« zum Verbändeproblem zu durchstoßen und die großen Ordnungs­ wechsei des Grundgesetzes den Interessenverbänden zur Einlösung zu präsentieren. Solange dies nicht nachdrücklich immer wieder geschieht, sind die Verfechter der unscharfen Allmacht Verfassungswirklichkeit nicht legitimiert, das (Unter-)Konto »Verfassungsrecht« ihrer Buchführung in der Spalte »Interessenverbände« mit Pro­ testvermerken zu belasten. Dieser Versuch wurde Ende 1961 über Herrn Prof. Dr. iur. Dr. h. c. Dr. h. c.

Keywords

Bundesrat Bundestag Erbrecht Geschäftsordnung Gesetze Grundgesetz Rechtsprechung Rechtsstaat Regierung Sozialstaat Staat Staatsrecht Verfassung Verfassungsrecht Verwaltung

Authors and affiliations

  • Gerhard W. Wittkämper
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-663-02523-8
  • Copyright Information Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1963
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-663-00610-7
  • Online ISBN 978-3-663-02523-8
  • About this book