Heteronormativität

Empirische Studien zu Geschlecht, Sexualität und Macht

  • Editors
  • Jutta Hartmann
  • Christian Klesse
  • Peter Wagenknecht
  • Bettina Fritzsche
  • Kristina Hackmann

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Heteronormativität. Empirische Studien zu Geschlecht, Sexualität und Macht — eine Einführung

  3. Was ist Heteronormativität? Zu Geschichte und Gehalt des Begriffs

  4. Heteronormativität und qualitative Forschung. Methodische Überlegungen

  5. Der heteronormative Blick in wissenschaftlichen Diskursen

  6. Selbst-Bewegungen. Subjektive Aushandlungsprozesse von Geschlecht und Begehren

  7. Kulturelle Praxis und sexueller Diskurs: Inszenierungen von Geschlecht und Begehren

  8. Verschränkung und Gleichzeitigkeit mehrfacher Machtverhältnisse

    1. Front Matter
      Pages 237-237

About this book

Introduction

Heteronormativität - d.h. die selbstverständliche Annahme, der Mensch existiere in zwei sich körperlich und verhaltensmäßig klar voneinander unterscheidbaren Geschlechtern, deren Begehren sich auf das jeweils andere Geschlecht richte, und die hierarchische Anordnung dieses Settings - zieht sich durch alle gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche und findet ihren Niederschlag in wissenschaftlicher Forschung und Theoriebildung. Im Zusammenspiel mit anderen Machtfaktoren bestimmt Heteronormativität die Lebenswelten von Individuen auf vielfältige Weise. Naturalisierte Geschlechterbilder und normative Begehrensstrukturen lassen sich in den akademischen Diskursen vieler wissenschaftlicher Disziplinen nachweisen.
Heteronormativitätskritische Forschung versucht hinter dem, was als natürlich gegeben angesehen wird, das Wirken normativer Mechanismen freizulegen und diese ins Zentrum der Kritik zu stellen. Der Band versammelt empirische Studien über Gehalt, Durchsetzung, Wirkungsweisen und Effekte solcher Normen, sowie über deren Zusammenhang mit weiteren gesellschaftlichen Machtmechanismen. Im interdisziplinären Vergleich zeigt sich, wie eine Kritik der heteronormativen Forschungsparadigmen gravierende Verschiebungen in allen Wissenschaftsfeldern mit sich bringt.

Keywords

Gender Geschlecht Inszenierung Intersektionalität Macht Moralvorstellungen Normen Sexualität Sozialforschung Wissenschaftskritik

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-531-90274-6
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2007
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften
  • eBook Packages Humanities, Social Science (German Language)
  • Print ISBN 978-3-531-14611-9
  • Online ISBN 978-3-531-90274-6
  • About this book