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Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Einundsiebzigster Kongress Gehalten zu Wiesbaden vom 26. April – 29. April 1965

  • B. Schlegel
Conference proceedings

Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin book series (VDGINNERE, volume 71)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages I-CXIX
  2. Eröffnungsansprache des Vorsitzenden

  3. Theodor Frerichs-Preis

    1. B. Schlegel
      Pages 14-14
  4. Berichte, Vorträge und Aussprachen

    1. P. E. Becker
      Pages 171-183
    2. F. Sorge, J. M. Bayer, K. Retiene, H. E. Mentzel, E. F. Pfeiffer
      Pages 267-270
    3. J. R. Bierich, W. Braun
      Pages 282-289
    4. G. Buschmann
      Pages 304-304
    5. J. Meier-Sydow, H. Daus
      Pages 310-314
    6. G. Laubinger, R. Günther, G. Genters, A. Kern
      Pages 324-328
    7. H.-G. Sieberth, W. Reinhard, D. P. Mertz
      Pages 335-339
    8. A. Ruiz-Torres, I. Schlicht, M. Celik
      Pages 339-343
    9. Franco Melani, R. Conrads, F. Sorge, K. M. Bartelt, E. F. Pfeiffer
      Pages 343-346
    10. H. Geerling, O. V. Sirek
      Pages 347-350
    11. K. F. Weinges, H. Geerling, H. J. Angel, G. Löffler
      Pages 351-355
    12. H. J. Karl, L. Raith
      Pages 370-375

About these proceedings

Introduction

Solange bei der Bekämpfung von Schlafstörungen mit Arzneimitteln kein Mißbrauch getrieben wird, ist die Gefahr schädlicher Nebenwir­ kungen gering. Sehr häufig ist aber eine eintretende Gewöhnung durch Änderung der Reaktion des ZNS auf das Hypnotikum oder durch Be­ schleunigung des Abbaus der Anlaß zu einer Dosissteigerung, wodurch unerwünschte Wirkungen zunehmen. Sehr viele Schlafmittel, die nicht zur Gruppe der Barbiturate gehören, besitzen erst in höheren Dosierungen, welche die empfohlenen Dosen häufig übersteigen, eine objektiv feststellbare hypnotische Wirkung und entsprechende Nebenwirkungen. "Barbituratfrei" bedeutet daher keines­ falls eine bessere Verträglichkeit. Die gleichzeitige Einnahme von Schlafmitteln mit Alkohol oder Be­ ruhigungsmitteln vom Typ der Phenothiazine und Antihistaminika ver­ stärkt erheblich die erwünschten wie die unerwünschten Wirkungen. Toxische Wirkungen auf die Leber besitzen Schlafmittel nicht. Eine Ausnahme bilden nur die Thiobarbiturate, welche aber ausschließlich in der Kurznarkose verwendet werden. Die weit verbreitete Meinung, daß die erkrankte Leber Arzneimittel schlechter "entgiftet", konnte nicht bestätigt werden. Mit neuen biochemischen Methoden gelang es, das Schicksal der Schlafmittel im Organismus aufzuklären. In der Leber werden sie enzyma­ tisch zu wasserlöslichen Verbindungen umgewandelt, welche dann die Nieren ausscheiden können. Von dieser Regel weicht nur das Thalidomid ab, das in allen Körperzellen nicht enzymatisch gespalten wird. Die dabei entstehenden Metaboliten reichem sich bei regelmäßiger Einnahme in bestimmten Zellen an, bis sie Konzentrationen erreichen, die toxisch wirken. Eine Untersuchung des Metabolismus sollte daher jeder therapeu­ tischen Anwendung eines neuen Schlaf- oder Beruhigungsmittels voraus­ gehen.

Keywords

Adipositas Chemie Diagnose Diagnostik Fettsucht Herzinfarkt Infektionskrankheit Krankheiten Leukämie Medizin Narkose Physiologie Therapie Untersuchung innere Medizin

Editors and affiliations

  • B. Schlegel
    • 1
  1. 1.WiesbadenDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-642-96031-4
  • Copyright Information J.F. Bergmann-Verlag München 1965
  • Publisher Name J.F. Bergmann-Verlag, Munich
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8070-0259-0
  • Online ISBN 978-3-642-96031-4
  • Series Print ISSN 0070-4067
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